Mothers Revolution

 Auf der letzten Mahnwache für den Frieden in Nürnberg wurde dieser Text von einer der Mitorganisatorinnen vorgelesen und er hat mich sehr berührt. Der Aufruf spricht alle Frauen an und soll ihnen bewußt machen, dass auch sie eine Macht haben. Die Macht ihren Ehemännern, Söhnen, Vätern, Schwiegervätern usw. gegenüber. Auch Politiker haben Mütter. Auch Soldaten haben Kinder. Wie würde die Welt aussehen, wenn sie sich diesen gegenüber öfter für den Unsinn verantworten müssten, den sie durch ihre Politik oder durch ihre Arbeit verzapfen? Wie können diese Leute ihren Ehefrauen gegenüber rechtfertigen, dass sie Kriege angezettelt haben oder den Abwurf von Bomben befehligt haben, Drohnen auf Menschen losgeschickt haben und ganze Städte dem Erdboden gleich machten? Wo nicht nur andere Soldaten, Rebellen oder Bewaffnete starben sondern höchstwahrscheinlich auch sehr viele Kinder und Frauen. Wie kann man guten Gewissens solch eine Arbeit verrichten und anschließend seiner Familie in die Augen schauen?
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Dies ist die Botschaft für alle Mütter und jene die es noch werden wollen weltweit und an jene Menschen, die Krieg betreiben:Ich rede hier als Mutter, als eine zornige Mutter, eine die es gründlich satt hat anzusehen, wie Kinder in verschiedenen Teilen der Welt für die Interessen der Wirtschaft ermordet werden. Mütter nehmen normalerweise in den Arm, geben Liebe und Geborgenheit, trösten, raten, helfen und heilen. Mütter sorgen dafür, dass es ihrem Kind an nichts fehlt, arbeiten wie ein Pferd, sie wollen, das ihre Kinder (egal wie alt die sind) glücklich sind und das ihnen nichts Schlimmes geschieht.
Mütter haben den beschützenden Blick, sie sehen Gefahren für ihr Kind voraus und sie versuchen, es vor Schaden zu bewahren. Ob es nun die steile Treppe, die heiße Herdplatte, der Teich im Garten oder der Kredithai ist. Mütter schützen ihre Kinder instinktiv vor allem, was ihnen schaden könnte. Wenn es drauf ankommt hungern, stehlen, lügen und kämpfen sie wie eine Löwin, geben ihr letztes Hemd, verzichten auf ihr eigenes Glück, riskieren ihre Gesundheit und
ihr Leben – ja und wenn es sein muß töten sie auch für ihr Kind. Eine Mutter, deren Kind in Gefahr ist kennt keine Gnade mit dem Angreifer.
Viele Mütter ahnen oder haben begriffen, das mehr nötig ist, als kochen, waschen, sorgen, heilen, arbeiten etc. um ihre Kinder zu schützen. Wir ahnen, das unseren Kindern Gefahr droht. Die Bilder und Nachrichten in TV, Zeitung und IT sind schrecklich, sie verwüsten die Seelen unserer Kinder. Es wäre der falsche Weg, diese Bilder einfach nicht mehr zu zeigen. Der richtige Weg ist, dafür zu sorgen, das solche Bilder nicht mehr entstehen können.
Wir haben normalerweise den Impuls, die Schwachen und Hilflosen zu schützen, auch wenn wir sie nicht selbst gezeugt und geboren haben. Ein weinendes Kind ist immer auch unser Kind. Jede normale Frau wendet sich jedem hilflosen, leidenden Kind so liebevoll zu, wie ihrem eigenen. Und mein Herz blutet für die Kinder, die unter den Bomben und Granaten leiden müssen.
Unsere Kinder fühlen unbewusst mit – und können diesen Gefühlen keinen Ausdruck verleihen, finden keine Worte dafür – darum sehen wir nicht, das auch unsere Kinder unter den Schlachthäusern Palästina, Ukraine und Syrien usw.
leiden, selbst wenn hier noch kein Krieg herrscht. Wir leben oberflächlich gesehen im politischen Frieden – aber wie lange noch? Selbst wenn unsere Kinder keine Nachrichten sehen oder lesen, erfahren sie u. U. in der Schule von den Morden an Kindern in verschiedenen Teilen der Welt. Sie sehen und hören, das es Kinder gibt, die nicht beschützt werden, Kinder die im Krieg sterben. Kleine Kinder wissen nicht, das Bilder im Fernsehen von Orten berichten, die ganz weit weg sind – für sie passiert das alles zu Hause im Wohnzimmer. Kinder erleben ihre Eltern hilflos oder gleichgültig. Dieser Gleichgültigkeit gilt es entgegen zu treten.
Alle Mütter können die drohenden Wolken am Himmel sehen, hören in den Medien die Kriegstrommeln und wir ahnen, das unseren Kindern Gefahr droht. Wir müssen jetzt den Mut aufbringen, NEIN zu sagen, egal was es uns kostet. Es
geht um das Wohl unserer Kinder und Enkel, da sollte für eine Mutter kein Opfer zu groß sein. Egal in welchem Land wir wohnen, ob hier, in Russland, Amerika, Palästina, Syrien, Frankreich, Israel oder Afghanistan – Mütter lieben ihre Kinder und wollen sie nicht in einem Krieg leiden sehen.
Was tun die Männer, die jetzt so unbedingt einen Krieg anzetteln wollen, uns an? Können sie sich nicht, wie früher ein Schlachtfeld suchen und dort Armee gegen Armee kämpfen? Mann gegen Mann? Müssen sie sich feige hinter Mauern vor dem Feind verstecken; den Krieg in die Städte verlegen wo Menschen wohnen, die am Krieg nicht beteiligt sind und auch nicht sein wollen? Ich nenne es Feigheit, wie die Armeen dieser Welt heutzutage aus dem Hinterhalt morden.
Dazu kommt die Verlogenheit der Politik und der Medien. Wie dreist und verroht muß man sein, um es noch als humanistischen Akt hinzustellen, das immerhin vorweg gewarnt wurde, bevor man das größte Krankenhaus in Gaza in Schutt und Asche legt? Glaubt wirklich jemand, das Hamas-Kämpfer – so sie denn überhaupt da drin sind – brav abwarten, bis sie ausgebombt werden? Entweder sind die Befehlshaber naiv oder sie belügen uns, in beiden Fällen gehören sie entlassen! Es geht doch nur um die Zerstörung der Infrastruktur – um nichts anderes. Den durch
Bomben verletzten Kinder und Frauen soll medizinisch nicht mehr geholfen werden können – So sieht das aus. Wie unmenschlich wollen die Befehlshaber denn noch werden?
Wie lange wollen wir Mütter noch zusehen, wie unsere Kinder ermordet werden auf Befehl von kriegsgeilen reichen, alten Männern, die sich hoch und trocken hinter ihren Schreibtischen verkriechen oder jenen, die das Abschlachten von Frauen und Kindern anordnen, den Befehl zum Abfeuern von Granaten auf Schulen und Wohnhäuser geben? Wie lange lassen Soldaten noch zu, das sie zu Mördern an Kindern gemacht werden? Wie lange dulden deren Mütter und Frauen noch, das sie in der Armee völlig verrohen.
Frauen! An solchen Männern habt Ihr keine Freude mehr, wenn sie nach Hause kommen. Dann sind sie nämlich seelisch kaputt oder zum Barbaren geworden. Wer will mit so einem Mann verheiratet sein? Ein Mann der Frauen und Kinder
abgeschlachtet hat und nicht mal weiß, ob Uranmunition seine Gene so verändert hat, das Ihr nur mit sehr viel Glück gesunde Kinder von ihm empfangt. Glaubt Ihr ernsthaft, das Ihr mit so einem Wrack eine glückliche Ehe führen könnt?
Darum rufe ich alle Mütter dieser Welt und jene die es noch werden wollen auf: vereinigt Euch und macht dem Elend der Kinder und der Kriege ein Ende .
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