Video: Monsanto und der WWF – Der Pakt mit dem Panda (Netzfrauen.org)

http://netzfrauen.org/2015/07/18/video-monsanto-und-der-wwf-der-pakt-mit-dem-panda/
Bitte auch unbedingt den Film von Wilfried Huismann “Der Pakt mit dem Panda” (zu finden auf den Seiten der Netzfrauen) anschauen, der läßt sich nicht in diesen Beitrag einbinden.
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Der WWF ist nach eigenen Angaben die größte Umweltschutzorganisation der Welt .Seit seiner Gründung 1961 ist der WWF eine der weltweit einflussreichsten Lobbyorganisationen für den Natur- und Artenschutz und hat gute Kontakte zu hochrangigen Entscheidungsträgern in Politik und Industrie.Huismann dokumentiert, dass der WWF offenbar zweifelhaften Unternehmen zu „Nachhaltigkeitszertifikaten“ verhilft. Der Verband arbeitet an „runden Tischen“ mit Gentechnikunternehmen wie dem Agrargiganten Monsanto und dem multinationalen Konzern Wilmar zusammen – und bestätigt ihnen demnach, dass sie „nachhaltig“ Soja und Palmöl produzieren.

Der WWF gilt als größte Umweltschutzorganisation der Welt. Fast grenzenlos ist das Vertrauen in seine grünen Projekte. Mit aufrüttelnden Kampagnen zielt der WWF direkt auf’s gute Gewissen der Spender – alle sollen sich beteiligen wenn aussterbende Arten geschützt und das Klima oder der Regenwald gerettet werden.

Vor über 50 Jahren wurde der WWF gegründet – am 11. September 1961. Heute ist der WWF die einflussreichste Lobbyorganisation für die Umwelt – weltweit. Dank bester Kontakte zur Politik und zur Industrie. Eine ständige Gratwanderung zwischen Engagement und Käuflichkeit.

Die Dokumentation will die Geheimnisse des WWF ergründen. Sie wird zur einer Reise ins Herz des grünen Empire und sie erschüttert den Glauben an den Panda.

Antworten zum „Faktencheck“ des WWF auf der Seite von Wilfried Huismann

Der WWF behauptet, Kasimirus Sanggara sei ein Freund des WWF

Fakt ist: Das Dorf des Stammes der Kanume liegt tatsächlich im Nationalpark Wasur. Unwahr ist aber die Behauptung des WWF, die Kanume seien deshalb von der Anlage neuer Palmölplantagen überhaupt nicht betroffen. Häuptling Sanggara fühlt sich vom WWF getäuscht, weil im Nationalpark ein Jagdverbot
für die Papua eingeführt wurde. Der WWF, so Sanggara, habe ihm das anfangs verschwiegen. Die Kanume sind ein Volk von Jägern. Sie jagen jetzt außerhalb des Nationalparks – ihr Stammesgebiet reicht weit über dessen Grenzen hinaus. Dort, im Distrikt Merauke, sollen 1 Mio. Hektar Palmölplantagen gebaut werden. Sie bedrohen den Lebensraum der Kanume direkt. Diese wehren
sich genauso wie die anderen Stämme gegen den Landraub durch Agrarkonzerne und Armee.

Obwohl Westpapua nach dem Abzug der Kolonialmacht Niederlande unabhängig werden sollte, hat sich Indonesien das Land im Jahr 1963 einverleibt. Papua ist eine militarisierte Zone. Auch im Dorf Sanggaras ist eine Militäreinheit stationiert, um den Stamm in Schach zu halten. Wir stehen über die gewählten Vertreter der Papua-Stämme mit Häuptling Sanggara in Kontakt. Er kann sich angesichts der angespannten Lage in der Provinz nicht wirklich offen äußern.
Die Armee tötet und foltert in einem de facto rechtsfreien Raum. Um die Unterwerfung Papuas komplett zu machen, will die Zentralregierung das Land der Papua „erschließen“ und mit Palmölplantagen bepflanzen.
Der WWF behauptet, er sei nicht an der Vertreibung der Adivasi in Indien beteiligt

Fakt ist, dass der WWF die Tiger-Politik des indischen Staates seit 1972 entworfen hat. Danach sind die Kernzonen der Tigerreservate von Menschen frei zu machen. Die Regierung Indira Gandhis begann damit, die Adivasi, die seit Jahrhunderten in den Wäldern mit Tigern zusammengelebt haben, gewaltsam umzusiedeln. Aufgrund heftigen Widerstandes kamen die Zwangsumsiedlungen allerdings zum Erliegen. Der WWF Indien erhob daraufhin im Jahr 1995 Klage vor dem Obersten Gerichtshof Indiens. Der gab der Klage statt und ordnete an, dass alle Bundesstaaten die Umsiedlungsmaßnahmen gegen die Adivasi innerhalb eines Jahres abschließen müssen. Der WWF Indien feierte diesen
Beschluss als großen Erfolg – für 4 Millionen Adivasi, die in den Schutzgebieten lebten, war er eine existenzielle Bedrohung. In vielen betroffenen Gebieten kam es zu Unruhen und Gewalt.

Im WWF-„Jahr des Tigers“ (2010) hat Indien die Zahl der Tigerreservate – unter Beteiligung des WWF – auf 39 erhöht, acht weitere sind in Planung. Wiederum sind bis zu einer Million Menschen von Umsiedlungsmaßnahmen bedroht, auch wenn inzwischen Entschädigungen an die Vertriebenen gezahlt
werden. Von „freiwilliger Umsiedlung“, wie der WWF im „Faktencheck“ behauptet, kann allerdings nicht die Rede sein. Um die Stämme unter Druck zu setzen, verbietet die Forstverwaltung ihnen die Nutzung des Waldes. Sie dürfen nicht mehr jagen, keine Früchte und kein Holz sammeln. Um nicht zu verhungern, akzeptieren die Stämme in vielen Fällen die Umsiedlung. Auch diese „sanfte“ Umsiedlung läuft auf eine ethnische Säuberung hinaus. Die Adivasi sind kastenlos; die meisten von ihnen gehen in den Slums der Metropolen zugrunde.

Um die wirtschaftliche Kolonialisierung durchzusetzen und außenpolitisch salonfähig zu machen, kam es auf Bali 2007 zu einem Runden Tisch, an dem die Gouverneure der beiden Papua-Provinzen teilnahmen, die Weltbank und der WWF. Bei dieser Verhandlung wurde ein Rahmen für die Landnutzung in Papua festgelegt: 9 Millionen Hektar Wald sollen zu Wirtschaftsflächen „konvertiert“, bis zu 1 Mio. Hektar sollen Schutzgebiete werden. Für diese Gebiete erhält Indonesien Geld aus dem REDD-Programm (für Emissionsvermeidung). Zwar führt der WWF die Zerstörung des Lebensraums der Papua nicht selbst durch; da er an den Planungen und Kartierungen beteiligt ist, entsteht aber bei den betroffenen Stämmen der Eindruck, der WWF sei Teil der indonesischen Besatzungspolitik. Der WWF
Indonesien selbst hat öffentlich erklärt, er unterstütze den „Aufschwung“ in Papua – damit ist die Erschließung durch die Plantagenwirtschaft gemeint.
Der WWF behauptet, dass er die Gentechnik grundsätzlich ablehnt

Im „Faktencheck“ behauptet der WWF, er sei grundsätzlich gegen Gentechnik im Agrarbereich, Dr. Jason Clay, der sich offen zum Anbau von Gensoja bekennt und der gemeinsam mit dem Gentech-Konzern Monsanto die Anwendung der Gentechnik auch bei vielen anderen Pflanzen verlangt, sei eine
„Außenseitermeinung“ im WWF. Wahr ist: Er ist Vizepräsident des WWF der USA – und im WWF International Koordinator für den Bereich Marktbeziehungen und Agrarpolitik. Er ist also die offizielle Stimme des WWF in dieser Sache.

Der WWF hat mit Monsanto, Syngenta, Bayer, Nestlé, Cargill und anderen Teilnehmern des Round Table on Responsible Soy (RTRS) beschlossen, dass das RTRS-Zertifikat für „verantwortungsvollen Anbau“ jetzt auch für Gen-Soja gilt. In den 2010 beschlossenen Standards heißt es wörtlich: „This standard applies to all kinds of soybeans, including conventionally grown, organic, and genetically modified (GM). It has been designed to be used for all scales of soy production and all the countries where soy is produced.“

Übrigens: Auch das Büro des WWF in Brüssel vertritt bei Hearings mit der Europäischen Union sehr massiv das RTRS-Zertifikat und hat mit durchgesetzt, dass es von der EU als Beweis für „nachhaltig“ gewonnene Biomasse im Rahmen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie anerkannt wird. Mit Hilfe des WWF ist es der Gentechnikbranche gelungen, in Europa einen großen Fuß in die Tür zu bekommen.

Nach Ansicht des Deutschen Naturschutzringes (DNR) fällt der WWF damit „leider auch vielen Umweltorganisationen in den Rücken, die seit Jahren die Umwelt- und Gesundheitsgefahren der Gentech-Soja anprangern“. In einem Brief an den Präsidenten des WWF Deutschland, Prof. Drenckhahn, kritisiert der DNR am 9.2.2011 den Runden Tisch für verantwortungsvolles Soja (RTRS): „Der RTRS hält ein längst gescheitertes System von Landwirtschaft künstlich am Leben. Indem er Gentech-Soja mit einem Nachhaltigkeitszertifikat versieht, sichert er die Gewinne von Monsanto und Co ab.“
Der WWF behauptet, er verteidige die Rechte der Kleinbauern

Dörte Bieler , Biomasse-Verantwortliche des WWF Deutschland, sagte vor den Managern des Kongresses World Ethanol 2010 in Genf, dass sie die Pläne der Biosprit-Industrie unterstütze, weltweit noch mehr Land zum Anbau von Energiepflanzen zu verwenden. In der Praxis bedeutet das: Ackerflächen von Kleinbauern werden zu riesigen Anbauflächen für den industriellen Anbau von Energiepflanzen wie Zuckerrohr, Soja oder Ölpalmen ungewandelt. Das Geschäft wird von einigen wenigen Energie- und Agrarkonzernen beherrscht, mit denen der WWF in sogenannten „Runden Tischen“ zusammenarbeitet. Kleinbauern sind bei dieser Monokultur überflüssig. O-Ton Bieler vor dem
Kongress: „Wir sind anders als andere Naturschutzgruppen. Wir sind konstruktiv.“

Im Interview mit uns hat die zuständige Mitarbeiterin des WWF Indonesien gesagt, dass in Indonesien noch „nicht genutzte 5-7 Millionen Hektar“ zusätzlich mit Palmölplantagen bebaut werden könnten. Es handele sich nach Ansicht des WWF dabei um „degradiertes Land“. Amalia Prameswari gab dabei zu, dass dieses Land überwiegend von Waldbauern bewirtschaftet wird und dass es durchaus zu „Konflikten“ kommen könnte. Schon jetzt sind schon etwa 300 Bauern im Gefängnis, weil sie das von ihnen bebaute Land nicht an die Palmölkonzerne abtreten wollen. Immer wieder setzen Palmölfirmen bewaffnete Milizen ein, um protestierende Bauern zu verletzen oder zu töten. Nicht nur der WWF Indonesien steht in den Landkonflikten auf der Seite der Agrarkonzerne.

Dr. Martina Fleckenstein vom WWF Deutschland (zuständig für Agrarpolitik und die EU) hat bei der World Biofuels Conference im Mai 2010 in Sevilla den Standpunkt vertreten, dass die Flächen für Biospritpflanzen weltweit auf 450 Mio. Hektar vergrößert werden könnten. Das wäre dann eine Fläche so groß wie die Oberfläche aller EU-Staaten. Natürlich werden diese Flächen nicht in Europa „freigemacht“ werden, sondern auf der südlichen Halbkugel. Das aber bedeutet Hunger und Ernährungskrisen – denn das „Brachland“, von dem WWF-Manager gerne reden, gibt es nicht, jedenfalls nicht in diesen Dimensionen. Entweder werden Ackerflächen zerstört – oder Wälder. Der ehemalige UN-Beauftragte für die Ernährungskrise, Jean Ziegler, bezeichnete diese Umwandlung von Ackerflächen als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.
Der WWF behauptet, er sei in dem Film nicht zu Wort gekommen

Falsch. Vor Beginn der Recherchen zu dem Film bin ich mit Kameramann Ulli Köhler zu einem Antrittsbesuch in das Hauptquartier von WWF International nach Gland (Schweiz) gefahren. Das Gespräch mit dem Pressedirektor Phil Dickie und dem Artenschutzbeauftragten Rob Soutter fand am 16. Juni 2010 statt. Ich habe dem WWF die geplanten Themen des Dokumentarfilms über den WWF offen dargelegt: Artenschutzpolitik am Beispiel der Tigerkampagne, Verhältnis des WWF zu den Naturvölkern, Zertifizierungssysteme und Partnerschaften mit der Großindustrie und das Verhältnis des WWF zur Gentechnik. Wir haben zu keinem Zeitpunkt mit „falschen Karten“ gespielt, wie der WWF im „Faktencheck“ unterstellt. Es wurde vereinbart, dass der WWF mir die Kontakte zu den Spezialisten in den jeweiligen Ländern vermittelt – und das Rob Soutter für das zentrale Interview zu Geschichte und Politik des WWF zur Verfügung steht. Die Vereinbarung ist auch in dem Schriftverkehr dokumentiert, der diesem Auftaktgespräch folgte. Der WWF hat nach einigen Wochen Schriftwechsel jeden Kontakt eingestellt und alle Abmachungen gebrochen. Er hat ebenfalls schon vereinbarte Interviews (so mit dem
WWF-Vizepräsidenten Jason Clay) aktiv verhindert. Gründe für den Boykott sind weder mir noch dem WDR genannt worden.

Stand 2012

2013 World Water Week – WWF mit Nestlé und Pepsi Cola

2.500 Personen habe eine Woche lang über das Wasser der Welt gesprochen. Oder teilen sie es untereinander auf? Mit Hilfe der Sponsoren WWF, Nestlé und PepsiCo, die ja alle nur unser bestes im Sinn haben, nachhaltig und vorsichtig mit unserer Welt umgehen und all ihre Segnungen nur in unsere Dienst stellen? Lesen Sie dazu: World Water Week -2500 Personen werden eine Woche lang über das Wasser der Welt sprechen. Sponsoren WWF, Nestlé und PepsiCo
Juli 2015 Auf unsere Frage – wieso die WWF diese dubiosen Anlagen unterstützt hier die Antwort:

Hallo Frau Schreier, der WWF sieht Agrofinanz auch sehr kritisch und wir habe keine Verbindung zu ihnen. Agrofinanz ist Mitglied im RSPO, aber die Plantagen sind noch nicht zertifiziert, deswegen raten wir auch niemanden dort zu investieren. 10% Rendite, ob das seriös sein kann, muss jeder selbst beurteilen. Wir haben die Kollegen in Ecuador schon gebeten, sich die Plantagen einmal genau anzuschauen. Gruss Ilka Petersen, WWF (ARD Buffet am 09.07.2015 , denn dort ist der WWF zu Gast um über Palmöl zu berichten.)

Wir fragen uns jetzt, wenn wir bereits in unserem Beitrag von 2013 „Die Grüne Rendite“ – Auf Kosten des Regenwaldes und Greenwashing durch Unterstützung von WWF – ein Skandal! darüber berichteten und schon da bekannt war, dass die Anleger nicht in Palmöl der Agrofinanz investieren sollen, warum prüft erst jetzt WWF dieses Mitglied?

WWF schreibt, die Plantagen seinen in Ecuador nicht zertifiziert. Wem sollen wir nun glauben- da sollte sich doch WWF seine Mitglieder genauer anschauen.I Denn insgesamt ist die Nachfrage in den letzten 20 Jahren um über 120 Prozent gewachsen. Finanz- Experten erwarten sogar, dass sich dieser Trend fortsetzt und so den Palmölproduzenten ein kontinuierliches Wachstum bescheren wird.Die Folgen des Palmölanbaus werden in keinster Weise erwähnt. Denn der Panda, für den der WWF steht verliert seinen Lebensraum – so auch die Orang Utan – und Menschen werden ebenfalls vertrieben- die dort ihre Heimat haben. Ein Verbrechen – unterstützt von dem WWF. Nestlé S.A gehört auch zu den Mitgliedern!

WWF-Einnahmen von 62,6 Millionen Euro!!!! Lesen Sie dazu: Palmöl – Greenwashing durch Unterstützung von WWF und Greenpeace- Warum wir zum Nutella-Boykott auffordern

WWF – Nestle und PepsiCo :World Water Week -2500 Personen werden eine Woche lang über das Wasser der Welt sprechen. Sponsoren WWF, Nestlé und PepsiCo

Monsanto und WWF: Monsanto im Team mit dem World Wildlife Fund (WWF) – Monsanto Teams Up With World Wildlife Fund (WWF)

Juli 2015 Wilmar International Ltd., der größte Palmölhändler der Welt, wird einer Prüfung unterzogen, weil dessen Zulieferer immer wieder von den Dörfern als belästigend, menschenrechtsverletzend und betrügerisch angezeigt werden. Lesen Sie dazu: RSPO Mitglied Wilmar erneut schmutziges Geschäft mit Palmöl – Palm oil giant Wilmar resorts to dirty tricks

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