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Jürgen Todenhöfer: Wer weint schon um Afghanistan?

Quelle: https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/posts/10152589781675838

Wer weint schon um Afghanistan?
HIER SIND DIE FAKTEN, DIE UNS DIE POLITIKER VERSCHWEIGEN:

1.) 100.000 Afghanen wurden getötet (Ärzte gegen den Atomkrieg). Karzai sagte mir unter vier Augen, die Hälfte der Toten gehe auf das Konto der USA und der Nato. Allein im ersten Kriegsjahr wurden 1.228 Streubomben mit je 250.000 Einzel-Sprengsätzen eingesetzt. Die Zahl der Verkrüppelten kennt niemand. Auch 3.476 westliche Soldaten wurden sinnlos verheizt. Wofür sind sie gestorben? Welcher Politiker übernimmt dafür die Verantwortung?

2.) Ähnlich wie beim Abzug der Sowjets beherrschen die Widerstandskämpfer die ländlichen Regionen des Landes. Die afghanischen Truppen aber sitzen verunsichert in den großen Städten. Jedes Jahr desertieren nach offiziellen Angaben 18 Prozent der Soldaten. Angesehene afghanische Analysten gehen von bis zu 47 Prozent aus. Die Taliban können fast überall nach Belieben zuschlagen. Anders als konventionelle Armeen müssen Guerillas und Partisanen einen Krieg nur ungeschlagen überleben, dann haben sie gewonnen.

3.) Der Afghanistankrieg war ein verhängnisvolles Terrorzucht-Programm. Vor 9/11 gab es einige 100 internationale Terroristen. Heute sind es weltweit zigtausende. Sie haben eigene Armeen, gründen eigene Staaten. 2013 gab es auf der Welt 13 mal soviel Terroranschläge wie im Jahr 2000. Vor allem im Mittleren Osten (‘Institute for Economics and Peace’).

4.) Von Frieden kann in Afghanistan keine Rede sein. Nach dem ‘Weltfriedens-Index’ der angesehenen britischen Zeitschrift ‘Economist’ war Afghanistan 2013 das unfriedlichste Land der Welt. Unfriedlicher als der Irak, Syrien und Somalia.

5.) Unter den ‘gescheiterten Staaten’ nimmt Afghanistan in Asien Platz 1 und weltweit Platz 7 ein. (‘Failed States Index’ der Organisation ‘Fund for Peace’, Washington).

6.) Gemeinsam mit Nord Korea und Somalia gilt Afghanistan laut ‘Transparency International’ als das korrupteste Land der Welt. Auf dem Geldwäsche-Index des Basler Instituts ICAR liegt Afghanistan unangefochten auf Platz 1. In Afghanistan trifft sich die Geldwäscher-Elite der Welt.

7.) Laut ‘Reuters Foundation’ ist Afghanistan für Frauen in Sachen Gewalt, Gesundheit und extremer Armut das gefährlichste Land der Welt. Noch vor der Demokratischen Republik Kongo.

8.) Auf der internationalen Kriminalitäts-Skala schoss Afghanistan nach dem Sturz der rigoros strengen Taliban in Asien auf Platz 1 und weltweit auf Platz 10.

9.) In vielen Provinzen treiben kriminelle Privatarmeen nie entwaffneter, sondern neu und modern bewaffneter ‘Warlords’ ihr Unwesen. Mit heimlicher Zustimmung der NATO. Kriegsverbrecher wie der blutrünstige Dostum sind beste Freunde der USA. Amerikanische Morde an afghanischen Zivilisten und Gefangenen werden nicht verfolgt. Folter ohnehin nicht. Trotz aller Reden des US-Präsidenten. Der afghanische Justizapparat gilt als der korrupteste Bereich des Staates. Gerechtigkeit ist in Afghanistan ein Fremdwort.

10.) Die Lage auf dem Bildungssektor ist nach UN- Angaben katastrophal. 47 Prozent der Schulen haben kein Schulgebäude, 75 Prozent keine Toiletten.

11.) Noch immer gehen selbst nach US-Angaben lediglich 40 Prozent der Mädchen auf eine Schule. Nur 30 Prozent schaffen es bis zur 6. Klasse. Nur 13 Prozent beenden die Schule. Lediglich 50 Prozent der 416 Distrikte haben überhaupt eine Haupt-oder Realschule für Mädchen. Nur 20 Prozent ein Mädchen-Gymnasium. Dort wo es Schulen gibt, schicken laut Berichten der UNO und der New York Times auch Talibanführer ihre Töchter zur Schule. Seit Jahren. Selbst in Gebieten, die die Taliban alleine kontrollieren. Ein Krieg war hierzu nie nötig.

12.) Drei Viertel der Afghanen haben laut Weltbank keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In keinem anderen Land der Welt leiden so viele Kinder unter 5 Jahren an schwerster Mangelernährung. Afghanistan hat in Asien in dieser Altersgruppe die höchste Sterblichkeitsrate. Bei der Säuglings-Sterblichkeit liegt das Land weltweit auf Platz 1 (Quelle: CIA World Factbook, Prognose 2014).

13.) 2001 hatten die Taliban den Anbau von Schlafmohn, dem Rohstoff für Heroin, fast auf Null verringert. Die weltweite Versorgung mit Heroin sank um 65 Prozent. Jetzt stammen fast 90 Prozent des Heroins aus Afghanistan.

14.) Auch wirkliche Demokratie gibt es in Afghanistan nicht. Präsidentschaftswahlen werden in der Regel von allen Kandidaten gefälscht. Anschließend wird der Sieger in einem unwürdigen ‘Kuhhandel’ unter maßgeblicher Mitwirkung der USA ausgemauschelt.

15.) Trotz internationaler Entwicklungshilfe und kaufkräftiger GI’s gehört Afghanistan nach allen Studien zu den 20 Staaten mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt. Ein deutscher Entwicklungs-Minister, der heute seiner Kopfbekleidung entsprechend für die Rüstungsindustrie arbeitet, hatte behauptet, der zivile Wiederaufbau habe Vorrang vor dem militärischen Einsatz. Die Wahrheit ist: Im Falle Deutschland beträgt das Verhältnis Militärausgaben zu Entwicklungshilfe mindestens 4:1. Im Fall der USA 20:1. Über die Hälfte der US-Entwicklungshilfe wurde in die afghanischen Sicherheitskräfte investiert. Mindestens 40 Prozent der ‘zivilen’ US-Entwicklungshilfe flossen als Gewinne und Honorare in die USA zurück.

16.) Insgesamt gaben die USA für den Afghanistankrieg bis zum Jahr 2013 offiziell 640 Mrd. Dollar aus (ohne Entwicklungshilfe). Ende dieses Jahres dürften die gesamten Militärausgaben der USA in Wirklichkeit bei rund 770 Mrd. USD liegen (Quelle: Cost of National Security). Mit diesem Geld hätte man Afghanistan zu einem gesunden, wohlhabenden Staat entwickeln können.

17.) Stattdessen haben sich die USA in Afghanistan gigantische Luftwaffen-Stützpunkte gebaut. Unter anderem in Bagram, Kandahar und Shindand. Von hier aus werden die USA in Zukunft ihre Kriege in Asien und im Mittleren Osten führen. Von hier werden ihre Drohnen zu tödlichen Missionen starten. Ein Großteil der in Afghanistan verbleibenden 9.800 US-Soldaten wird hierzu eingesetzt werden. Und nicht wie behauptet zur Ausbildung und zum Training afghanischer Truppen. Der Afghanistankrieg bleibt ein Krieg der Lügen. Afghanistan, dem die USA angeblich Frieden und Freiheit bringen wollten, wird die zentrale asiatische Drehscheibe amerikanischer Bombenkriege.

Liebe Freunde, gescheitert zieht die NATO Ende dieses Jahres ihre Truppen bis auf 12.000 Mann aus Afghanistan ab. Die riesige CIA-Belegschaft nicht mitgezählt. Sie hat keines ihrer Kriegsziele erreicht. Die Taliban sind heute mindestens so stark wie vor 13 Jahren. Sie können das Land nach dem Abzug der NATO jederzeit überrennen. Die NATO hat den Krieg in Afghanistan verloren. Nicht anders als seinerzeit die Sowjetunion. Es ist die erste Niederlage der größten Militär-Streitmacht aller Zeiten.

Für die meisten Afghanen war der Krieg eine Tragödie. Ein befreundeter Anwalt, der afghanische Kriegsopfer betreut, schrieb mir vor ein paar Tagen: “Die meisten Waisenkinder gehen nicht mehr zur Schule. Kaum jemand kümmert sich um sie. Die Nachbarn und Verwandten müssen selbst kämpfen, um zu überleben. Vor allem die Lage der Mädchen ist tragisch. Mittellose Verwandte versuchen, sie spätestens mit 15 Jahren an heiratswillige Männer zu verkaufen. Für 1.000 Dollar Brautgeld. Um den Lebensunterhalt ihrer Familie und den der Mädchen zu sichern. Manchmal können wir im letzten Augenblick eingreifen. Aber wir wissen nicht, wie die Kinder überleben sollen. Sie leben in bitterster Armut. Jetzt vor dem Winter fehlt es wieder an allem.”

Nach seiner Bilanz der 13 Jahre Afghanistan-Krieg gefragt, antwortete Ex-Präsident Hamid Karzai der ‘Washington Post’: “Die Afghanen starben in einem Krieg, der nicht unser Krieg war. Wie kann dies unser Krieg sein, wenn US-Flugzeuge Fahrzeuge bombardieren, die Familien transportieren? Richten Sie dem amerikanischen Volk meine Grüße aus. Und der US-Regierung meine Wut, meine extreme Wut.”

Nach Afghanistan kommt Gott wirklich nur noch zum Weinen.

Euer JT

Die Altkleider-Lüge – Wie Spenden zum Geschäft werden (von den Netzwerkfrauen)

Ich muss zugeben, ich hatte keine Ahnung. Aber als ich dies las (und das Video sah) zog es mir fast die Schuhe aus. Hier ein paar der Aufreger:
– selbst die vom Deutschen Roten Kreuz gesammelten Altkleider gehen nicht zu den Bedürftigen sondern werden an SOEX (kostenlos!) gegeben, die die Kleider sortieren und dann ans Ausland verkaufen
– da macht also jemand richtig viel Geld mit den Kleidern, die wir für einen guten Zweck abgegeben haben, wo sie aber meistens gar nicht ankommen
– in Afrika müssen die Leute für die Kleidung bezahlen
– und weil dies immer noch billiger ist als Eigenproduktion haben wir mit dieser Welle an Billigklamotten auch noch ihre heimische Textilwirtschaft zerstört
Kapitalismus stinkt!
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Aus den Sammelcontainern direkt in die Katastrophengebiete der Welt?

Die meisten glauben, dass die hierzulande gesammelten Altkleiderspenden direkt in die Katastrophengebiete der Welt gehen.

Was sie nicht wissen: Der größte Teil der gespendeten Bekleidung wird weiterverkauft und zwar zum Kilopreis. Einige Hilfsorganisationen platzieren oft nur ihr Logo auf den Sammelcontainern von Altkleiderfirmen.

Die Altkleiderlüge – Geschäftemacherei mit dem Mitleid

Die Altkleidermafia kriegt die Kleidung quasi zum Nulltarif. Die Geschäftsidee scheint immer attraktiver zu werden. Mit Altkleidern lässt sich mittlerweile gut Kasse machen und illegale Container breiten sich in den Städten aus. Dubiose Händler machen ein Millionengeschäft, indem sie solche Container aufstellen, die so ähnlich aussehen, wie die Container von gemeinnützigen Organisationen. Für eine Tonne Second-Hand-Ware kriegen sie bis zu 500 Euro. Zig-Tausend Tonnen Altkleider ziehen sie in Deutschland ab und verkaufen sie an die Ärmsten der Armen, zum Beispiel nach Afrika.

Wer sind die Geschäftemacher?

Ein weltweit führendes Unternehmen der Branche ist beispielsweise die SOEX GROUP.

Heute schon für die Herausforderungen von morgen gewappnet zu sein – das zeichnet die SOEX GROUP aus. Als weltweit führendes Unternehmen im Bereich Alttextilvermarktung und -recycling gibt die SOEX GROUP Alttextilien seit 35 Jahren ein zweites Leben. Wo immer die SOEX GROUP agiert, steht die Verantwortung für die Umwelt und die Lebensqualität der Menschen an erster Stelle.

SOEX Group (Webseite)

Afrika soll den Löwenanteil des Umsatzes von Soex ausmachen. 2010 waren das rund 28 Millionen Euro. Außer Soex haben aber auch zahlreiche andere Exporteure das Riesengeschäft entdeckt. Alleine in Tansania kommen insgesamt rund 40.000 Tonnen Altkleider aus westlichen Ländern im Monat an, rund 50 Container legal und noch einmal so viel auf den illegalen Handelsrouten, wie ein Insider erzählt. Mitumba nennt man sie hier: die Kleiderspenden. Und einer ihrer größten Umschlagsplätze ist Dar es Salaam.

Quelle

Video: Die Altkleiderlüge – wie Spenden zum Geschäft werden

Unsere Altkleider als Spende für die Ärmsten der Armen? Die Wahrheit sieht anders aus. Wie konnte es so weit kommen? Es steckt eine genial einfache Geschäfts- und Marketingidee dahinter, die wie eine Gelddruckmaschine funktioniert.Aus der Dokumentation: Ein Großteil der gespendeten Altkleider wird weiterverkauft. Die Profiteure sind Unternehmen, die mit Secondhand-Garderobe ein knallhartes Geschäft machen. „Wenn ich abends ins Bett gehe, weiß ich wenigstens, dass ich etwas Gutes getan habe“ , sagt stolz ein Mitarbeiter einer deutschen Hilfsorganisation, der die Sammelcontainer mit Altkleiderspenden leert. „Von hier aus gehen die Sachen direkt in die Katastrophengebiete der Welt“ , erzählt er.

Doch was er offensichtlich nicht weiß: Ein Großteil der gespendeten Altkleider wird in Wahrheit weiterverkauft – zum Kilopreis. Die Profiteure sind Unternehmen, die mit Secondhand-Garderobe ein knallhartes Geschäft machen. Oft verkaufen Hilfsorganisationen auch nur ihr Logo, ihren guten Namen auf den Containern von Altkleiderfirmen. Ein Betrug an jenen, die glauben, Gutes zu tun für die Armen in der Dritten Welt?

Die besten Stücke würden für den Altkleidermarkt in Russland aussortiert, erklärt ein Mitarbeiter, denn dort habe das Geschäft mit gebrauchter Markenwaren Hochkonjunktur. Nur die zweite, dritte oder vierte Wahl gelangt nach Afrika. Immerhin noch 60 Prozent der Kleidung, die in Deutschland für gute Zwecke gespendet wurde. Doch was passiert dort mit den Altkleidern?

Die NDR-Autoren Michael Höft und Christian Jentzsch suchen die Antwort in Tansania. Was sie dort erleben, schockiert: Nicht nur deutsche Firmen und Hilfsorganisationen verdienen gut an den Kleiderspenden, auch für die meist libanesisch-stämmigen Händler in Afrika sind Altkleiderspenden ein lukratives Geschäft. Selbst die Ärmsten der Armen müssen dafür bezahlen.

Früher haben viele von ihnen noch in der einheimischen Textilindustrie gearbeitet, aber die ist mittlerweile abgewirtschaftet. Die Billigsachen aus Europa haben die gesamte Bekleidungsindustrie des Landes in den Ruin getrieben. 50 Container mit Altkleidern werden jeden Monat im Hafen von Dar es Salaam angeliefert. Das sind 20.000 Tonnen, die dem ostafrikanischen Kleidermarkt jede Chance nehmen. Die einzigen Näherinnen, die noch Arbeit haben, sind jene, die XXL-Hosen aus Europa und Amerika auf afrikanische Hungergrößen umnähen.

[Quelle: Reportage von Michael Höft und Christian Jentzsch]

Die Altkleiderlüge – Geschäftemacherei mit dem Mitleid

Die Geschäftsidee scheint immer attraktiver zu werden: Mit Altkleidern lässt sich mittlerweile gut Kasse machen und illegale Container breiten sich in den Städten aus. Dubiose Händler machen ein Millionengeschäft, indem sie solche Container aufstellen, die so ähnlich aussehen, wie die gemeinnütziger Organisationen. Für eine Tonne Second Hand-Ware kriegen sie bis zu 500 Euro. Zig-Tausend Tonnen Altkleider ziehen sie in Deutschland ab und verkaufen sie, wie in dem Film an die Ärmsten der Armen, zum Beispiel nach Afrika.

 Infografik Altkleider | Bild: BR

An die 30 Prozent der Altkleider, so eine Schätzung, fischen die Illegalen mittlerweile ab. Quelle

Die Reportage des NDR veranlasste einige Organisationen aus der Altkleiderverwertungskette dazu, ihre eigene Sichtweise zu diesem Thema klarzustellen. So veröffentlichte der DRK-Bundesverband beispielsweise eine Stellungnahme auf seiner Website, um den Vorurteilen hinsichtlich der „Altkleider-Lüge“ entgegenzuwirken. Hierin wird die Wichtigkeit von Altkleiderspenden zur Finanzierung der ehrenamtlichen Arbeit des DRK betont. Gleichzeitig wird jedoch darauf verwiesen, dass letztlich jeder einzelne regionale DRK-Verband selbst darüber entscheide, was mit den gespendeten Altkleidern passiert – also in welcher Form diese verwertet werden und wohin genau die daraus gewonnenen Erträge fließen.

In jeder Stadt gibt es Bedürftige. Warum also nicht die Kleider gleich bei den hiesigen Tafeln abgeben? So verhindert man die dubiose Geldschneiderei auf Kosten der Armen.

 

Originalartikel: http://netzfrauen.org/2014/09/21/die-altkleider-luege-wie-spenden-zum-geschaeft-werden/#more-18580

Die Gier nach Profit macht auch nicht vor dem WELTHUNGER halt! – Wohltat mit Profit? (Artikel von Netzfrauen.org)

http://netzfrauen.org/2014/03/27/die-gier-nach-profit-macht-auch-nicht-vor-dem-welthunger-halt-wohltat-mit-profit/#more-10469

Ich möchte Euch hiermit einen Artikel vom 27. März ans Herz legen (obiger Link), veröffentlicht bei dem wundervollen Blog netzfrauen.org. Dort recherechieren und schreiben besorgte und engagierte Frauen über viele Mißstände in der Welt. So geschehen auch in diesem sehr gut recherchierten Artikel über Welthunger, Entwicklungshilfe und wer wirklich davon profitiert. Hier fallen allgemein bekannte Namen wie Monsanto, die wir im Zusammenhang mit dem momentan verhandelten Freihandelsabkommen schon gehört haben. Aber auch Bono, Bob Geldorf und Bill Gates, die sich medienwirksam so selbstlos für das Wohl und die Rechte der Armen in Afrika einsetzen, bekommen ihr Fett weg.

In Sachen Monsanto übrigens noch eine Meldung vom 26.März, die in unseren Lei(d)medien mal wieder vollkommen untergegangen ist. Kurz und bündig, aber mit weitreichenden Folgen für die europäischen Bauern, unsere Landwirtschaft und unsere Gesundheit:

“Die Europäische Kommission will den Landwirten und Gärtnern in Zukunft die Verwendung von Einheits-Saatgut vorschreiben. Alte und seltene Sorten haben kaum Chancen auf eine Zulassung, ihr Anbau wird strafbar – auch wenn er im privaten Garten erfolgt.”

Wer die Doku Food Inc gesehen hat (wer nicht, bitte tun, das ist sehr aufschlußreich) weiß, daß dies der Anfang vom Ende ist. Genmais war erst der Anfang!