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Nachdenkseiten: Terror der Todesengel (Jens Berger)

7. Oktober 2015 um 9:34 Uhr
Terror der Todesengel
Verantwortlich: Jens Berger

Abseits der Öffentlichkeit häufen sich in Afghanistan die Berichte über Drohnen-Angriffe. Das Land ist das am meisten von Drohnen bombardierte Land der Welt. Wer dabei getötet wird, ist oftmals unklar. Von Emran Feroz.

In einem seiner letzten Interviews holt der afghanische Präsident Ashraf Ghani einen Zettel hervor, auf dem die Namen einiger afghanischer Soldaten stehen, die in den letzten Tagen getötet wurden. Er bittet darum, sie vorlesen zu dürfen, was er kurz darauf auch macht. Ghanis Liste ist jedoch unvollständig. In den letzten Tagen wurden nicht nur Soldaten der afghanischen Armee getötet, sondern auch andere Afghanen, die allerdings namenlos bleiben. Sie wurden Opfer von US-amerikanischen Drohnen, die seit über einem Jahrzehnt über den Himmel am Hindukusch schweben und über die niemand spricht.

Am 7. Oktober 2001 begann in Afghanistan die Geschichte des US-amerikanischen Drohnen-Krieges. An jenem Tag, kurz nach den Anschlägen des 11. Septembers, hatten US-Piloten im Combined Air Operations Center (CAOC) in Saudi-Arabien eine Menschenmenge im südafghanischen Kandahar, dem Machtzentrum der damaligen Taliban-Regierung, im Visier. Das Ziel der Operation war der Führer der Gruppierung, Mullah Mohammad Omar. Plötzlich drückte jemand auf den Knopf und eine Hellfire-Rakete schoss in die Menge. Menschen wurden zerfetzt, Körperteile flogen durch die Luft, wie viele starben, war unklar. Währenddessen konnte Omar fliehen und blieb lange verschwunden. Heute weiß man, dass er vor einiger Zeit einem natürlichen Tod erlag.

Seitdem gehören Drohnen-Angriffe zum Alltag des Krieges in Afghanistan. Laut dem „ The Bureau of Investigative Journalism“ (TBIJ), einer in London ansässigen Journalisten-Organisation, ist das Land am Hindukusch das am meisten von Drohnen bombardierte Land der Welt. Allein im Zeitraum 2001 bis 2013 fanden in Afghanistan mindestens 1.670 Drohnen-Angriffe statt – mehr als in jedem anderen Land.

Wie viele Menschen durch diese Angriffe bis jetzt getötet wurden, ist unklar. Vor Kurzem wurde bekannt, dass mindestens 6.000 Menschen Opfer des Drohnen-Krieges wurden. Dank Recherchen von Organisationen wie TBIJ oder Reprieve, einer in Großbritannien ansässigen Menschenrechtsorganisation, wusste man zuvor, dass rund 3.000 dieser Opfer aus Pakistan, dem Jemen und Somalia stammen. Demnach kann man davon ausgehen, dass die 3.000 weiteren Opfer hauptsächlich Afghanistan zuzuordnen sind. Genau sagen kann man das jedoch nicht. Daten aus Afghanistan sind praktisch kaum vorhanden. Es existieren so gut wie keine Zahlen und Namen. Des Weiteren fliegen die Drohnen seit Jahren auch über den Irak und werden seit einiger Zeit auch in Libyen und in Syrien eingesetzt.

Vor wenigen Monaten kam TBIJ zum Schluss, dass lediglich zwölf Prozent der bekannten Drohnen-Opfer tatsächlich militante Kämpfer waren. Nur vier Prozent aller Opfer konnten auf Al-Qaida zurückgeführt werden.

Über 500 Tote in neun Monaten

Berichte über Drohnen-Angriffe in Afghanistan häufen sich in letzter Zeit. Vor allem der Osten sowie der Süden des Landes werden von den „Todesengeln“, wie die dortigen Paschtunen die Drohnen nennen, heimgesucht. Allein im Juni sollen um die zwanzig Drohnen-Angriffe stattgefunden haben. Dabei wurden über einhundert Menschen getötet. Anfang Juni traf die Hellfire-Rakete einer Drohne eine Nomadengruppe in Khost im Osten Afghanistans. Die Nomaden hatten die Beerdigung eines Stammesältesten besucht und befanden sich auf dem Nachhauseweg. Berichten zufolge wurden über dreißig Menschen bei dem Angriff getötet. Im Juli wurden mindestens neunundvierzig weitere Menschen in der östlichen Provinz Nangarhar getötet. Ohne jeglichen Beweis wurden alle Todesopfer von den Medien zu „IS-Extremisten“ deklariert. Selbiges geschah in der gleichen Provinz im August ein weiteres Mal, als man von sechsundsechzig getöteten Terroristen sprach. Mindestens fünfhundert Menschen sollen seit Beginn des Jahres 2015 getötet worden sein.

„Es ist überhaupt nicht klar, wer bei diesen Angriffen getötet wird. Oft stellt sich erst im Nachhinein heraus, dass jene, die Regierungssprecher oder Medien als getötete Terroristen bezeichnet hatten, einfache Bauern, Jäger oder Nomaden waren“, meint etwa Waheed Mozhdah, ein in Kabul ansässiger politischer Analyst.

Dass die Drohnen-Berichterstattung gestiegen ist, bedeutet jedoch nicht, dass tatsächlich mehr Drohnen vor Ort sind. „Das mediale Interesse scheint gestiegen zu sein, seitdem es heißt, dass ein Ableger des IS-Kalifats in Afghanistan agiert“, meint etwa der britische Investigativjournalist Chris Woods, der vor Kurzem ein umfangreiches Buch zum Drohnen-Krieg veröffentlicht hat und auch für das TBIJ tätig ist. „Offiziellen Daten zufolge ist die Zahl der Luftangriffe im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Besorgniserregend ist jedoch die Tatsache, dass sich die Transparenz stark verringert hat. Wir wissen nicht, wer die Ziele der Drohnen sind und wir wissen auch nicht, was für eine Rolle sie im Krieg in Afghanistan spielen. Aus Erfahrung wissen wir jedoch folgendes: Je weniger Transparenz, desto wahrscheinlicher sind zivile Opfer“, hebt Woods hervor.

Jeder ist ein Terrorist

Auch in Waziristan, einer pakistanischen Region, die an Afghanistan angrenzt, tobt der Drohnen-Krieg. In Medienberichten ist immer wieder von getöteten Terroristen die Rede. Mittlerweile sind in der Region allerdings nicht nur US-amerikanische Drohnen aktiv. Vor Kurzem meldete die pakistanische Regierung ihren ersten erfolgreichen Drohnen-Angriff in Waziristan. Mindestens drei Menschen wurden dabei getötet. Nicht nur von US-Drohnen, sondern auch vom pakistanischen Militär wird die Region im „Kampf gegen den Terror“ regelmäßig heimgesucht. In den letzten Monaten sind viele Menschen geflohen. Shahid Gul. lebt mit seiner Familie mittlerweile in einem Flüchtlingscamp in Kabul. Im Zelt der Familie fehlt es an allem, vor allem die hygienischen Zustände sind fürchterlich. „Meine Kinder konnten nachts nicht schlafen. Die Drohnen terrorisieren die Menschen und feuern ihre Raketen ohne Vorwarnung ab. Sie haben viele Menschen zu Märtyrern gemacht“, meint Gul.

Noor Behram, ein Journalist aus Waziristan kam vor wenigen Monaten nach Gesprächen mit Journalisten aus der Hauptstadt Islamabad zum Schluss, dass oftmals ein Bart, längere Haare oder etwa auch ein Turban oder ein Pakol – eine typisch paschtunische Kopfbedeckung – ausreichen, um als „Militanter“ oder „mutmaßlicher Terrorist“ identifiziert und nach einem Drohnen-Angriff auch als solcher angeführt zu werden. Das Problem ist jedoch die Tatsache, dass die genannten Äußerlichkeiten auf nahezu alle Männer in der Region zutreffen – auch in Afghanistan. Somit ist jeder ein Terrorist.

Auswirkungen

Was die Drohnen-Angriffe in den betroffenen Länder bewirken, wird in diesen Tagen deutlich. Im Jemen töteten Drohnen in diesem Jahr mehr Menschen als Al-Qaida. „Der Jemen war um das Zehnfache stabiler, bevor die USA dort vor fünf Jahren ihren Drohnen-Krieg begannen. Und Al-Qaida ist dort heute zehnmal stärker als zuvor“, meint etwa Chris Woods. Diese Ansicht teilen mittlerweile auch hochrangige US-Militärs wie Michael T. Flynn, ehemaliger General der US-Armee und vormaliger Direktor des militärischen Geheimdienstes DIA. „Der Drohnen-Krieg produziert mehr Terroristen als er tötet“, stellte dieser vor Kurzem fest.

Auch in Afghanistan ist diese Einschätzung zur Realität geworden. Vor allem wenn man den jüngsten Erfolg der Taliban – die Eroberung der Provinzhauptstadt des nordafghanischen Kunduz – in Betracht zieht. Nach vierzehn Jahren Besatzung ist der Status Quo in Afghanistan für die westlichen Staaten ein Armutszeugnis. Die Todesengel haben ihren Anteil dazu beigetragen, dass es so weit gekommen ist – und tun das auch weiterhin.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27844

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Wer trägt die Verantwortung?

Das Bild des toten Flüchtlingsjungen Ailan Kurdi am Strand geht um die Welt und laut geäusserter Kommentare steht das Bild für das Scheitern der europäischen Flüchtlingspolitik. Ich gehe einen Schritt weiter und sage, dass das Bild des toten 3-Jährigen das Scheitern der europäischen Gemeinschaft bedeutet. Erst letzte Woche wurde in Oesterreich ein LKW mit 71 toten Flüchtlingen gefunden, täglich sterben nicht nur Kinder bei der Flucht vor dem Krieg und in Europa hat man nichts besseres zu tun als über eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge zu diskutieren und die Länder an den Pranger zu stellen, die die Flüchtlinge einfach in Züge Richtung Nachbarländer setzen, um sich so der Verantwortung zu entziehen. Versteht mich nicht falsch, ich kann es auch nicht gut heissen, was Ungarn tut, aber auf der anderen Seite steckt Ungarn durch Waffenverkäufe in Krisenländer auch nicht so knietief im Sumpf der moralischen Verwerflichkeit wie wir.

Also wer trägt die Verantwortung? Versuchen wir es doch mal bei den Mitarbeitern unserer Waffenschmieden und Rüstungskonzerne. Waffen werden nicht nur von Maschinen erbaut sondern von Menschenhand. Ich kann verstehen dass jemand eine Arbeit braucht, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen, seine Familie zu ernähren, den Kredit für Haus und Auto abzuzahlen. Aber liebe Leute, was geht Euch durch den Kopf, wenn Ihr den toten Ailan Kurdi am Strand liegen seht, Kopf nach unten im Sand, wie ein Stück Abfall? Ich hoffe Ihr denkt an Eure eigenen Kinder und wie gut sie es haben. Regt sich wenigstens ein bisschen Mitgefühl, Reue oder vielleicht sogar Scham? Die Zeit des Versteckens und der Ausreden ist vorbei. Zivilcourage ist gefordert. Auch Eure! Schluss mit den Ausflüchten, dass Ihr nur die Waffen produziert und nicht verantwortlich dafür gemacht werden könnt, wie diese eingesetzt werden. Das ist zu einfach und wer nur ein bisschen Verstand und Menschlichkeit in sich trägt, weiss das auch insgeheim. Waffen werden in Krisen – und Kriegsgebiete geliefert und das hat einen guten Grund. Denn dort werden sie gebraucht. Wer braucht schon Waffen in einem Land ohne Konflikte? Man nimmt also den Tod dieser Menschen in Kauf. Ihr nehmt den Tod dieser Menschen in Kauf, wenn Ihr jeden Tag auf Arbeit geht. Könnt Ihr nachts noch ruhig schlafen? Bestimmt, denn Ihr müsst das Pfeifen der Granaten und Bomben nicht hören, spürt nicht die Erschütterungen der Einschläge in unmittelbarer Nähe und müsst nicht Eure Kinder trösten, die vor lauter Hunger und Todesangst nicht einschlafen koennen. Ihr stellt einfach das Babyphone an und macht es Euch vor dem Fernseher gemütlich.

Es ist an der Zeit, dass wir alle Verantwortung übernehmen. Warten wir nicht auf die Politik, die kann und will das Problem nicht lösen. Sonst hätten sie es schon längst gemacht. Stattdessen wird noch ein Flüchtlingsgipfel ins Leben gerufen, der mal wieder keine erfolgsversprechenden Ergebnisse hervorbringen wird. Man wird weiter darüber sprechen, dass wir Flüchtlinge entmutigen müssen, nach Europa kommen zu wollen, dass wir unsere Grenzen besser schützen müssen, dass wir Flüchtlinge besser auf alle Länder aufteilen müssen und die Länder ohne EU Grenzen werden weiterhin auf die Einhaltung von Dublin II pochen obwohl schon lange klar ist, dass dieses System ungerecht ist. Wir überlassen die Flüchtlingsproblematik den ärmeren EU Ländern, die schon genug mit sich selbst zu tun haben und das Pech haben, ein “Erstbetretungsland” zu sein, wo man eben von der Nicht-EU zuerst in Europa ankommt. So löst man nicht nur nicht das Flüchtlingsproblem, sondern vergrössert noch die Kluft zwischen den EU Staaten.

In der Zwischenzeit verdient sich unsere Rüstungsindustrie weiter eine goldene Nase. Saudi Arabien ist einer der besten Kunden der deutschen Rüstungsindustrie und unterstützt den ISIS schon seit Jahren.

Eines müssen wir uns bewusst machen. Dass das Problem mit den Flüchtlingen nicht gelöst wird, liegt nicht an der Unfähigkeit unserer Politiker. Diese ist zweifelsohne vorhanden und erkennbar, aber das Problem liegt tiefer. Sie dürfen das Problem nicht lösen, weil zu viele zu gut daran verdienen. Und weil die mit viel Geld eben auch die Marschrichtung bestimmen, tut die Politik was ihr aufgetragen wurde. Uns hinhalten, das Problem hinauszögern und ueber Alibi-Problemlösungen palavern. Und weil diese Hinhaltetaktik irgendwann auch dem dümmsten Deutschen auffallen muss werden wir zwischenzeitlich abgelenkt und wundern uns darüber, warum eigentlich in Deutschland schon wieder so viele Flüchtlingsheime brennen und warum im Osten eigentlich alle so rechtsradikal sind. Weiter so Deutschland. Was meint Ihr den wo die Bomben in ein paar Jahren runterprasseln werden, wenn der afrikanische Kontinent komplett dem Erdboden gleich gemacht wurde….?

Noch ein Wort zum Schluss. Ich greife hier nicht nur die Mitarbeiter der Rüstungsbetriebe an. Ich spreche von uns allen. Wir müssen uns langsam aber sicher Gedanken darüber machen, wie wir das Problem lösen können. Denn so wie es momentan läuft, kann es nicht weitergehen, die Welt steht auf dem Kopf. Geht endlich auf die Strasse und fordert das Ende aller kriegerischen Auseinandersetzungen. Wenn wir schon dabei sind, köennen wir doch gleich die Abschaffung aller Waffen und aller Armeen fordern. Denn wenn es diese nicht gibt, müssen wir uns auch nicht vor anderen Ländern schützen. Wer noch an das politische System in Deutschland glaubt und wählen geht, sollte die Vertreter seiner Partei wöchentlich mit Briefen beehren in denen das Ende aller Kriege gefordert wird. Legt am besten noch das Bild des toten Jungen bei, vielleicht erwärmt es doch den einen oder anderen dieser Marionetten. Schickt diese Briefe und Bilder auch an die Rüstungsbetriebe, vielleicht erreichen wir ja den ein oder anderen mit einem schlechten Gewissen. Geht in Euch und überdenkt Euer Konsumverhalten und boykottiert die Firmen, die sich durch die Ausbeutung der Dritten Welt, der unrechtmässigen Aneignung derer Ressourcen und durch die Duldung von unmenschlichen Arbeitsbedingungen eine goldene Nase verdienen. Gebt Eure Verantwortung nicht ab, indem Ihr irgendwohin Geld für Flüchtlinge spendet und gar nicht wisst, ob das Geld ankommt. Geht zu den Auffanglagern und helft, wie es am Münchener Hauptbahnhof geschehen ist. Spendet Winterkleidung, Decken und was sonst noch gebraucht wird. Fragt einfach die vielen freiwilligen Helfern was im Lager benötigt wird und denkt darüber nach, wie Ihr aushelfen könnt. Begegnet den Menschen offen und freundlich und denkt daran, dass viele von ihnen wochenlang unterwegs waren, um dem Tod zu entkommen. Versetzt Euch in deren Lage und denkt einfach mal darüber nach, was Ihr in dieser Situation von anderen erwarten würdet. Seid Mensch. Nicht mehr und nicht weniger.

Operation geglückt, Europa tot

Jens Berger, Nachdenkseiten 29.06.2015

Wenn dieses Wochenende uns eins gelehrt hat, dann ist es folgendes: Wer es wagt, das neoliberale Dogma auch nur zu hinterfragen, wird gnadenlos von seinen europäischen „Partnern“ an die Wand gestellt. Europa spielt bereits den „Grexit“ durch und es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die „Institutionen“ ein Exempel statuieren wollen, um die linke griechische Regierung zu entfernen. Schon wird ein „Plan B“ ins Spiel gebracht – der Staatsbankrott und anschließende Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone. Doch um was geht es bei diesem Plan B konkret? Ist er noch abzuwenden oder dient er vor allem als ultimatives Druckmitteln, um das Referendum im Sinne des neoliberalen Europas zu verschieben. Wie dem auch sei, der Schaden, den die Finanzminister der Eurozone angerichtet haben, ist gigantisch. Der europäische Gedanke ist tot, Europa ist tot. Von Jens Berger.

Syriza hatte nie eine echte Chance. Die linke griechische Regierung wurde vom Volk gewählt, um mit der Vetternwirtschaft der Vorgängerregierungen aufzuräumen und einen Weg zu finden, das Land aus der Krise zu führen. Jeder – auch die Herren Schäuble und Dijsselbloem – weiß, dass dies mit einer Fortführung oder gar Verschärfung der Sparmaßnahmen nicht möglich ist. Daher konnte Syriza die Forderungen der Gläubiger nicht annehmen, ohne sich selbst unglaubwürdig zu machen und dabei auch noch das Land zu ruinieren. Das Ziel der Gläubiger war und ist „den linken Spuk“ zu beenden, so dass in Spanien, Portugal oder sonst wo auch ja niemand nur auf die Idee kommt, eine linke Regierung zu wählen, die nicht nur die Austeritätspolitik, sondern gleich den ganzen Neoliberalismus hinterfragt. Denn wer weiß – hätten diese linken Regierungen Erfolg, könnte dies das Dogma der Alternativlosigkeit auch anderswo erschüttern und daran können die Herren und Damen der Alternativlosigkeit natürlich kein Interesse haben.

Plan B? Welcher Plan B?

Mit seiner Ankündigung eines Referendums hat Alexis Tsipras – so gut die Idee auch gemeint war und so berechtigt seine Forderungen sind – sein eigenes Todesurteil abgenickt. Die Finanzminister der Eurogruppe interpretierten die Ankündigung bar jeder Logik zu einem Scheitern der Gespräche und kündigten an, nun von Plan A auf Plan B umzuschalten. Als Plan B wird in Brüsseler Kreisen die Vorbereitung des griechischen Staatsbankrotts und der Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone bezeichnet. Wie dieser Plan B aussehen soll, ist jedoch vollkommen unbekannt und dass er noch vor dem Referendum in Kraft gesetzt wird, ist mehr als unwahrscheinlich. Schließlich haben die Finanzminister zumindest in der nächsten Woche überhaupt keine Handhabe, einen Staatsbankrott zu erklären oder gar Griechenland aus dem Euro zu werfen. Die entscheidenden Akteure bis zum Referendum sind vielmehr der IWF und vor allem die EZB und die ist ja – so zumindest die Definition – politisch unabhängig.

Am Dienstag – bzw. am Mittwochmorgen – müsste Griechenland beim IWF eine Kreditrate in Höhe von 1,5 Milliarden Euro tilgen. Dieses Geld hat Griechenland „dank“ der Weigerung der „Institutionen“, neue Auszahlungen aus dem „Hilfspaket“ zu bewilligen, offensichtlich nicht. Einzig und allein die EZB könnte dies jetzt noch ändern, indem sie den griechischen Banken gestattet, ihrer Regierung einen kurzfristigen Kredit in dieser Höhe zu geben. Dies ist jedoch eher unwahrscheinlich. Wenn der IWF am Mittwochmorgen feststellt, dass die Rate nicht bezahlt wurde, passiert noch nichts. Erst wenn IWF-Direktorin Christine Lagarde dem IWF-Gouverneursrat meldet, dass keine Zahlung aus Athen eingegangen ist, löst dies, wie es finanzjuristisch korrekt heißt, ein Kreditereignis aus. Sie hat jedoch laut IWF-Statut einen Ermessensspielraum von dreißig Tagen, bis sie diese Meldung abgibt. Sie kann also ohne Probleme das Referendum und die politischen Reaktionen darauf abwarten.

Automatismen sind nicht vorgesehen

Wenn in den Medien und der Politik immer wieder von einem Staatsbankrott oder einer Pleite die Rede ist, so ist dies fürchterlich ungenau. Selbst wenn der IWF ein Kreditereignis auslöst, hat dies erst einmal gar nichts zu bedeuten. Der IWF müsste dann lediglich Griechenland zu Konsultationen auffordern, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Die EU-Kommission und die EZB können, müssen dies aber nicht als Vorlage nehmen, um ihrerseits ein Kreditereignis auszulösen. Es gibt also keinen Mechanismus, der besagt, dass Griechenland unweigerlich den Staatsbankrott erklären müsste, wenn es am Mittwochmorgen die IWF-Rate nicht überweist. Christine Lagarde hat dreißig Tage Zeit, die EU-Kommission und die EZB könnten die nicht gezahlte Rate komplett ignorieren, wenn sie dies denn wünschen.

Und hier bekommt die ganze Sache den entscheidenden Drive: Wenn die Griechen am nächsten Sonntag „für“ die Annahme der Forderungen der Institutionen stimmen, ist sehr wohl eine Wideraufnahme der Verhandlungen möglich. Wahrscheinlich wird dies von den Regierungen der Eurogruppe und der griechischen Opposition auch so kommuniziert werden. Es wird dann heißen: Griechenland stimmt ab, ob es im Euro bleiben will. Und eine Mehrheit der Griechen will im Euro bleiben. Alexis Tsipras hat seine Mitbürger aber explizit aufgefordert, „gegen“ die Annahme der Forderungen zu stimmen. Und es ist davon auszugehen, dass die Eurogruppe tatsächlich ihren „Plan B“ verabschiedet, wenn die Griechen die Forderungen ablehnen und ihrer Regierung den Rücken stärken. Was passiert aber, wenn die Griechen unter diesem gigantischen Druck von außen einknicken, und „für“ eine Annahme der Forderungen stimmen? Dann müsste Alexis Tsipras wohl oder übel Neuwahlen ausrufen. Und sollte er sich weigern, werden die „Institutionen“ Neuwahlen als Voraussetzung für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen bestimmen.

Eine Wahl, die keine ist

Die Griechen haben also folgende Wahl: Entweder sie stimmen „für“ die Annahme, dann kann die linke Syriza-Regierung als gescheitert angesehen werden, es wird Neuwahlen geben und die Austeritätspolitik wird fortgesetzt, wobei man je nach Wahlergebnis vielleicht sogar ein paar „Zuckerle“ verteilt. Oder sie stimmen „gegen“ die Annahme, dann wird „Plan B“ ausgelöst und Griechenland fliegt aus dem Euro und wird einer politischen wie wirtschaftlichen Krise epochalen Ausmaßes entgegenblicken, die dann nicht den eigentlichen Verantwortlichen in Brüssel und Berlin, sondern Syriza angehängt wird.

Wie könnte dieser Plan B denn aussehen? Nach den Verträgen von Maastricht kann man kein Land aus dem Euro werfen. Man kann Griechenland jedoch zwingen, den Euro zu verlassen. Sobald die EZB ihre ELA-Kredite einstellt, ist das griechische Bankensystem ausgetrocknet und de facto insolvent. Natürlich könnte Griechenland – so wie dies einige wenige Entwicklungsländer praktizieren – weiterhin den Euro als offizielle Währung behalten, ohne Banken wird dies jedoch für ein Industrieland unmöglich. Die Schaffung einer neuen Währung wäre der einzig gangbare Weg aus dieser Misere.

Mit dem Grexit fangen die Probleme jedoch erst an. Ein Staatsbankrott besagt ja nicht, dass der betreffende Staat seine Schulden danach los ist. Es kommt auf den Schuldenschnitt (Haircut) an. Selbst wenn die Gläubiger nun die Hälfte der Schulden abschreiben, ändert sich bezüglich der relativen Verschuldung für den griechischen Staat aber gar nichts, wenn die neue Währung um 50% abwertet. Der griechische Staat würde dann „Neue Drachmen“ über Steuern, Abgaben und Zölle einnehmen, müsste seine Schulden aber in Euro zurückzahlen. Sollte die „Neue Drachme“ um 50% abwerten, verdoppelt sich damit der relative Wert der Schulden. Und das betrifft nicht nur den Staat. Sämtliche Haushalte und Unternehmen, die offene Kredite im Ausland haben, werden mit dem Tag der Währungsumstellung relativ doppelt so hohe Schulden haben, da die Kredite ja weiterhin in Euro laufen, die Haushalte und Unternehmen (sofern sie nicht exportieren) aber nur „Neue Drachmen“ einnehmen. Der Staatsbankrott wäre nur der Anfang. Eine ganz Kaskade von Privat- und Unternehmensinsolvenzen wäre die Folge. Das ehemals wohlhabende Industrieland könnte dann als Schwellenland wieder neu anfangen. Eine solche Entwicklung hat es historisch in Friedenszeiten noch nie gegeben.

Eine echte Alternative haben die Griechen also nicht. Was Europa hier betreibt, ist eine Erpressung, wie es sie noch nie gegeben hat. Ein ohnehin schon gedemütigtes Volk hinterfragt das neoliberale Dogma und wird dafür gnadenlos bestraft. Demokratie, Solidarität, friedliches Zusammenleben, Fortschritt, Wohlstand – all dies waren die Säulen, auf denen ein gemeinsames Europa ursprünglich errichtet wurde. Sämtliche dieser Säulen gelten im modernen Europa nichts mehr. Europa ist tot.

Das katastrophale Ende des griechisch-europäischen Trauerspiels

gefunden bei Flassbeck Economics, Autor Heiner Flassbeck, 26. Juni 2015

Wer bisher nicht glauben wollte, dass die Gläubiger im Krisenfall den Schuldnern im Detail vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben, der hat jetzt die Gelegenheit zu lernen, dass Schuldner eigentlich keine Rechte mehr haben, sondern auf Gedeih und Verderb von den Gläubigern und deren Ideologien abhängen. Im Falle Griechenlands wird zur Zeit fast jedes Arbeitspapier veröffentlicht, so dass man sich selbst unmittelbar ein Bild von dem alltäglichen Irrsinn machen kann, der da hin- und hergeschoben wird.

Das „letzte“ Angebot der Gläubiger findet man hier, wobei schon die Terminologie und die Art und Weise, nach welchem Zeitplan das letzte Angebot entschieden und umgesetzt werden soll, eine unglaubliche Demütigung des Schuldners ist. Ein paar Stunden bleiben dem griechischen Parlament, um zuzustimmen, bevor die „Frist“ abläuft. Welche Frist eigentlich? Ist es nicht vollkommen gleich, ob am 1. Juli zurückgezahlt wird oder am 10 Juli, im Einvernehmen mit den Gläubigern, in dem Fall dem IWF?

Die formale Demütigung des Schuldners in den „Verhandlungen“ (man sollte statt Verhandlungen eher davon sprechen, dass hier übermächtige Gläubiger einen Schuldner fünf Monate lang am ausgestreckten Arm haben verhungern lassen) wird nur noch überboten von der materiellen Demütigung. Inhaltlich hat die Athener Regierung das genau nicht erreicht, was der Kern der Forderungen von SYRIZA war, nämlich die Möglichkeit, dem Land und der Wirtschaft neue Impulse zu geben. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es werden Steuern erhöht, Ausgaben gekürzt und die „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarktes wird weiter vorangetrieben. In einer Situation, wo der Einzelhandel eines Landes so am Boden liegt wie in Griechenland (siehe die unten stehende Abbildung aus unserem Konjunkturbericht von dieser Woche), ist schon der Gedanke an eine Mehrwertsteuererhöhung absurd.

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Auch Unternehmenssteuern zu erhöhen ist nicht sinnvoll in mitten der tiefsten Investitionskrise, die man sich vorstellen kann. Pikant ist allerdings, dass die Gläubiger, wie die Financial Times berichtet, darauf bestanden haben, die Unternehmenssteuer nur von 26 auf 28 Prozent zu erhöhen und nicht, wie von SYRIZA vorgeschlagen, auf 29 Prozent. Da dominiert dann doch der Glaube an die heilsame Wirkung von Angebotspolitik den naiven Versuch, so viel Steuern wie möglich einzutreiben, um mitten in der Rezession den Staatshaushalt zu konsolidieren.

Insgesamt gibt es wiederum – wie schon von 2010 bis heute – keinen Hauch einer Vorstellung davon, wie man die griechische Wirtschaft so anregen könnte, dass sie in der Lage wäre, ohne weitere Katastrophe bei den sozialen Bedingungen im Land die Primärüberschüsse (also Überschüsse der staatlichen Ausgaben über die Einnahmen ohne Zins- und Tilgungszahlungen), die jetzt angestrebt werden (von ein Prozent 2015 bis zu vier Prozent in vier Jahren), zu erreichen. Nicht eine Maßnahme in dem Papier kann eine depressionsgeschüttelte Wirtschaft wieder zu einem normalen Leben erwecken.

Damit haben sich, jenseits aller kleinteiligen Kompromisse, die Gläubiger und vorneweg Deutschland vollständig durchgesetzt. Sie haben ihre Ideologie von der Flexibilisierung, der Privatisierung und dem Rückzug des Staates ohne Rücksicht auf die konkrete Lage und die schlimmen Folgen der seit 2010 verschriebenen Flexibilisierungsmaßnahmen durchgedrückt. Das ist ein Ausmaß an Borniertheit, Ignoranz und Arroganz, das seinesgleichen sucht. Es ist das Ende des Europas, das einsichtige Politiker einst suchten, als sie nach den Wirren des Krieges den Menschen Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Welt machen wollten. Die Folgen werden verheerend sein, und das ganz sicher nicht nur für Griechenland.

Regime-Change in der Ukraine? Dr. Daniele Ganser

Den schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser schätze ich sehr. Seine Arbeit stellt für mich einen wichtigen Beitrag dar zur historischen Aufklärung und Verklärung bestimmter geschichtlicher Ereignisse. In diesem Vortrag in Berlin äußert er sich zum Thema Regimechange in der Vergangenheit und der Gegenwart. Wer sich mit seiner Arbeit beschäftigt, Interviews mit ihm verfolgt und das ein oder andere Buch von ihm gelesen hat, dem wird die Aufzählung der früheren Regimechanges in Chile, Argentinien, den USA, Afghanistan und anderen Ländern nicht fremd sein aber für den Unkundigen stellt sie eine gute Zusammenfassung und wirksamen Realitätscheck dar. Herr Ganser geht zum Beginn seines Vortrages auf die Situation in der Ukraine ein und erläutert, warum es sich seiner Meinung nach auch dort um einen Regimechange handelt und wer davon profitiert hat (und noch immer tut), dass jemand anders an die Macht gekommen ist. Dabei geht er ganz besonders auf das Imperium USA ein und wie diese geopolitische Interessen mit allen Mitteln durchsetzen (auch vor Kriegen schreckt man dabei nicht zurück).

Laut Herrn Ganser ist die internationale Politik eine vereinfachte Politik des bösen Mannes (Saddam Hussein, Bin Laden, Putin) und eine Geschichte für die Blöden. Wir sollten uns von solchen Schwarz-Weiß-Malerein nicht mehr verarschen lassen! Ausserdem spricht er von Medienkompetenz im 21. Jahrhundert und darüber, wie man sich gezielt und unabhängig zu bestimmten Themen informieren muss, anstatt darauf zu warten, dass einem die Nachrichten häppchenweise und vorgekaut am Abend serviert werden.

Ein gelungener und unterhaltsamer Vortrag, wie man dies von Herrn Ganser gewohnt ist!

Aufreger der Woche 2. April 2015

Fangen wir beim aktuellsten Thema an: Ostern. Da höre ich heute Morgen im Radio bei Bayern1, wie viele Eier der Deutsche pro Jahr verbraucht, wie der Verbrauch zur Osterzeit ansteigt, wie viele Eier so ein Huhn legen kann und welche Höchstleistungen diese armen Tiere verbringen müssen. Alles super, Friede Freude Eierkuchen und keine Erwähnung darüber, wie es in den Hühnerställen weltweit zu geht. Deswegen hier mal die Kurzfassung: Hühner, die fürs Eierlegen gehalten werden, sind naturgemäß nur dann von Nutzen, wenn sie weiblich sind. Da man das Geschlecht solch eines Eies (vielleicht noch) nicht vorherbestimmen beziehungsweise beeinflussen kann bedeutet dies, dass all die männlichen Küken nicht gebraucht werden. Schon mal drüber nachgedacht, was mit denen geschieht? Die werden lebendig geschreddert und kommen auf den Müll. Wenn sie Glück haben, werden sie vorher vergast. Hören wir also Zahlen darüber, wie viele Millionen Hühner in Deutschland für unseren Eierkonsum schuften (hab mir die Zahlen von heute Morgen leider nicht gemerkt) , sollten wir immer im Hinterkopf behalten, wie viele männliche Küken dafür ermordet wurden. (1)

Dann sehe ich in der Werbung vom Kaufland einige Osterdeko Vorschläge und muss mich schon wieder aufregen. Vom Unsinn des Eierfärbens mal ganz abgesehen wird da vorgeschlagen, die Eier auszublasen und mit kleineren Löchern zu versehen, um sie als Mini- Blumenvasen zu verwenden, weil das so toll ausschaut. Vielleicht sollten wir bei all dem Wahnsinn mal innehalten und darüber nachdenken, wo all die Lebensmittel herkommen, wie sie hergestellt werden und wie die Tiere dafür leiden müssen!

Weitere Neuigkeit heute: der zweite Flugschreiber der Germanwings Maschine wurde heute endlich gefunden (der erste wurde ja leider nur in Form einer leeren Hülle aufgefunden). Komisch, so wie uns in den letzten Tagen die Selbstmordgeschichte des Co-Piloten präsentiert wurde, hätte man meinen können, dass die Ermittler bereits über alle notwendigen Infos verfügen, um zu diesen schwerwiegenden Schlussfolgerungen zu gelangen. Taten sie aber nicht. Bisher konnte man nur vermuten und das haben BILD & Co. auch fleißig getan. Nur leider haben sie dabei vergessen zu erwähnen, dass es sich nur um Spekulation handelt. Nicht nur, dass sie der trauernden Familie des Co-Piloten damit noch mehr Schmerz zugefügt haben, den sie ohnehin schon über den Verlust ihres Familienmitglieds verspürt haben müssen. Nein, sie haben auch das Bild eines Mannes auf der Titelseite abgedruckt, der mit der Geschichte überhaupt nichts zu tun hat. Er ist kein Pilot und hat das Pech, dem Co-Piloten ähnlich zu sehen. Ob sich die BILD entschuldigt hat, ist mir nicht bekannt. Aber sieht so gewissenhafte und gründliche Recherche aus?!

Wenn dieser unprofessionelle Umgang mit der Flugzeug Katastrophe keine ernsthaften Folgen in der deutschen Medienlandschaft hervorruft, verliere ich den letzten Funken von Hoffnung für unsere Presse. Andere haben die Konsequenzen bereits vorweg genommen und die Sache in die eigene Hand genommen. Wie zum Bespiel unter Link 2 zu sehen ist, hat man Herrn Kai Diekmann (Verantwortlicher bei der BILD Zeitung) die gleiche Behandlung zukommen lassen, wie er und seine Journalisten Kollegen in den letzten Monaten öfter angewendet haben. Konsequenzen haben andere auch endlich gezogen und es werden immer mehr. Etliche Tankstellen, Postfilialen und Einkaufszentren stellen den Verkauf der BILD Zeitung ein und boykottieren diese Schmierfinke. Richtig so und bitte weiter so! (3, 4)

Obwohl wir noch keinen abschließenden Bericht darüber haben, was in der Germanwings Maschine passiert ist und was zum Absturz geführt hat und auch die Selbstmord Theorie mehr als unglaubwürdig ist, ist die Politik schon wieder fleißig dabei, hirnrissige Forderungen zu stellen. Und da sollte man sich fragen, ob das wirklich nur Schnellschüsse sind, weil man im Eifer des Gefechts mal wieder (wie so oft) in der deutschen Gründlichkeit und Unfähigkeit übers Ziel hinausschießt oder ob da nicht mehr dahinter steht.
Wenn zum Beispiel unser Innenminister heute mal wieder fordert, dass die Fluggastdaten gespeichert werden sollten und auf innereuropäischen Flügen wieder die Ausweise der Passagiere kontrolliert werden müssen. Wie bitte hätte dies den Absturz verhindern sollen? Nur mal so zur Erinnerung, Herr Thomas de Maiziére (CDU) fordert in regelmäßigen Abständen die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung, obwohl diese erst vom Bundesverfassungsgericht und dann auch von der EU als verfassungswidrig erklärt worden ist. Es gibt keine Beweise dafür, dass die Speicherung der Daten von Millionen von unbescholtenen Bürgern irgendwelche Verbrechen oder Terroranschläge verhindern würde, wie ja etliche Anschläge in der Vergangenheit gezeigt haben. Wir werden flächendeckend von der NSA ausspioniert und all die Daten werden gegen unseren Willen gespeichert und trotzdem wurde ein Bombenattentat auf den Bostoner Marathon nicht verhindert. Die Anschläge in Paris haben stattgefunden.

Es geht nicht um das Verhindern von Verbrechen und unsere Sicherheit, wie man uns glauben machen möchte. Es geht darum, unsere Freiheiten flächendeckend einzugrenzen und daher sind solche Tragödien leider immer der perfekte Zeitraum, die Trumpfkarte Sicherheit aus dem Ärmel zu ziehen. Wer mir nicht glaubt, sollte einfach mal beobachten, wann zukünftig solche Forderungen nach mehr Überwachung laut werden. Ihr werdet es sehen! Und wer sich schon etwas näher mit dieser Materie beschäftigt hat, wird mir zustimmen, dass der Patriot Act in den USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 das beste Beispiel dafür ist!

Während unsere Leidmedien in den letzten Tagen überaus beschäftigt damit waren, das Leben einer Piloten Familie zu zerstören, haben sie ganz andere, viel wichtigere Ereignisse „übersehen“. Oder wusstet Ihr, dass bereits seit Monaten verstärkt US amerikanische Truppen und Gerät durch ganz Europa bewegt werden? Es gibt unzählige Videos von Militärkonvois in Europa (5) und die US Streitkräfte machen selbst keinen Hehl daraus, dass sie momentan mit enorm vielen Panzern und anderem Gerät unterwegs sind. Dabei sind sie auf ihrem „Dragoon Ride“ (6, 7) angeblich von Litauen auf den Weg zurück zur Basis in Deutschland. Komisch nur, dass wir vorher gar nichts davon gehört haben, als sie sich in Bewegung gesetzt haben. Woher wissen wir, dass all das (angeblich für NATO Übungen) angereiste Material (8) wieder abgezogen wird und nicht irgendwo anders eingesetzt wird?

Hat sich eigentlich jemand mal mit der Frage beschäftigt, warum das alles für uns total normal ist und nicht hinterfragt wird? Stellen wir uns doch mal die Situation vor, dass es sich hierbei um russische Streitkräfte handeln würde, die sich auf Werbetour durch Europa befänden. Der Aufschrei wäre enorm! Aber immer mit der Ruhe, es handelt sich nicht um den Agressor Russland. Nein wir sprechen von Amerika, der aggressivsten Nation der Welt, die sich momentan laut Angaben von Präsident Obama mit 14 Staaten im Krieg befindet (9), obwohl keines dieser Länder Amerika je angegriffen hat! Und der Rest der Welt hängt durch die NATO mit drin. Erst Recht Deutschland, von dessen Boden amerikanische Drohnen in Richtung Süden abheben, um Terrorverdächtige plus Unschuldige in Form von Kollateralschäden ohne Gerichtsverhandlungen zu töten. Verteidigen wir hier eigentlich noch unsere westlichen Werte und stehen für Demokratie und Menschenrechte ein oder geht es hier vielleicht doch nur um Wirtschaftsinteressen?! Und wie lange schauen wir uns das noch tatenlos mit an?

Quellen:
(1) https://www.youtube.com/watch?v=1SQYqIWWK4U
(2) http://www.spuelgel.de/was-du-nicht-willst-das-man-dir-tu-das-fueg-auch-keinem-andern-zu/
(3) http://www.rtdeutsch.com/15704/inland/nach-germanwings-berichterstattung-boykottkampagne-gegen-die-bild-zeitung-weitet-sich-aus/
(4) http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.rutesheim-boykott-der-bild-zeitung-sorgt-bundesweit-fuer-aufsehen.22bd6f2f-cf6d-401c-945e-579002669128.html
(5) https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Nozcf_-YNhI (Rumänien)
(6) https://www.youtube.com/watch?v=f_HUIOTaXtg Dragoon Ride RT
(7) http://edition.cnn.com/2015/03/25/europe/gallery/dragoon-ride/
(8) http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/kriegsmaterial-bremerhaven100.html
(9) http://n8waechter.info/2015/01/in-wie-vielen-kriegen-sind-die-usa-aktuell-involviert/

Serie: organisierter Terror der NATO in Europa_Belgien

Teil 3: Belgien (Buch Seiten 201 bis235)

nato geheimarmeenDer Schweizer Daniele Ganser befasste sich im Rahmen seiner Doktorarbeit im Fachgebiet Geschichte mit dem Phänomen Gladio und schaffte es durch Einblicknahme in (parlamentarische) Untersuchungsberichte, Zeugenaussagen und teilweise veröffentlichte Dokumente aus den Geheimdienstarchiven ein Bild davon zu zeichnen, wie es ein Netz aus Geheimdiensten, Militärs und wenigen eingeweihten Politikern schaffte, Europa politisch aber auch militärisch und gesellschaftlich zu beeinflussen und in eine den USA angenehme Richtung zu lenken.

Auch in Belgien hat die Geheimarmee ihren Ursprung im zweiten Weltkrieg. Nach der Besetzung des Landes durch deutsche Truppen floh die belgische Regierung nach London und agierte im Exil. Dort entwickelten sich enge Kontakte zu britischen Militärs und den britischen Spezialeinheiten SOE gelang es 1942, Waffen über Belgien abzuwerfen und Agenten ins Land zu schmuggeln. Diese halfen beim Aufbau und der Ausbildung der Geheimarmee, führten Sabotageakte gegen die deutschen Besatzer durch und sammelten Informationen, die per Funk nach London weitergegeben wurden. Nach Ende des Krieges konnte die Geheimarmee bereits auf ein recht gutes Netzwerk zurück blicken und wurde von britischen und amerikanischen Geheimdiensten bewundert.

Das stay-behind Netzwerk der Belgier bestand aus zwei Abteilungen. Zum einen der militärische Zweig im militärischen Geheimdienst, dessen Mitglieder in Nahkampf, Fallschirmspringen und Marineoperationen ausgebildete Militärs waren. Ihre Aufgaben bestanden im Sammeln von Informationen, der Organisation von Evakuierungswegen und der sicheren Begleitung der Regierung ins Ausland, sollte es jemals wieder zu einer Besetzung des Landes kommen. Der zivile Zweig des Netzwerks war im Justizministerium angesiedelt und deren Mitglieder waren Techniker, ausgebildet zur Bedienung von Funkanlagen. Rekrutiert wurden bevorzugt Menschen mit starken religiösen Überzeugungen, um zu garantieren, dass sie dem Kommunismus kritisch gegenüber standen.

Wie auch in anderen europäischen Ländern waren nach Ende des zweiten Weltkrieges die USA und Großbritannien auch in Belgien über die Stärke der belgischen Kommunisten besorgt, die sich aufgrund ihrer Widerstandstätigkeiten im Krieg einer hohen Beliebtheit beim Volk erfreuten. Oberstes Ziel der Amerikaner und Briten war es daher, die Polizei schnellstmöglich zu bewaffnen und den Widerstand zu entwaffnen. Die charismatische Führerfigur der Kommunisten Julian Lahaut wurde während des Krieges von den Deutschen gefangen genommen; nach seiner Befreiung 1945 wurde er zum Ehrenvorsitzenden der belgischen Kommunisten ernannt. Er agierte offen gegen die Rückkehr des belgischen Königs Léopold, den er als Marionette der Rechten und der USA betrachtete. Als Prinz Baudouin nach Belgien zurückkehrte und 1950 als zukünftiger König seinen Eid ablegte, rief Lahaut laut im Parlament „Lang lebe die Republik“. Zwei Wochen später wurde er am 18. August vor seinem Haus erschossen.

Zu dieser Zeit war der Aufbau des stay-behind Netzwerkes bereits in vollem Gange. Der Chef des britischen MI6, Stewart Menzies schrieb im Januar 1949 einen Brief an den Premierminister Paul Henri Spaak und drängte darauf, die bisherige gute geheime Zusammenarbeit weiterzuführen. Er bot Hilfe bei Fragen der Ausbildung und Material und verwies darauf, dass bereits Ausbildungsstätten für Offiziere vorbereitet wurden. Weiterhin bat er Spaak, diesen Brief vor allem auch gegenüber der CIA geheim zu halten.

Die CIA war ihm allerdings zuvor gekommen und hatte Spaak bereits kontaktiert und so bat Spaak beide Dienste um eine Kooperation. Daraufhin gründeten alle drei Parteien die Organisation „Tripartite Meeting Belgium (TMB)“ und Spaak wurde zur Belohnung 1957 zum NATO Generalsekretär ernannt. Solche Organisationen wurden auch in anderen Ländern gegründet (Niederlande, Frankreich) und zusätzlich dazu gründete man am 17. März 1948 das Western Union Clandestine Committee (WUCC), welches als geheimes Gladio Kommunikationszentrum diente, in dem 5 Nationen einen Sitz hatten: Großbritannien, Belgien, Niederlande, Luxemburg und Frankreich. Ziel war es, im Falle einer sowjetischen Bedrohung Europas vorbereitet zu sein. Ein weiteres Ziel von WUCC war es auch, „Mechanismen zu entwickeln, die es ermöglichten, kommunistische Kandidaten aus dem Kommando politischer Einrichtungen zu entfernen.“ (Seite 207).

Das Need-to-know-Prinzip wurde bei den Beziehungen der Ausbilder zu ihren Agenten rigoros angewendet. So kannten die Ausbilder ihre Agenten, aber nicht die Agenten anderer Ausbilder und natürlich auch umgekehrt. Auch untereinander kannten sich die Agenten nicht. Auf diesem Wege wurde die Verschwiegenheit des Netzwerkes sichergestellt. Wie bei den stay-behinds anderer Länder auch verfügte man in Belgien über geheime Waffenverstecke und hatte somit Zugriff auf Waffen, Munition, Goldmünzen und Sprengstoff. Außerdem waren alle stay-behind Netzwerke mit modernsten „HARPOON“ Kommunikationszentren ausgerüstet, die von der deutschen Firma AEG-Telefunken bereitgestellt wurden. Ein ehemaliges Mitglied der Geheimarmee erklärte später, dass die Identität der „Gladiatoren“ streng geheim war und nur dem CIA und dem MI6 bekannt war, die eine Akte über jedes Mitglied führten. Sogar die Fingerabdrücke waren dort vermerkt, neben Lebenslauf, Name (verwendet wurden in der Praxis nur Decknamen), Adresse, Beruf, Familie etc.

Es fanden regelmäßige Übungen in Belgien aber auch im Ausland statt. Einige davon mit U-Booten auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika, wo man mit der französischen stay-behind Armee trainierte. Dabei wurden oft sowjetische Schiffe bei der Anlieferung in bestimmten Häfen beobachtet. Diese Übungen fanden angeblich bis 1990 statt. Ziel dieser internationalen Übungen war vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen nationalen Gladio Armeen. Geübt wurde zum Beispiel die Ausschleusung abgeschossener Piloten oder ausländischer Agenten, di e unbemerkt über mehrere Ländergrenzen hinweg u.a. von Norwegen nach Italien geschleust wurden, ohne einmal vom Zoll oder von der Polizei kontrolliert worden zu sein.
Der Untersuchungsausschuss des belgischen Parlaments, der später mit der Aufklärung des stay-behind Netzwerks betraut wurde, ermittelte dass Angehörige der Geheimarmee von einer Ausbildung bei Spezialeinheiten in Amerika profitierten und an NATO Übungen teilnahmen und bemerkten zu Recht, dass die USA somit über ein wichtiges Instrument verfügten, das es ihnen ermöglichte, auf die einheimische Situation eines Landes in ihrem Einflussbereich einzuwirken. Die äußerst heikle Frage zu Gladio in Europa ist demnach noch heute: „Haben die Vereinigten Staaten dieses Instrument eingesetzt, obschon es in Westeuropa keine Invasion der Sowjetunion gab? Hat die belgische Gladio ihre Waffen und Sprengstoffe auch zu Friedenszeiten benutzt oder half sie geheimen rechtsgerichteten Gruppen, die sich an derartigen militärischen Aktionen zu beteiligten? (Seite 218)

Diese Frage konnte nach Abschluss der Untersuchungen bejaht werden. Es gibt mindestens einen rekonstruierten Fall, den Vielsalm-Vorfall. Dabei griffen US Marines die Polizeistation des verschlafenen Ortes Vielsalm an wobei ein Polizeibeamter getötet wurde. Der Angriff war Teil einer regelmäßig stattfindenden Übung zwischen US Spezialeinheiten und der belgischen Geheimarmee und wurde monatelang als das Werk gewöhnlicher Krimineller oder Terroristen dargestellt. Ein Mitglied der Geheimarmee hat 1990 vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss ausgesagt, dass es neben Vielsalm auch weitere Übungen mit den Amerikanern gegeben habe. Die belgischen Behörden verwischten nach diesen Aktionen die Spuren und heikle Fragen wurden nicht beantwortet, teilweise nicht einmal offiziell gestellt.

Nach dem Anschlag von Vielsalm tauchten die gestohlenen Waffen aus dem Polizeipräsidium bei einer Gruppe von Linken auf, die für das Verbrechen verantwortlich gemacht werden sollten, berichtet der Journalist René Haquin in einer Dokumentation über die Geheimarmee. Ziel war es u.a. auch, bei der Bevölkerung den Eindruck zu erwecken, dass man in Belgien vor einer kommunistischen Revolution stehe und so versuchte man, die Kommunisten zu diskreditieren. Man spricht von Anschlägen unter falscher Flagge „false flag“. Bestätigt wurde diese These, als aufgedeckt wurde, dass die angeblich kommunistische Terrorgruppe Cellules Communistes Combattantes CCC in Wirklichkeit von Rechten aufgebaut wurde. Anführer der CCC war Pierre Carette, dem man nach dessen Verhaftung nachweisen konnte, in Verbindung mit der extremen Rechten zu stehen.

Für die Belgier ist die Rolle der Geheimarmee eine zentrale Frage, steht sie doch im Verdacht, mit den Brabant-Anschlägen in Verbindung zu stehen, die Belgien in den 80er Jahren in Angst und Schrecken versetzten. Die Anschläge zählen zu den schlimmsten Fällen von Terrorismus in Westeuropa. 16 bewaffnete Anschläge werden unter dem Begriff Brabant-Anschläge zusammengefasst, bei denen 28 Menschen starben und unzählige verletzt wurden. Die Anschläge sollten das Land in einen Schock Zustand versetzen und Angst unter der Bevölkerung verbreiten. Es handelte sich um willkürliche Angriffe auf ein Lebensmittelgeschäft, Restaurants, einen Taxifahrer, Juweliergeschäfte, eine Textilfabrik und verschiedene Supermärkte. Auffällig war, dass nur extrem wenig Bargeld erbeutet wurde, während enorme Brutalität und Professionalität im Spiel waren. Die Täter sind bis heute unbekannt. Zeugenaussagen beschreiben extrem professionelle Täter im Umgang mit den Waffen, ihrer Präzision und Unbekümmertheit. Ein Grund, warum die Verbrechen niemals aufgeklärt werden konnten ist u.a. auch dem Umstand geschuldet, dass die beiden Abteilungen des stay-behind Netzwerkes nie ihre Mitglieder preis gaben und somit auch nicht mit verdächtigen Personen und Zeugenaussagen abgeglichen werden konnten.

Ein belgischer parlamentarischer Bericht über die Massaker von Brabant wurde 1990 nur Monate vor der Entdeckung der belgischen Geheimarmee veröffentlicht. „Nach dem Bericht waren die Killer Mitglieder oder ehemalige Mitglieder der Sicherheitsdienste – Rechtsextreme, die den Schutz von hoher Ebene genossen und die einen Putsch der Rechten vorbereiteten. Es wird nun angenommen, dass die Morde von Brabant Teil einer Verschwörung zur Destabilisierung des belgischen demokratischen Regimes waren, möglicherweise um den Boden für einen rechtsradikalen Staatsstreich zu bereiten. Der terroristischen Linie folgten getarnte Leute, die dem Sicherheitsapparat angehörten, oder Leute, die dem Staatsapparat durch ein gutes Verhältnis oder durch Zusammenarbeit verbunden waren.“ (Seite 229). „Rechtsextreme Organisationen in ganz Westeuropa wurden für den Kampf als Teil einer antikommunistischen Strategie mobilisiert. Sie stammten nicht aus Organisationen, die vom Staat abwichen, sondern aus dem Staat selbst und – ganz besonders – mitten aus dem Umkreis der staatlichen Verbindungen zur Atlantischen Allianz.“ (Seite 229)

Mitglieder beziehungsweise ehemalige Mitglieder der rechtsextremen Organisation WNP wurden später bezüglich der Brabant Anschläge befragt und verschiedene Mitglieder bekannten sich zu den Anschlägen. Ein Ex-Mitglied und ehemaliger Gendarm bestätigte, dass die Geheimarmee verwickelt war um die belgische Linke zu diskreditieren. Auf die Frage, ob dieser Terror von der Administration des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan unterstützt oder angeregt wurde, sagte das Mitglied Michel Libert aus, dass sein Chef (Paul Latinus) in engem Kontakt mit den USA gestanden habe. Ein belgischer Senator stellte abschließend fest, dass „die Terroranschläge in Brabant das Werk ausländischer Regierungen oder von Geheimdiensten, die für Ausländer arbeiteten, waren, mit dem Ziel, die demokratische Gesellschaft zu destabilisieren.“ (Seite 234)

Paul Latinus gestand später Journalisten gegenüber, dass er von amerikanischen militärischen Geheimdiensten aufgefordert wurde, seine Organisation (WNP) aufzubauen. Er wurde wegen der Brabant Anschläge verhaftet, konnte aber leider nicht mehr aussagen, weil er am 24. April 1985 in seiner Zelle an einem Telefonkabel erhängt aufgefunden wurde.

Fazit: Mit Hilfe der Geheimarmee hat der amerikanische Geheimdienst nicht nur Einfluss auf die Innenpolitik Belgiens genommen (Diskreditierung der Kommunisten), sondern auch kriegerische Akte verübt (Vielsalm) oder in Auftrag gegeben (Brabant).

Aufreger der Woche

Und das am Sonntag!

Wie man bei sowas als friedlebender Mensch noch ruhig und friedlich bleiben soll, ist mir ein Rätsel. Da steht so ein Schnösel vor der Presse und verkündet offen und unverhohlen die Interessen der amerikanischen Außenpolitik. Für die unzählig viele Menschen ihr Leben lassen mussten (und auch weiterhin tun werden). Und nicht etwa, weil ihre Länder aufgrund einer realen Gefahr angegriffen werden mussten, sondern einfach nur, um sich Ressourcen zu sichern, strategisch wichtige Nachbarländer zu stärken oder zu schwächen oder um einfach nur präsent zu sein, um sich zukünftige Interessen zu sichern.

George Friedman erklärt in seiner arroganten Art, wie wichtig es ist, die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland zu schwächen und da erscheint es doch als besonders perfide, dass unsere Bundesmutti noch immer an den Russlandsanktionen festhält, obwohl es eigentlich gar keinen Grund mehr dafür gibt (eigentlich noch nie gegeben hat). Während die USA ihre wirtschaftlichen Beziehungen mit Russland gerade in dieser Zeit verstärkt haben und einen Reibach machen, schadet Europa brav seinen eigenen Volkswirtschaften. Dämlicher gehts nimmer!

MH 17 – Abschuss durch ukrainische SU 25 ist bewiesen

Von Peter Haisenko; Original hier: http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2015/mh-17-abschuss-durch-ukrainische-su-25-ist-bewiesen/?fb_action_ids=1054199061262857&fb_action_types=og.likes

Der eine mags glauben, der andere nicht. Was ich hundertprozentig weiß ist, dass die Medien darüber wohl nicht berichten werden. Nicht mal als Möglichkeit wird man es in Betracht ziehen. Paßt ihnen ja nicht wirklich ins Konzept vom bösen Russland und dem Rest der Welt in der Opferrolle…. Kann sein dass die Links durchs Kopieren hier bei mir nicht funktionieren. In diesem Fall bitte dem Link zum Original folgen.

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Der erste „Bericht“ der holländischen Kommission zum Absturz der MH 17 über der Ostukraine war beschämend nichtssagend. Er konnte sich auch nicht auf Fakten stützen, die nur belegt werden können, wenn die Wrackteile ordentlich untersucht werden. Ein Teil der Flugzeugreste ist seit einigen Monaten nach Holland gebracht worden und jetzt lässt sich zweifelsfrei belegen, was an diesem schrecklichen 17. Juli 2014 geschehen ist: Die „Haisenko-Analyse“ ist vollständig bestätigt.

Ich nehme das Ergebnis der neuesten Analysen der Wrackteile vorweg: Eine oder auch zwei ukrainische SU 25 haben zuerst aus einigen Kilometer Entfernung eine Luft-Luft-Rakete vom Typ R 60M von hinten auf die Boeing abgefeuert und den rechten Motor getroffen ebenso, wie Schrapnelle dieser Angriffswaffe im unteren mittleren Rumpf eingeschlagen sind. Die Piloten der MH 17 wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, was ihrem Flugzeug passiert ist. Sie konnten es nicht wissen, denn der Schaden und seine Ursache lagen außerhalb ihres Sichtbereichs. Die Boeing hat dann die Geschwindigkeit drastisch reduziert, wie es die Physik verlangt, wenn ein Motor ausgefallen ist.

Die MH 17 bekommt den Fangschuss

Wenige Sekunden später begann dann der direkte Beschuss von rechts hinten, der den Flügel streifte, die vordere Sektion – und hier vor allem das Cockpit – traf und die Piloten sofort tötete. Wie jetzt durch die Untersuchung der Wrackteile belegt ist, fand dieser Beschuss statt mit der zweiläufigen 30-mm-Kanone einer SU 25, Typ GSch-302 /AO-17A, aus einer Entfernung von etwa 500 Metern. Obwohl die Piloten bereits tot waren, ist die B 777 nicht sofort abgestürzt, sondern mit niedriger Geschwindigkeit steuerlos in einer Sinkflugkurve weitergeflogen. Daraufhin erfolgte ein zweiter Anflug der SU 25 und Beschuss der vorderen Sektion von der anderen Seite.

Dieser zweite direkte Angriff führte zum Auseinanderbrechen der Struktur. Das Cockpit und Teile der vorderen Sektion fielen der Schwerkraft folgend nahezu senkrecht zu Boden, während der mittlere und hintere Teil mit dem Flügel erst in etwa 25 Kilometer Entfernung auf dem Boden aufschlug. Um die volle Grausamkeit dieses Massenmordes zu illustrieren stelle ich hier fest, dass die Mehrzahl der Passagiere mit höchster Wahrscheinlichkeit den gesamten Vorgang bei vollem Bewusstsein miterleben mussten. Seit einigen Monaten liegt der Augenzeugenbericht eines Bodenmitarbeiters der ukrainischen Luftwaffe vor, der den Piloten der SU 25 nach der Landung als völlig verstört beschreibt. Er hat gestammelt, dass „es das falsche Flugzeug war“. Dazu später mehr.

Leider sind die Wrackteile der MH 17 unvollständig. Besonders Teile der vorderen Sektion, die die deutlichsten Spuren von Beschuss aufweisen, sind wohl beiseite geschafft und vernichtet worden. Aber Fotos auch dieser Teile existieren und können begutachtet werden. Nach der jetzigen Beweislage darf die Annahme als gesichert angesehen werden, dass es die ukrainische Armee war, die die Feuerpause um die Absturzstelle nicht eingehalten hat, um die Beweise für ihre Schuld vernichten zu können. Was aber gesichert werden konnte reicht völlig aus, den Beschuss durch eine SU 25 zweifelsfrei zu beweisen. Im Folgenden beschreibe ich auszugsweise die Beweislage, die auch einen Abschuss durch eine Boden-Luft-Rakete ausschließt.

Die Beweiskette

Beginnen wir mit dem Erstbeschuss durch eine Luft-Luft-Rakete R 60M. In der Struktur der Außenhaut nahe der Tür zwei wurde ein Teil gefunden, das nur der R 60M entstammen kann. Siehe Fotos. Ein solches Teil ist „boeing-fremd“, kann auch nicht dem Gepäck eines Passagiers entstammen und somit ist der Erstbeschuss durch eine Luft-Luft-Rakete allein dadurch zweifelsfrei nachgewiesen. Bilder durch Anklicken vergrößern.

Das Fragment aus der R 60M-Luft-Luft-Rakete
Schnittbild einer R 60M
An dieser Stelle ist das Teil in der R 60M verbaut, das in der MH 17 gefunden wurde
Durch Anklicken als PDF herunterladen

Dieser Beschuss hat bereits die Elektronik der B 777 massiv gestört und es gab keine Zeit für die Piloten, die Funktion wiederherzustellen oder Notrufe zu senden, denn nur sieben Sekunden später folgte der direkte Beschuss, deren Beweise nun folgen und die sind vielfältig. Zunächst ist hier das Foto des Cockpit-Fragments zu nennen, auf das ich meine erste Analyse gestützt habe. Dieses Bild beweist bereits, dass MH 17 von einem Kampfflugzeug beschossen worden ist.

Der gezielte Mord am Kapitän

Dann die Pilotensitze und die Leiche des Kapitäns. Diese weist im Brustbereich mehrere runde Löcher auf. Weitere Fotos von Flugzeugfragmenten weisen Löcher und Beschädigungen auf, die nur durch direkten Beschuss entstanden sein können. Die unterschiedliche Form und Größe der Einschusslöcher sind durch unterschiedliche Beschusswinkel entstanden. An den Rändern der Einschusslöcher können Kupfer- und Schmierstoffspuren nachgewiesen werden, die nur von Geschossen der SU 25 stammen können.

Wie sich die Fragmente im Flugzeug einpassen
Teil des Cockpit-Dachs
ACHTUNG! Dieses Bild ist nur für starke Nerven! Die Leiche des Kapitäns, notdürftig abgedeckt mit einer Plastikplane.
Die Einschüsse im Sitz des Kapitäns
Eine Streugarbe in der Sequenz
Derartige Beschädigungen können nicht von einem BUK-System stammen, wie auch die weiteren Bilder zeigen.
Der Triebwerkseinlass des rechten Motors zeigt Spuren des Beschusses
Angriffswinkel des ersten direkten Beschusses

Beachtung sollte auch das Fragment finden, das die Umrandung eines Triebwerkseinlasses zeigt. Es belegt unter anderem den Angriffswinkel des ersten direkten Beschusses von rechts hinten. Siehe Grafik.

Zweifel sind ausgeschlossen

Nachdem der Beschuss der MH 17 durch eine ukrainische SU 25 unzweifelhaft nachgewiesen ist, erübrigt es sich darauf näher einzugehen, warum ein Beschuss mit einer Boden-Luft-Rakete vom Typ BUK auszuschließen ist. Ich weise nur darauf hin, dass an keinem Trümmerteil der MH 17 eine Beschädigung zu finden ist, die durch eine BUK entstanden sein kann. Wer hier immer noch zweifelt, der möge sich den ausführlichen Bericht hier ansehen, der im Übrigen vollständig der frühen Analyse von Bernd Biedermann entspricht. Bernd Biedermann war Oberst der NVA und darf als Experte für das BUK-System zitiert werden.

Wer sollte wirklich umgebracht werden?

Die Beweise liegen also vor, dass die MH 17 vorsätzlich und wahrscheinlich von langer Hand geplant und vorbereitet von einer ukrainischen SU 25 abgeschossen worden ist. Doch nun zu der Aussage des SU 25-Piloten: Es war das falsche Flugzeug. Von Anfang an kursierte die These, dass dieser Angriff eigentlich dem Flugzeug Putins galt, das tatsächlich zeitgleich einige hundert Kilometer nördlich geflogen ist. Wir wissen, dass Frau Timoschenko am liebsten Putin mit einer Kalaschnikow erschießen wollte. Aus gesicherter Quelle habe ich erfahren, dass der Journalistenstab und die Redakteure des Bayrischen Rundfunks von der These überzeugt sind, dass Putin abgeschossen werden sollte. Sie dürfen ihre Überzeugung nicht publizieren. (Pressefreiheit???)

Also habe ich versucht, den Originalflugplan von Putins Maschine zu erhalten. Meine diesbezügliche Anfrage an das BFS (Bundesamt für Flugsicherung) wurde abgelehnt und zwar mit dem Argument, das man eigentlich nur von der US-Regierung kennt: Nationale Sicherheit! Dazu muss man wissen, dass ein Flug auf einer bestimmten Route geplant wird, diese jedoch während des Fluges geändert werden kann und – man kann sagen in 100 Prozent aller Flüge – geändert wird. Wenn also der Originalflugplan von Putins Maschine über die Ukraine geführt hat – und dafür spricht einiges – dann hat dieser Angriff mit höchster Wahrscheinlichkeit tatsächlich Putin gegolten.

Das falsche Flugzeug am falschen Ort

Es war dann das Unglück der 298 Insassen der MH 17, dass Putins Maschine den Weg über Polen gewählt hat. Zum weiteren Verständnis: Für den Pilot der Su 25 war es nahezu unmöglich zu erkennen, ob es sich bei seinem Ziel um eine B 777 oder Putins IL 96 gehandelt hat. Er hat seinen ersten Angriff mit der Luft-Luft-Rakete aus etwa sechs Kilometer hinter der Maschine gestartet; unter Zeitdruck, denn das Flugzeug drohte in wenigen Minuten in russischen Luftraum einzufliegen. Aus dieser Position kann er nicht unterscheiden, ob er eine Boeing 777 oder eine IL 96 vor sich hat. Er kann nicht einmal unterscheiden – zum Beispiel an den Kondensstreifen – ob er ein zwei- oder viermotoriges Flugzeug vor sich hat.

Der gesamte Vorgang um die MH 17 erhält so eine völlig neue Dimension. Die Aussage des ukrainischen SU 25-Piloten wird schlüssig. Es gab auch keine Alternative für den Pilot, nachdem er den ersten Schuss auf die MH 17 abgegeben hat, seinen tragischen Irrtum möglicherweise sogar erkannt hat und die Boeing noch flugfähig war – mit lebendigen Piloten im Cockpit. Man muss sich nur vorstellen, was die Folgen gewesen wären, wenn die angeschossene MH 17 auf irgendeinem Flughafen eine Notlandung erfolgreich durchgeführt hätte. Der Beweis für den Angriff wäre unwiderlegbar gewesen, inklusive der Zeugenaussagen der Überlebenden. Dieser unwiderlegbare Beweis für die Schandtat der ukrainischen Seite musste verhindert, zerstört werden.

Das Dilemma des Westens und der NATO

Ich stelle zusammenfassend fest: Das ungeheuerliche Verbrechen, eine zivile Passagiermaschine mit 298 Menschen an Bord abzuschiessen, ist aufgeklärt. Dass die Verantwortlichen dafür zumindest im Umfeld der Kiew-Regierung zu finden sind, steht fest. Um aufzuklären, ob dieses Verbrechen tatsächlich Putin direkt gegolten hat, muss der Originalflugplan von Putins Maschine offengelegt werden. Ich bitte an dieser Stelle darum, dass sich jeder, der die Möglichkeit hat, darum bemühen sollte, diesen Flugplan offenzulegen. Er kann ihn mir anonym zukommen lassen, ich sichere als Journalist Informantenschutz zu.

Man darf jetzt gespannt sein, wie lange die Öffentlichkeit weiterhin auch von unserer Regierung belogen wird. Natürlich ist der „Westen“ in einer prekären Lage. Die gesamte Haltung zur Kiew-Regierung muss in ihr Gegenteil verkehrt, die Bestrafung der Schuldigen gefordert werden. Alle westlichen Regierungen und großen Zeitungen/Fernsehanstalten müssen sich bei Russland/Putin in aller Form entschuldigen und selbstverständlich sämtliche Sanktionen mit sofortiger Wirkung aufgehoben werden. Wie gesagt, man darf gespannt sein, wie lange der Westen seine Lügen zu MH 17 aufrechterhalten wird, nachdem die Beweislage nun unzweifelhaft vorliegt.

Nachsatz, wichtig: Angesichts dessen, dass der Eindruck entstehen muss, dass unsere Regierung offensichtlich auch im Fall Ukraine/MH 17 nicht wirklich frei handlungsfähig ist, haben wir eine Petition gestartet, zur Wiedererlangung der vollständigen Souveränität Deutschlands. Wir bitten Sie, diese zu unterstützen und zu unterzeichnen, damit sich der Bundestag mit diesem Thema beschäftigen muss. Klicken Sie auf den Button rechts oben oder direkt HIER.

Hier können Sie einen ausführlichen Bericht einsehen, mit weiterführenden Details, allerdings in englisch und einer schlechten Übersetzung des Originals. http://www.globalresearch.ca/how-the-malaysian-airlines-mh17-boeing-was-shot-down-examination-of-the-wreckage/5435094

Boris Nemzow oder Schlimmer geht’s nimmer!

Boris Nemzow ist tot. Was wir über ihn wissen ist nicht viel, aber das wenige reicht aus, um ihn in unseren Medien zum Märtyrer werden zu lassen. Er war also in der Opposition zur russischen Regierung. Da schrillen bei den ersten schon die Alarmglocken. Er war Kremlgegner. Der Kreis der möglichen Tatverdächtigen verkleinert sich unaufhörlich. Er hat kurz vor seinem Tod die Ukrainepolitik von Wladimir Putin kritisiert. Bazinga! Na dann wissen wir ja sofort, wer es gewesen ist!

Nur um das klar zu stellen, ich weiß nicht, wer Nemzow umlegt hat. Genauso wenig wissen es die anderen, die schon fleißig mit dem Zeigefinger Richtung Kreml und Putin zeigen. Auf der Titelseite der britischen SUN stand es schon groß zu lesen, Putin wars! Genauso wie im Fall des Flugzeugabsturzes von MH17 wissen wir noch gar nichts, aber der Schuldige steht bereits fest.

Wenn ich in den letzten Monaten eins gelernt habe, dann ist es folgendes: Haben sich die Medien derartig auf ein Ereignis eingeschossen und berichten ausführlich und wiederkehrend darüber, dass es noch keine Erkenntnisse gibt, man aber VERMUTET, dass Nemzow wegen seiner kremlkritischen Aussagen umgebracht wurde, dann ist etwas gehörig faul an der Geschichte. Mich würde es nicht wundern, wenn wir bald wieder irgendwo einen „verlorenen“ Reisepass finden würden. Es gibt aber wieder einige ungeklärte Fragen. Angeblich fürchtete Nemzow schon seit längerem um sein Leben. Warum treibt er sich dann mitten in der Nacht ungeschützt auf der Strasse rum? Er hatte seine fast 30 Jahre jüngere Geliebte dabei, die aber von der Polizei momentan NICHT als wichtige Zeugin vernommen wird, obwohl sie doch eventuell Auskunft darüber geben könnte, wer auf ihren Begleiter geschossen hat.

Was mich an der ganzen Geschichte am meisten aufregt, ist mal wieder die verlogene Reaktion unserer Politiker. Frau Merkel kriegt man ja kaum dazu, sich zu innenpolitischen Themen zu äußern, aber sie musste ihren Senf zum Nemzow Mord dazugeben und verlautbarte, dass sie hofft, dass die Täter bald gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden. Toll Angela! Ich warte noch auf Deinen Kommentar zum Thema MH17 und Deine Engagement wenn es um die Aufklärung des Absturzes geht. Und ich glaube ich habe auch Deinen dringenden Wunsch nach Aufklärung verpasst, als in Mexiko eine Gruppe Studenten verschwand und Monate später tot aufgefunden wurde. Hast Du hier nach Aufklärung gerufen? Bitter erinnere mich, es ist schon eine Weile her, vielleicht habe ich es nur vergessen.

Glaubt die westliche Welt eigentlich, dass Wladimir Putin so dämlich wäre, einen Regierungskritiker so dicht am Kreml ermorden zu lassen? Der KGB scheint eben doch die schlaueren Leute zu haben, da kommt der CIA mit seinen Schussligkeitsfehlern lange nicht heran.

Wer mal andere Meinungen als die unserer Medien hören möchte oder sich ein differenziertes Bild machen möchte, hier ein paar Links:
http://de.sputniknews.com/politik/20150301/301316825.html

https://www.facebook.com/Infoseite.zu.Christoph.Hoerstel/photos/a.443332172376058.95320.186257908083487/914489628593641/?type=1&theater (britische Sun mit Putin Cover)