Verleumdung der Gdl und der Linken

Nun steht uns also ein 4-tägiger Streik der Lokführer bevor und jeder wettert gegen deren Gewerkschaft und den Vorsitzenden. Die Deutsche Bahn befürchtet enorme Umsatzeinbußen und Nachteile für das Unternehmen, weil die Kunden scharrenweise davon laufen könnten. Gut! Dann setzt Euch endlich mit der Gdl an einen Tisch und verhandelt faire Arbeitsbedingungen. Wer ausbeutet, muss eben auch mit den negativen Folgen leben. So ist das in der Marktwirtschaft. Deren Vorteile die Wirtschaftsvertreter immer gern in den Vordergrund stellen. Wo sich die Parteien bei Lohnverhandlungen gleichberechtigt gegenüberstehen. Bisher konnte man von Gleichberechtigung nicht sprechen, denn wenn man einen Lohn diktiert und eine hire or fire Mentalität herrscht, sitzt der Arbeitgeber am längeren Hebel. Nun hat sich das Blatt zu wenden begonnen und schon hören wir sie klagen und jammern. So sind sie eben; die Vorteile der Marktwirtschaft bzw. des Kapitalismus für sich nutzen wollen (Gewinne für wenige erwirtschaften) aber sobald die Gewinne in Gefahr sind, ist vom selbstbewußten Auftreten der Wirtschaft nicht mehr viel zu sehen.

Gleichzeitig beobachten wir eine Hetze gegen die Gewerkschaft und Wirtschaft und Politik kramen in der Trickkiste so ziemlich weit unten, um der Arbeitnehmervertretung gegen den Karren zu fahren. Sie würden das komplette Land lahmlegen und dies wäre für den Wirtschaftsstandort Deutschland enorm schädlich. Ach ja? Ich sag Euch mal, was für Deutschland ebenso schädlich ist. Die hirnrissige Budget Politik der öffentlichen Haushalte gepaart mit deren Verkehrs- und Bauplanung für Infrastrukturmaßnahmen. Ich habe heute nach der Arbeit aufgrund einer Baustelle mal wieder im Stau gestanden und dabei für 30 km 1,40 Stunden gebraucht. Ausweichmöglichkeiten gab es nicht, weil diese momentan ebenso bebaut werden. Kann man denn keine gescheite Budget Planung einführen, wonach nicht all das Geld für den nächsten Haushalt verloren geht, das nicht im aktuellen Jahr ausgegeben wurde? Daraus resultieren gehäufte Baumaßnahmen auf Deutschlands Straßen zum Ende des Jahres und viel Frust bei den Autofahrern. Besondern wenn Alternativen ebenso dicht sind! Meiner Meinung nach wird Deutschland von diesen Notbaustellen lahmgelegt, die schnell noch im letzten Quartal eröffnet werden, um Gelder zu verprassen. Da werden Straßen aufgerissen, wo es gar nicht nötig ist. Das ist umso ärgerlicher, wenn man bedenkt, dass sowieso schon viel zu wenig in den Erhalt und Ausbau unserer Straßen investiert wird. Dann sollte es wenigstens in die richtigen Projekte fließen! Davon würde der Wirtschaftsstandort Deutschland profitieren! Liebe Politiker, lasst die Gdl in Ruhe und macht Eure Arbeit; zum Wohle des deutschen Volkes!

Zu den Koalitionsverhandlungen in Thüringen möchte ich noch ein paar Sätze loswerden. Die SPD Mitglieder stimmen momentan darüber ab, ob sie eine Zusammenarbeit mit der Linken und den Grünen befürworten. Nicht nur, dass sich unser Bundesgauckler durch diesen unakzeptablen Kommentar in die Politik Thüringens einmischt und er damit auch noch die Wähler beleidigt (wer glaubt er eigentlich hat die Linke in Thüringen gewählt, wenn nicht die Thüringer, von denen viele auch die DDR miterlebt haben; anscheinend sehen sie aber in der Politik der etablierten Parteien keine große Alternative). Nein, die SPD fordert als Voraussetzung für die Zustimmung zur Koalition, dass sich die Linke für den Unrechtsstaat DDR entschuldigt.

Also bitte, geht’s noch? Erstens hat die Linke viele Mitglieder, die die DDR gar nicht miterlebt haben, weil sie entweder zu jung sind oder im Westen des Landes geboren wurden (ja sowas solls auch geben) und zweitens warte ich noch immer darauf, dass sich die CDU/CSU und viele andere Institutionen in Deutschland dafür entschuldigen, dass sie nach dem Kriegsende Anlaufstelle für viele Nazis waren, die dort sichere Posten bekommen haben. Hat sich jemals jemand dafür entschuldigt? Wurden diese Parteien jemals dazu aufgefordert, sich für die Nazigreuel zu entschuldigen? Ich kann mich nicht erinnern. Soll man der Linken bis ans Ende der Gezeiten vorwerfen, aus der SED hervor gegangen zu sein? Hat man nicht irgendwann mal das Recht auf einen neuen Anfang, so wie wir Deutschen uns auch nicht mehr für den Holocaust und Hitler entschuldigen wollen (warum wir uns für den Österreicher entschuldigen verstehe ich bis heute nicht)? Und wenn man mal ganz tief gräbt, findet man auch bei der SPD noch einige Leichen im Keller, für die Buße ebenso angebracht wäre (ich sag nur Kriegsbeteiligungen etc). Lassen wir den Pathos also bitte raus aus der Politik und konzentrieren wir uns auf das wirklich wichtige: Nämlich die Frage, was die Politik (egal welche Partei) tun kann und wird, um endlich die Interessen des Volkes in unserem Wohle zu vertreten!

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