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MH 17 – Abschuss durch ukrainische SU 25 ist bewiesen

Von Peter Haisenko; Original hier: http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2015/mh-17-abschuss-durch-ukrainische-su-25-ist-bewiesen/?fb_action_ids=1054199061262857&fb_action_types=og.likes

Der eine mags glauben, der andere nicht. Was ich hundertprozentig weiß ist, dass die Medien darüber wohl nicht berichten werden. Nicht mal als Möglichkeit wird man es in Betracht ziehen. Paßt ihnen ja nicht wirklich ins Konzept vom bösen Russland und dem Rest der Welt in der Opferrolle…. Kann sein dass die Links durchs Kopieren hier bei mir nicht funktionieren. In diesem Fall bitte dem Link zum Original folgen.

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Der erste „Bericht“ der holländischen Kommission zum Absturz der MH 17 über der Ostukraine war beschämend nichtssagend. Er konnte sich auch nicht auf Fakten stützen, die nur belegt werden können, wenn die Wrackteile ordentlich untersucht werden. Ein Teil der Flugzeugreste ist seit einigen Monaten nach Holland gebracht worden und jetzt lässt sich zweifelsfrei belegen, was an diesem schrecklichen 17. Juli 2014 geschehen ist: Die „Haisenko-Analyse“ ist vollständig bestätigt.

Ich nehme das Ergebnis der neuesten Analysen der Wrackteile vorweg: Eine oder auch zwei ukrainische SU 25 haben zuerst aus einigen Kilometer Entfernung eine Luft-Luft-Rakete vom Typ R 60M von hinten auf die Boeing abgefeuert und den rechten Motor getroffen ebenso, wie Schrapnelle dieser Angriffswaffe im unteren mittleren Rumpf eingeschlagen sind. Die Piloten der MH 17 wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, was ihrem Flugzeug passiert ist. Sie konnten es nicht wissen, denn der Schaden und seine Ursache lagen außerhalb ihres Sichtbereichs. Die Boeing hat dann die Geschwindigkeit drastisch reduziert, wie es die Physik verlangt, wenn ein Motor ausgefallen ist.

Die MH 17 bekommt den Fangschuss

Wenige Sekunden später begann dann der direkte Beschuss von rechts hinten, der den Flügel streifte, die vordere Sektion – und hier vor allem das Cockpit – traf und die Piloten sofort tötete. Wie jetzt durch die Untersuchung der Wrackteile belegt ist, fand dieser Beschuss statt mit der zweiläufigen 30-mm-Kanone einer SU 25, Typ GSch-302 /AO-17A, aus einer Entfernung von etwa 500 Metern. Obwohl die Piloten bereits tot waren, ist die B 777 nicht sofort abgestürzt, sondern mit niedriger Geschwindigkeit steuerlos in einer Sinkflugkurve weitergeflogen. Daraufhin erfolgte ein zweiter Anflug der SU 25 und Beschuss der vorderen Sektion von der anderen Seite.

Dieser zweite direkte Angriff führte zum Auseinanderbrechen der Struktur. Das Cockpit und Teile der vorderen Sektion fielen der Schwerkraft folgend nahezu senkrecht zu Boden, während der mittlere und hintere Teil mit dem Flügel erst in etwa 25 Kilometer Entfernung auf dem Boden aufschlug. Um die volle Grausamkeit dieses Massenmordes zu illustrieren stelle ich hier fest, dass die Mehrzahl der Passagiere mit höchster Wahrscheinlichkeit den gesamten Vorgang bei vollem Bewusstsein miterleben mussten. Seit einigen Monaten liegt der Augenzeugenbericht eines Bodenmitarbeiters der ukrainischen Luftwaffe vor, der den Piloten der SU 25 nach der Landung als völlig verstört beschreibt. Er hat gestammelt, dass „es das falsche Flugzeug war“. Dazu später mehr.

Leider sind die Wrackteile der MH 17 unvollständig. Besonders Teile der vorderen Sektion, die die deutlichsten Spuren von Beschuss aufweisen, sind wohl beiseite geschafft und vernichtet worden. Aber Fotos auch dieser Teile existieren und können begutachtet werden. Nach der jetzigen Beweislage darf die Annahme als gesichert angesehen werden, dass es die ukrainische Armee war, die die Feuerpause um die Absturzstelle nicht eingehalten hat, um die Beweise für ihre Schuld vernichten zu können. Was aber gesichert werden konnte reicht völlig aus, den Beschuss durch eine SU 25 zweifelsfrei zu beweisen. Im Folgenden beschreibe ich auszugsweise die Beweislage, die auch einen Abschuss durch eine Boden-Luft-Rakete ausschließt.

Die Beweiskette

Beginnen wir mit dem Erstbeschuss durch eine Luft-Luft-Rakete R 60M. In der Struktur der Außenhaut nahe der Tür zwei wurde ein Teil gefunden, das nur der R 60M entstammen kann. Siehe Fotos. Ein solches Teil ist „boeing-fremd“, kann auch nicht dem Gepäck eines Passagiers entstammen und somit ist der Erstbeschuss durch eine Luft-Luft-Rakete allein dadurch zweifelsfrei nachgewiesen. Bilder durch Anklicken vergrößern.

Das Fragment aus der R 60M-Luft-Luft-Rakete
Schnittbild einer R 60M
An dieser Stelle ist das Teil in der R 60M verbaut, das in der MH 17 gefunden wurde
Durch Anklicken als PDF herunterladen

Dieser Beschuss hat bereits die Elektronik der B 777 massiv gestört und es gab keine Zeit für die Piloten, die Funktion wiederherzustellen oder Notrufe zu senden, denn nur sieben Sekunden später folgte der direkte Beschuss, deren Beweise nun folgen und die sind vielfältig. Zunächst ist hier das Foto des Cockpit-Fragments zu nennen, auf das ich meine erste Analyse gestützt habe. Dieses Bild beweist bereits, dass MH 17 von einem Kampfflugzeug beschossen worden ist.

Der gezielte Mord am Kapitän

Dann die Pilotensitze und die Leiche des Kapitäns. Diese weist im Brustbereich mehrere runde Löcher auf. Weitere Fotos von Flugzeugfragmenten weisen Löcher und Beschädigungen auf, die nur durch direkten Beschuss entstanden sein können. Die unterschiedliche Form und Größe der Einschusslöcher sind durch unterschiedliche Beschusswinkel entstanden. An den Rändern der Einschusslöcher können Kupfer- und Schmierstoffspuren nachgewiesen werden, die nur von Geschossen der SU 25 stammen können.

Wie sich die Fragmente im Flugzeug einpassen
Teil des Cockpit-Dachs
ACHTUNG! Dieses Bild ist nur für starke Nerven! Die Leiche des Kapitäns, notdürftig abgedeckt mit einer Plastikplane.
Die Einschüsse im Sitz des Kapitäns
Eine Streugarbe in der Sequenz
Derartige Beschädigungen können nicht von einem BUK-System stammen, wie auch die weiteren Bilder zeigen.
Der Triebwerkseinlass des rechten Motors zeigt Spuren des Beschusses
Angriffswinkel des ersten direkten Beschusses

Beachtung sollte auch das Fragment finden, das die Umrandung eines Triebwerkseinlasses zeigt. Es belegt unter anderem den Angriffswinkel des ersten direkten Beschusses von rechts hinten. Siehe Grafik.

Zweifel sind ausgeschlossen

Nachdem der Beschuss der MH 17 durch eine ukrainische SU 25 unzweifelhaft nachgewiesen ist, erübrigt es sich darauf näher einzugehen, warum ein Beschuss mit einer Boden-Luft-Rakete vom Typ BUK auszuschließen ist. Ich weise nur darauf hin, dass an keinem Trümmerteil der MH 17 eine Beschädigung zu finden ist, die durch eine BUK entstanden sein kann. Wer hier immer noch zweifelt, der möge sich den ausführlichen Bericht hier ansehen, der im Übrigen vollständig der frühen Analyse von Bernd Biedermann entspricht. Bernd Biedermann war Oberst der NVA und darf als Experte für das BUK-System zitiert werden.

Wer sollte wirklich umgebracht werden?

Die Beweise liegen also vor, dass die MH 17 vorsätzlich und wahrscheinlich von langer Hand geplant und vorbereitet von einer ukrainischen SU 25 abgeschossen worden ist. Doch nun zu der Aussage des SU 25-Piloten: Es war das falsche Flugzeug. Von Anfang an kursierte die These, dass dieser Angriff eigentlich dem Flugzeug Putins galt, das tatsächlich zeitgleich einige hundert Kilometer nördlich geflogen ist. Wir wissen, dass Frau Timoschenko am liebsten Putin mit einer Kalaschnikow erschießen wollte. Aus gesicherter Quelle habe ich erfahren, dass der Journalistenstab und die Redakteure des Bayrischen Rundfunks von der These überzeugt sind, dass Putin abgeschossen werden sollte. Sie dürfen ihre Überzeugung nicht publizieren. (Pressefreiheit???)

Also habe ich versucht, den Originalflugplan von Putins Maschine zu erhalten. Meine diesbezügliche Anfrage an das BFS (Bundesamt für Flugsicherung) wurde abgelehnt und zwar mit dem Argument, das man eigentlich nur von der US-Regierung kennt: Nationale Sicherheit! Dazu muss man wissen, dass ein Flug auf einer bestimmten Route geplant wird, diese jedoch während des Fluges geändert werden kann und – man kann sagen in 100 Prozent aller Flüge – geändert wird. Wenn also der Originalflugplan von Putins Maschine über die Ukraine geführt hat – und dafür spricht einiges – dann hat dieser Angriff mit höchster Wahrscheinlichkeit tatsächlich Putin gegolten.

Das falsche Flugzeug am falschen Ort

Es war dann das Unglück der 298 Insassen der MH 17, dass Putins Maschine den Weg über Polen gewählt hat. Zum weiteren Verständnis: Für den Pilot der Su 25 war es nahezu unmöglich zu erkennen, ob es sich bei seinem Ziel um eine B 777 oder Putins IL 96 gehandelt hat. Er hat seinen ersten Angriff mit der Luft-Luft-Rakete aus etwa sechs Kilometer hinter der Maschine gestartet; unter Zeitdruck, denn das Flugzeug drohte in wenigen Minuten in russischen Luftraum einzufliegen. Aus dieser Position kann er nicht unterscheiden, ob er eine Boeing 777 oder eine IL 96 vor sich hat. Er kann nicht einmal unterscheiden – zum Beispiel an den Kondensstreifen – ob er ein zwei- oder viermotoriges Flugzeug vor sich hat.

Der gesamte Vorgang um die MH 17 erhält so eine völlig neue Dimension. Die Aussage des ukrainischen SU 25-Piloten wird schlüssig. Es gab auch keine Alternative für den Pilot, nachdem er den ersten Schuss auf die MH 17 abgegeben hat, seinen tragischen Irrtum möglicherweise sogar erkannt hat und die Boeing noch flugfähig war – mit lebendigen Piloten im Cockpit. Man muss sich nur vorstellen, was die Folgen gewesen wären, wenn die angeschossene MH 17 auf irgendeinem Flughafen eine Notlandung erfolgreich durchgeführt hätte. Der Beweis für den Angriff wäre unwiderlegbar gewesen, inklusive der Zeugenaussagen der Überlebenden. Dieser unwiderlegbare Beweis für die Schandtat der ukrainischen Seite musste verhindert, zerstört werden.

Das Dilemma des Westens und der NATO

Ich stelle zusammenfassend fest: Das ungeheuerliche Verbrechen, eine zivile Passagiermaschine mit 298 Menschen an Bord abzuschiessen, ist aufgeklärt. Dass die Verantwortlichen dafür zumindest im Umfeld der Kiew-Regierung zu finden sind, steht fest. Um aufzuklären, ob dieses Verbrechen tatsächlich Putin direkt gegolten hat, muss der Originalflugplan von Putins Maschine offengelegt werden. Ich bitte an dieser Stelle darum, dass sich jeder, der die Möglichkeit hat, darum bemühen sollte, diesen Flugplan offenzulegen. Er kann ihn mir anonym zukommen lassen, ich sichere als Journalist Informantenschutz zu.

Man darf jetzt gespannt sein, wie lange die Öffentlichkeit weiterhin auch von unserer Regierung belogen wird. Natürlich ist der „Westen“ in einer prekären Lage. Die gesamte Haltung zur Kiew-Regierung muss in ihr Gegenteil verkehrt, die Bestrafung der Schuldigen gefordert werden. Alle westlichen Regierungen und großen Zeitungen/Fernsehanstalten müssen sich bei Russland/Putin in aller Form entschuldigen und selbstverständlich sämtliche Sanktionen mit sofortiger Wirkung aufgehoben werden. Wie gesagt, man darf gespannt sein, wie lange der Westen seine Lügen zu MH 17 aufrechterhalten wird, nachdem die Beweislage nun unzweifelhaft vorliegt.

Nachsatz, wichtig: Angesichts dessen, dass der Eindruck entstehen muss, dass unsere Regierung offensichtlich auch im Fall Ukraine/MH 17 nicht wirklich frei handlungsfähig ist, haben wir eine Petition gestartet, zur Wiedererlangung der vollständigen Souveränität Deutschlands. Wir bitten Sie, diese zu unterstützen und zu unterzeichnen, damit sich der Bundestag mit diesem Thema beschäftigen muss. Klicken Sie auf den Button rechts oben oder direkt HIER.

Hier können Sie einen ausführlichen Bericht einsehen, mit weiterführenden Details, allerdings in englisch und einer schlechten Übersetzung des Originals. http://www.globalresearch.ca/how-the-malaysian-airlines-mh17-boeing-was-shot-down-examination-of-the-wreckage/5435094

Wenn nur noch die Gedanken frei sind! Von Evelyn Hecht-Galisnki

Der barbarische Anschlag in Paris ist eine Katastrophe für uns alle. Aber wenn ich lese, dass jetzt das Grundrecht auf Presse und Meinungsfreiheit zur Strecke gebracht wurde, so frage ich mich schon, ist dieses Recht nicht schon seit langem nicht mehr wirklich existent? Es hört sich gut an, wenn jetzt so gut wie alle Medien und Politiker dieses hohe Gut der Meinungsfreiheit besingen. Aber wie ist es denn wirklich um diese bestellt?

Warum höre ich immer wieder von mir bekannten Journalisten, wenn ich sie kritisiere und sie auf ihre Feigheit wider besseren Wissens auf den furchtbaren Satz hinweisen muss: “Ja Sie können das doch sagen…”

Was ist das für eine Pressefreiheit, die Journalisten zu Befehlsschreibern verkommen lässt, die um ihren Job bangen müssen, wenn sie ehrlich und wahrhaftig schreiben würden? Was ist das für eine Meinungsfreiheit, die Politiker dazu zwingt, gegen ihre Überzeugungen abzustimmen, oder wenn sie es wagen, einmal aus der Parteiräson auszuscheren, mit Konsequenzen zu rechnen haben?

Natürlich gibt es auch immer mehr Überzeugungstäter, die das was sie schreiben auch glauben, oder Berichte verfassen, die offensichtlich nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben, sie aber trotzdem als Faktum verkaufen. Da wurde eine Anzeige/Aktion des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger am 10.01. überregional geschaltet, die unter dem Titel: “Wehren wir uns!” für die Pluralität der Meinungen warb. (1)

Mit dieser Anzeige habe ich ein Problem, denn meiner Meinung nach wird die Pressefreiheit durch eigenes Zutun, so wie ich es zuvor beschrieb beschädigt.

Auch das Interview im DLR mit dem Intendanten Dr. Steul vom selben Tag macht mich ratlos. (2) Habe ich doch gerade beim Deutschlandradio festgestellt, wie dieses sich im Laufe der Jahre immer weiter zum Regierungsnahen Sender gewandelt hat, indem es Kritiker der Mainstream-Politik immer schwerer haben, dort gehört zu werden. Besonders, wenn es um die Israel-/Palästina- und die Politik gegenüber Putin und Russland/Ukraine geht. Wie ich auch von verschiedenen mir nahestehenden Journalisten-Freunden hörte,haben die wirklich Angst, sich die Gesprächspartner auszuwählen, die sie eigentlich interviewen wollen, ebenso die Fragen zu stellen, die sie wirklich fragen wollen.

Wo waren die Zeitungsverleger, als die jüdische Israel-Lobby deutsche Zeitungen, wie die Badische, Süddeutsche und Stuttgarter, wegen angeblich antisemitischer Karikaturen angriff, ich beschrieb das schon einmal in der NRhZ? (3) (4) (5) (6)(7) (8)

Kein Zeitungsverleger stellte damals die Presse oder Meinungsfreiheit infrage und reagierte auf die Jüdischen Lobbyisten und Angreifer, um die KollegInnen zu unterstützen. Nein eilfertig entschuldigten sich die Chefredakteure für Nichtantisemitismus. Die traurige Wirklichkeit in Deutschland stellt dieses treffende Cartoon von Charles Latuff dar: Karikaturen, aber niemals gegen Juden und Israel/Politiker! (9) Wo waren die Zeitungsverleger und Journalistenverbände, als Siné vom damaligen Chef von Charlie Hebdo, Philipp Val entlassen wurde, nur weil er den Sohn des damaligen französischen Präsidenten Sakozy karikiert hatte, weil dieser wegen seiner Heirat mit einer jüdischen Braut zum Judentum konvertierte? (10) (11)

Auch damals waren die treibenden Kräfte diese jüdischen Israel-Lobbyisten Philipp Val und Bernard Henry Levy (BHL)! Pressefreiheit nach koscher Art! (12)

Photo by Imaginary Museum Projects: News Tableaus
Ich vermisse auch Solidaritätsanzeigen zu der menschenrechtsverletzenden Verhaftung der Aljazeera-Kollegen in Ägypten nach dem Putsch, die seit Dezember 2013 zuerst in Untersuchungshaft saßen und danach zu 7 und 10 Jahren verurteilt wurden, und deren Prozess nochmals neu verhandelt werden soll! (13) (14) Wo waren die deutschen Zeitungsverleger und Journalistenverbände, als in Gaza schon einmal 2012 Journalisten Kollegen, die als Presse gekennzeichnet waren, gezielt von der “Jüdischen Verteidigungsarmee” umgebracht wurden? (15)

Gaza, war dank dieser “Jüdischen Verteidigungsarmee” auch 2014 der gefährlichste Streifen für Journalisten! (16)

Diese furchtbaren Anschläge von Paris werden von verschiedenen Medien brutal ausgenutzt, um zu kaschieren und davon abzulenken, dass die Pressefreiheit schon seit längerer Zeit auf der Strecke geblieben ist. Die Politiker wiederum versuchen diese schreckliche Tat zu ihren Gunsten auszunutzen, um uns alle immer mehr der Freiheit zu berauben und uns den Terrorkampf als Notwendigkeit darzustellen. Auch die “Springernden Blockwarte” im Zusammenspiel mit Innenminister De Maiziere, der in der Bild am Sonntag dazu aufrief wachsam zu sein und auch Nachbarn zu beobachten, tun dies. Hier wird Angstmache und Denunzierung der schlimmsten Art vermischt. Alles in der “Springernden Bild.” (17)

Am Sonntag, dem 11. Januar, marschierten sie alle, “die Führer dieser Wertegemeinschaft”! Ein Marsch des Grauens, das alle vereinigt, von Merkel bis Netanjahu und Lieberman! (18) Der von mir sehr verehrte Karl Lagerfeld brachte es in einem FAZ-Artikel mit einer Karikatur auf den Punkt. Er schrieb: “Die Atmosphäre in der Stadt ist grauenhaft. Die Franzosen und besonders Francois Hollande, hätten sich wegen des Militäreinsatzes in Mali “in eine unmögliche Situation gebracht”! Damit habe man den Hass genährt. Soweit Lagerfeld. (19) Und was geschieht in Mali? (26)

Palästinensischen Demonstranten wurde das demonstrieren unterStrafandrohung von der sozialistischen, französischen Regierungallerdings untersagt!

Den Hass genährt haben sie alle, der “Killing Tuesday” mordende Friedensnobelpreisträger und Drohnenkönig US-Präsident Obama, der weltweit, speziell bei Muslimen Kollateralschäden hinterließ. (20) Nach dem Paris-Anschlag bot er dem französischen Kollegen gleich seine “drohnende” CIA-Hilfe an. Auch Italiens Ministerpräsident Renzi, hatte einen Vorschlag der besonderen Art. Er forderte den Aufbau eines EU-Geheimdienstes. Renzi weiter:

“Wir haben eine gemeinsame Währung, da brauchen wir auch eine gemeinsame Geheimdienstagentur. Europa muss gegen den Terrorismus geeint sein!”
Er vergaß allerdings darauf hinzuweisen, dass wir auch dank Italien “gemeinsame Schulden” haben in Europa, aber das wird besser vergessen im gemeinsamen Terrorkampf, der doch von vielen brennenden Problemen so vortrefflich ablenkt.

Kanzlerin Merkel mahnte nach den Anschlägen bei einer Klausurtagung der CDU in Hamburg am 10.1. eine bessere internationale Zusammenarbeit der Geheimdienste an. Außerdem müsse der Austausch von Informationen europaweit ausgebaut werden, dazu gehöre auch ein erweiterter Austausch der Flugdaten weltweit. In einer Erklärung der Parteiführung hieß es, die stärkste Waffe gegen Terrorismus sei der Zusammenhalt der europäischen Werte-Gemeinschaft! Deutschland sei ein “wehrhaftes” Land, eine “wehrhafte” Demokratie! So werden im Bundeshaushalt auch die Ausgaben für die Bundespolizei ausgeweitet.

Auch bei den Rüstungsausgaben wird man sich nicht lumpen lassen und diese genau nach US-Wünschen erhöhen und fleißig in den USA einkaufen. Das allerdings vermied die Kanzlerin zu erzählen!

Auch ein anderes Mitglied dieser “Wertegemeinschaft”, nämlich der Noch-Ministerpräsident des “Jüdischen Staates” Netanjahu, rief zu einer weltweiten Reaktion gegen radikale Islamisten auf. Weiter meinte er, mit Entschlossenheit und Einigkeit können wir diese Bedrohung unserer “gemeinsamen” Zivilisation besiegen. Es kam noch schlimmer von diesem “Besatzer und Kriegsverbrecher”-Ministerpräsidenten. “Der Anschlag in Paris zeigte die Verachtung des radikalen Islam für die Werte des Westens. Wir würdigen die Freiheit und Toleranz, sie verehren Tyrannei und Terror. Israel wird von denselben Kräften angegriffen, die Europa angreifen. Israel steht Europa bei. Europa muss Israel beistehen.”

Heim ins “Jüdische Reich”! Netanjahu instrumentalisierte noch weiter, indem er die Juden Frankreichs aufforderte, angesichts der Terrorwelle in Paris nach Israel auszuwandern: “Ich will den französischen Juden sagen: Israel ist euer Heim.” Ein Ministerausschuss werde sich nächste Woche versammeln, um darüber zu beraten, wie man Juden aus Frankreich und Europa zur Einwanderung nach Israel ermutigen könne. Wenn die Internationale Gemeinschaft nicht entschlossen vorgehe, werde es auch an anderen Orten zu Anschlägen kommen, warnte er. Auch sein “Kollege” Lapid, der ehemalige Wirtschaftsminister, blies zum Wahlkampf im “Jüdischen Staat” ins selbe “Hasbara/Propaganda Horn.“ (21)

Das reiht sich in die lange Tradition dieser Aufrufe von israelischen Politkern, wie auch des damaligen israelischen Präsidenten Peres, der eine Holocaustrede zum 27.Januar 2010 im deutschen Bundestag schamlos für diese Zwecke instrumentalisierte! Darüber regte ich mich auf und schrieb einen Kommentar in der NRhZ! (22)

Ist es nicht vielmehr so, dass durch das “entschlossene Vorgehen” der westlichen Wertegemeinschaft und dem Solidarisieren mit dem “Jüdischen Besatzer Staat” Hass und Antisemitismus hervorgelockt werden? Aber ich vermute, dass der “Jüdische Staat” gezielt auf das Ziel der Auswanderung “aller Juden” hofft und das auch wissenschaftlich begleitet forciert und propagiert.

Als ich diese Worte gehört und gelesen hatte, war mir klar, dass sich die Anschläge noch häufen werden. Da spricht ein Politiker, der ein zionistisches Apartheid- und Besatzer-Regime regiert, das sich seit mehr als 48 Jahren über jedes Völkerrecht hinwegsetzt und die Menschenrechte mit Füßen tritt! Diese Politiker und ihre “Verteidigungssoldaten” gehören vor den internationalen Gerichtshof in Den Haag, wegen ihrer Kriegsverbrechen! Das zionistische Besatzer-Regime hält sich nur, solange die US-Regierung dem “Jüdischen Staat” weiter in blinder Solidarität verbunden bleibt.

Aber was sollen wir von einer “Wertegemeinschaft” erwarten, die ohne Skrupel ihre kriegerischen Attacken als Anti-Terrorkampf darstellt und damit den Hass vieler Völker und vieler Religionen auf sich zieht? Nach 9/11 ist beinahe jeder Staatsterrorismus hoffähig geworden. Wer das zu kritisieren wagt, wird entweder als Verschwörungstheoretiker verunglimpft, oder wenn es gegen die USA geht, wegen “Anti-Amerikanismus” beschimpft, oder wenn es gegen den “Jüdischen Staat” und seine Unrechtspolitik geht, wegen Judenhass, oder Antisemitismus verurteilt. Bitte kein neues 9/11. (22) (23)

Klar dass der Umgang mit ihren “Brüdern” in Palästina, jungen Muslimen besonders zu schaffen macht. Verständlich, dass sie nicht besonders gut auf Juden zu sprechen sind. Denn klar gesagt, warum verlangt man von Muslimen und Islamverbänden, dass sie sich von Anschlägen von brutalen Attentätern distanzieren sollen, aber von Juden und jüdischen Organisationen, verlangt man das nicht, die sich doch mit dem “Jüdischen Besatzer Staat” bedingungslos solidarisieren und – wie ja auch in Berlin nach dem schrecklichen Gaza-Genozid der “Jüdischen Verteidigungsarmee” diesen Sommer geschehen – noch zu Solidaritätsdemonstrationen aufriefen, an denen – wie auch am Sonntag in Paris – hochkarätige Politiker teilnahmen. Tausende Soldaten und Polizisten sichern den Trauermarsch in Paris. Angeblich haben al-Qaida und IS mit Anschlägen gedroht.

Abgewandelt gesprochen:

“Stell Dir vor, es wird demonstriert und keiner geht hin!“
Der französische Ministerpräsident Manuel Valls, der sich durch “ewige Bande” mit Israel verbunden fühlt und auch schon früher mit “islamophoben” Äußerungen auffiel, hat seine Landsleute zu Solidarität aufgefordert und zahlreich zum Trauermarsch zu kommen. (24) (25)

Auch Präsident Hollande, dessen Umfragewerte nach dem Anschlag rapide nach oben schnellten, warnte in einer Fernsehansprache am Freitag, auch nach der Tötung der drei Täter bestehe die “islamistische Bedrohung” für das Land fort.

Warum werden Millionen von Muslimen unter Generalverdacht gestellt? Warum wird der Islam als kriegerische Religion dargestellt? Sind das die christliche Religion und die jüdische nicht ebenso? Ich kann mir aus jedem Gebetbuch der jeweiligen Religion etwas Passendes und Aggressives heraussuchen.

Was ist mit den jüdischen Siedlern und Politikern, die den Anspruch auf den “Jüdischen Staat” als von “Gott gegeben” legalisieren wollen und ihre Verbrechen an den Palästinensern damit rechtfertigen?

Was ist mit den radikalen Evangelikalen, die diese Politik noch unterstützen? Was ist mit den vielen Religiösen weltweit, die alle Kriege mit Gott rechtfertigen?

“Du sollst nicht töten sprach der Denker, nicht nur zum Mörder, auch zum Henker”
so schrieb es Arnold Zweig.

Nein, die Millionen von friedfertigen Muslimen, genauso normalen oder unnormalen Menschen wie Du und Ich, sollten sich dagegen zur Wehr setzen, sich für jeden Anschlag, der vermeintlich im Namen ihrer Religion verübt wird, rechtfertigen. Kein Muslim darf in eine religiöse Schublade gesteckt werden, er ist genauso ein individuelles Mitglied der Gemeinschaft wie jeder andere Bürger, ob gläubig oder nicht. Es ist kein Kampf der Kulturen, wie es manchmal gezielt vermittelt werden soll. Es darf nicht zu einer Stunde der Scharfmacher werden. (27) (28)

Mit Sorge sehe ich, wie hier eine Massenhysterie inszeniert wird, die zu Massendemonstrationen und Solidaritätsmärschen aufruft. Dieses schreckliche Attentat wird zu einem erschreckenden “Betroffenheitsritual” inszeniert. In Brüssel wurde auf Halbmast geflaggt, warum nicht während des GazaMassakers?Die ganze Welt war im Einklang. (29)

Jeder sollte in Solidarität mit seinen Mitbürgern leben, dazu braucht es aber keine Rituale, eben nur ein bisschen Mitgefühl und Interesse.

Ich bin nicht Charlie und solidarisiere mich nicht mit einer so grotesk gesteuerten Aktion! (30) (31)

“Je suis Charlie” gleicht schon einer religiösen Verherrlichung à la “Jesu is Charlie!“ Verbrechen und Extremisten wird es immer geben, solange es Menschen gibt.

Aber solange der ungebremste Staatsterror in der ganzen Welt zelebriert wird, werden die Anschläge immer mehr zu einem Bumerang werden, der auch zu uns nach Europa kommt. Darüber sollten wir nachdenken. Pressefreiheit und Meinungsfreiheit wird nicht von außen zerstört, sondern zerstört sich von innen heraus, und das muss verhindert werden!

Jeder Journalist sollte daran denken, wenn er wieder so schreiben muss, wie er bezahlt wird! Warum schwinden wohl die Abonnentenzahlen so stark?Also sollte man immer nach dem Goethe-Zitat handeln:

“Wenn euer Gewissen rein ist, so seid ihr frei!”
In diesem Sinn, wenigstens sind die Gedanken frei!

Ein wunderbares Mahler-Lied mit dem Text eines unbekannten Dichters:

“Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliegen vorbei, wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen. Es bleibet dabei, die Gedanken sind frei.” (32) (33)

Danke an die Autorin für das Recht der Übernahme

Quellen:
(1) http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/wehren-wir-uns–98614475.html
(2) http://www.deutschlandfunk.de/medien-zwischen-terror-und-pegida-wir-lassen-uns-die.694.de.html?dram:article_id=308345
(3) http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19686
(4) http://www.badische-zeitung.de/karikaturen/umstrittene-karikatur-nicht-jede-kritik-ist-antisemitismus–60898246.html
(5) http://www.taz.de/!119224/
(6) http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/antisemitismus-vorwurf-sueddeutsche-nennt-veroeffentlichung-fehler-a-909299.html
(7) http://www.tagesspiegel.de/medien/zuckerberg-eine-krake-antisemitismus-vorwurf-nach-sz-karikatur/9538414.html
(8) http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/16732
(9) https://prod01-cdn01.cdn.firstlook.org/wp-uploads/sites/1/2015/01/latuff2.jpg
(10) http://www.taz.de/!21847/
(11) http://www.stern.de/politik/ausland/frankreich-die-pressefreiheit-ist-in-gefahr-632571.html
(12) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/charlie-hebdo-macht-weiter-13360086-p2.html
(13) http://www.fr-online.de/aegypten-syrien-revolution/aegypten-haftstrafen-fuer-al-dschasira-journalisten,7151782,27580416.html
(14) http://www.nytimes.com/2015/01/02/world/middleeast/egypt-al-jazeera-journalists-trial.html?_r=0
(15) http://www.taz.de/!105966/
(16) http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-12/reporter-press-emblem-campaign
(17) http://www.bild.de/politik/inland/thomas-de-maiziere/im-interview-bisher-haben-wir-glueck-gehabt-39281764.bild.html
(18) http://www.derwesten.de/politik/hunderttausende-wollen-in-paris-gegen-terror-demonstrieren-id10222186.html
(19) http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/lagerfelds-karikaturen/lagerfeld-reagiert-mit-karikatur-auf-anschlaege-von-paris-13361639.html
(20) http://www.sueddeutsche.de/politik/anti-terror-krieg-wird-zu-obamas-war-herr-ueber-leben-und-tod-1.1375597
(21) http://www.haaretz.com/news/israel-election-2015/1.636365
(22) http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14763
(23) http://www.fr-online.de/terror/mouhanad-khorchide–fuer-muslime-ist-der-terror-ein-stachel-,29500876,29528042.html
(24) http://electronicintifada.net/blogs/ali-abunimah/new-french-prime-minister-eternally-tied-israel
(25) https://www.youtube.com/watch?v=Y9Bs3tF1jj0
(26) http://www.spiegel.de/panorama/justiz/pariser-geiselnehmer-coulibaly-rechtfertigt-seine-taten-vor-geiseln-a-1012374.html
(27) http://www.faz.net/aktuell/politik/kommentar-zum-anschlag-auf-satiremagazin-charlie-hebdo-13358326.html
(28) http://www.bild.de/politik/ausland/bild-kommentar/warum-wir-die-ueberwachung-der-nsa-gegen-den-terror-brauchen-39258474.bild.html
(29) http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/charliehebdo/sn/artikel/weltweite-solidarisierung-nach-paris-anschlag-133899/
(30) http://www.heise.de/tp/artikel/43/43818/1.html
(31) http://www.taz.de/Debatte-Je-suis-Charlie/!152567/
(32) https://www.youtube.com/watch?v=PhcWhu9zRGY

Video: Interview mit Dr. Udo Ulfkotte

Viele Dinge, die ich regelmäßig in meinen Berichten anspreche, werden von der Mehrheit der Bevölkerung als Verschwörungstheorien abgestempelt. Hauptsächlich deswegen, weil sie so fantastisch oder an den Haaren herbeigezogen klingen, dass man sich einfach nicht vorstellen kann, dass auch nur Teile davon wahr sein könnten. Bestes Beispiel ist meine Ablehnung unserer Leitmedien und wie der ein oder andere vielleicht schon erkennen konnte, lasse ich keine Gelegenheit aus, meine Mißbilligung und Kritik an deren Verhalten zu äußern. Das beginnt mit meiner oft geäußerten Meinung, sie seien offensichtlich gleichgeschaltet und von höherer Stelle koordiniert und beeinflusst bis hin zu Journalisten, die entweder keine Zeit oder keine Lust darauf haben, ihre Stories umfangreich zu recherchieren.

Im hier verlinkten Interview zwischen Ken Jebsen (der oft als Verschwörungstheoretiker defamiert wird, meiner Meinung nach aber die Fragen stellt, die andere Journalisten stellen müssten) und dem Buchautor Dr. Udo Ulfkotte kommen endlich ein paar Fakten auf den Tisch. Von Verschwörung kann dabei nicht die Rede sein, schließlich hat Herr Ulfkotte selbst 17 Jahre lang bei der FAZ gearbeitet und hat selbst im System drin gesteckt. Wie Journalisten in diesem System geschmiert und beeinflußt wurden, erzählt er sehr eindrucksvoll. Auch, wie er kritische Berichte nicht veröffentlichen durfte. So wollte er von einem Giftgasangriff von Irak auf Iraner im Jahre 1988 berichten, der von Amerikanern geplant und mit deutschem Giftgas ausgeführt wurde und bei welchem er Krebs bekommen hat. Dies wurde von der FAZ abgelehnt; seine Fotos wurden von den Behörden eingezogen.

Ulfkotte erklärt, wie genau es zur Beeinflussung der Journalisten kommt und dass dieses nur indirekt erfolgt. Passt man sich nicht an, stellt Fragen oder berichtet entgegen der vorgeschriebenen Meinung, steigt man die Karriereleiter nicht auf. Stellt man sich quer, reist man nicht mehr auf Einladung verschiedener Länder, Organisationen oder Politiker durch die Welt, erhält keine teuren Geschenke und sitzt irgendwo in einer Lokalredaktion und versauert.

Sehr interessant finde ich seine Aussagen zum Thema Merkel und wie der BILD Chefredakteuer (und Gesamtherausgeber der BILD – Gruppe) Kai Diekmann einflussreicher ist als die Kanzlerin. Mit nur einem negativen Artikel über zum Beispiel ihre Vergangenheit könnte er die Mutter der Nation stürzen und schwebt somit wie das Damokles Schwert über der Kanzlerin. Wenn man bedenkt, dass die BILD nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges unter Mitwirkung der CIA gegründet wurde und sich Redakteure in ihren Arbeitsverträgen zu amerikapositiver Berichterstattung verpflichten müssen, sagt das sehr viel über die Souveränität unserer Medien aus! Dies ist übrigens keine Verschwörungstheorie, die BILD Verträge sind im Internet einsehbar.

Der ganz normale Wahnsinn

Während wir tagtäglich von unseren systemtreuen Medien mit ausführlichen Erzählungen von Horrortaten der US finanzierten Terrorgruppe IS(IS) weiterhin von der Notwendigkeit des Krieges in Irak, Syrien & Co überzeugt und somit auf Kriegskurs gehalten werden sollen, gehen die grausamen Entdeckungen in der Ostukraine gänzlich im Bombenhagel unter. Und das ist auch so gewollt. Denn wie sollte die deutsche Regierung ihren zahlenden Steuersklaven sonst glaubhaft erklären, warum wir eine faschistische Regierung in Kiew unterstützen, die es während des Krieges in der Ostukraine zugelassen (vielleicht sogar angeordnet ?) hat, dass Zivilisten gefoltert und in Massen abgeschlachtet werden? Inzwischen wurde das vierte (!) Massengrab in der Ukraine gefunden und alle auf solchen Gebieten, die mehrheitlich von der ukrainischen Armee gehalten wurden. Die Leichen weisen Spuren von Folter auf, von Verbrennungen bis hin zu gebrochenen Knochen und Gelenken. Darüber hört man kein Wort in unseren Medien. Wie auch, schließlich sind sie alle damit beschäftigt, Vladimir Putin die Schuld für irgendeinen Blödsinn in die Schuhe zu schieben, da bleibt für Tatsachenberichte keine Zeit. Der Mann wurde gestern übrigens 62 Jahre alt. Irgendwo wird bestimmt gerade wieder ein Bericht darüber verfasst, wie er halbnackt, in russischem Wodka und Kaviar badend barbarisch seinen Geburtstag unter wilden Tieren feiert, denn dies ist ja das Bild, das unsere Qualitätsmedien gern von ihm zu zeichnen gedenken. Von dem wirklichen Barbaren Barack Obama und seinen best mates erfahren wir hingegen nichts.

Obwohl ich die Nachrichten nicht mehr verfolge und auch sonst der Fernseher meist nur ausgeschaltet Staub fängt bin ich mir ziemlich sicher, dass auch die landesweiten Demos und Protestaktionen am Tag der deutschen Einheit weitestgehend unbeachtet blieben. Dabei meine ich ausdrücklich nicht die von Politikern frequentierten Lügenveranstaltungen, wo sich Merkel, Gauck & Co die Klinge in die Hand gaben um uns von den Vorzügen der deutschen Einheit 1989 zu berichten und uns glaubhaft zu machen versuchen, dass es den Deutschen noch nie so gut ging, wir noch nie so vereint waren wie heute und dass man Unrechtsstaaten und ihre Regierungen bekämpfen muss. Dabei wird immer wieder gerne vergessen, dass die DDR Regierung nicht von außen bekämpft und abgesetzt wurde, sondern von innen und zwar von den mutigen Bürgern der ehemaligen DDR, die auf die Straße gegangen und für ihre Rechte eingetreten sind! Das war kein von den USA veranstalteter und hintenherum organisierter Regiemechange sondern politisch engagierte Menschen, die es satt hatten, von ihrer Regierung gegängelt und unterdrückt zu werden. Wieso nur verstehen das die Menschen heute im vereinten Deutschland nicht und gehen GEMEINSAM auf die Straße, um gegen Merkel und ihre Räuberbanden aus USA und EU zu demonstrieren und sie zum Teufel zu jagen?!

In diesem Zusammenhang möchte ich auch erwähnen, dass mir die Phrase „Unrechtsstaat DDR“ gewaltig auf den Magen schlägt. Sicher, es war nicht alles in Ordnung, was sich die Honecker Regierung zusammen mit der Stasi geleistet hat, und das möchte ich auch gar nicht gutheißen, aber mal ganz ehrlich, ist es nicht heutzutage um vieles schlimmer? Damals wurden die Bürger von ihrem eigenen Geheimdienst ausspioniert, heute ist es der eigene Bundesnachrichtendienst, der die Daten an den Meistbietenden verschärbelt und Amis und Briten mitlesen, mithören und aufzeichnen lässt. Das ist doch kein Deut besser als zu Zeiten der Stasi. Und damals haben wir wenigstens davon gewusst! Gäbe es heute keine Leute wie Edward Snowden, die ihr eigenes Leben und ihre Freiheit riskieren, um solche Missstände ans Licht zu bringen, dann hätten wir keine Ahnung, was da mit unseren Daten getrieben wird und wie unsere Privatsphäre mit Füssen getreten wird!

Am 03. Oktober fanden allein in Berlin dutzende Demos statt, zum Teil zum Thema „Tag der Wahrheit“, an dem sich Journalisten verpflichtet fühlen sollten, endlich mal nicht mehr zu lügen sondern nur die Wahrheit zu schreiben. Dass die schreibende Klasse noch nicht so weit ist, war mir klar und man sollte vielleicht auch nicht allzu hart mit ihnen ins Gericht gehen, schließlich müßen diese Leute auch ihre Familien ernähren und bangen um ihre Jobs. Nebenher fanden auch Antikriegsdemos und Friedensmahnwachen statt, zwei davon direkt vor dem Reichstag und vor dem Bundeskanzleramt.

Meiner Meinung nach sehr wichtige Protestmärsche gegen die NATO und die Bundesluftwaffe fanden zum zweiten Mal in Kalkar am Niederrhein vor der Seydliz – Kaserne statt. In Kalkar wurde das weltweit agierende NATO Luftkommando eingerichtet und dort werden Entscheidungen darüber gefällt, gegen welche Länder die USA mit Kampfdrohnen vorgehen wird. Auch wenn wir Deutschen uns gerne in die Tasche lügen, an den Kriegen der USA nicht beteiligt zu sein, stimmt dies schon lange nicht mehr. Die Kriege werden in Kalkar geplant und vom Militärstützpunkt Ramstein aus durchgeführt, wo Flugobjekte (Drohnen) und Marschflugkörper stationiert sind.

Wie praktisch übrigens, dass sich Ebola nun in Afrika ausbreitet und die USA „um Hilfe gebeten“ wurden, diese Tragödie in den Griff zu kriegen. Da kann man gleich die wenigen Ressourcen, die diese Länder haben (zum Beispiel Bodenschätze oder fruchtbares Land) abgreifen und sich daran bereichern, wie man das überall so macht. Was ich absolut nicht verstehe ist die Tatsache, warum nun Ebola auch weltweit bewusst verbreitet wird. Anders kann ich die Aktionen nicht deuten, wo an Ebola Erkrankte in weite Teile der Welt ausgeflogen werden um dort behandelt zu werden. Dann tauchen plötzlich Erkrankungsfälle auch in Europa auf (erst gestern der Fall der französischen Krankenschwester) und es wird Panik verbreitet. Was soll das? Dass diese Leute ordentlich behandelt werden müssen, ist mir vollkommen klar, aber kann man das nicht auf kleine Kreise beschränken und vielleicht ein Krankenhaus in einem Ort zum Ebola Behandlungszentrum machen, dort alle Ressourcen konzentrieren und die Fachkräfte dorthin verlegen? Zumal nach der Panikmache Tage später sowieso immer die freudige Nachricht verbreitet wird, dass diese Menschen von Ebola geheilt wurden. Wundern tut mich das nicht, denn wenn die USA diesen Virus in ihren eigenen Labors erzeugt haben, können sie ihn auch bekämpfen, die Frage ist nur, welche Leute von diesem Antivirus profitieren und warum man dies nicht in Afrika einsetzt, wo der Stoff wirklich gebraucht wird. Hier geht es natürlich wieder um Unmengen von Geld und es haben sich in den letzten Jahrzehnten bereits sehr viele Politiker und andere (Un-)Menschen dazu geäußert, dass die Welt überbevölkert ist und die Mengen drastisch reduziert werden müssen.

Ein weiterer Aufreger der letzten Wochen betrifft die Bundeswehr und die angeblichen Missstände bei deren Ausrüstung. Kommt es niemandem spanisch vor, dass unsere „Spitzenpolitiker“ erst von mehr Verantwortung Deutschlands in der Welt sprechen und davon, dass wir uns auch militärisch mehr einmischen müssen, wenn Menschen Unrecht getan wird. Und Wochen später hören wir tagtäglich, dass die Flugzeuge, Panzer und Kraftfahrzeuge der Bundeswehr plötzlich alle vor sich her rosten, auseinanderfallen und nicht mehr verlässlich eingesetzt werden können? Da frage ich mich, was unsere fleißige Rüstungsindustrie all die Jahre für einen Schrott produziert hat! Genaue Daten liegen mir gerade nicht vor, aber die Rüstungsausgaben der letzten Jahre waren bestimmt keine kleinen Posten im bundesdeutschen Haushalt und da fragt man sich doch, was mit diesem Geld passiert ist? Der merkelsche Sparzwang und Druck auf die öffentlichen Kassen für das Erreichen der magischen schwarzen Null hat sicher auch die Bundeswehr erreicht aber ich bin mir sicher, dass noch genügend Geld abgefallen ist, um den erhöhten Ausrüstungs- und Kriegsanforderungen unserer NATO Freunde Rechnung zu tragen. Vielleicht sollte sich unsere Waffen Uschi noch mal an den Küchentisch setzen und ihr Haushaltsbuch zücken und ganz genau nachrechnen, was mit ihrem Geld geschehen ist und wofür es eingesetzt wurde. Es kann doch nicht alles im Eurofighter Skandal versickert sein. Außerdem hat sie bereits angekündigt, dass es ungenutztes Geld im Etat gibt, welches dieses Jahr auch nicht mehr eingesetzt werden soll. Was soll das denn schon wieder? In anderen Bereichen ist es so, dass ungenutztes Geld im nächsten Etat fehlt, weil man davon ausgeht, dass dieses nicht benötigt wird. Deswegen gibt es ja gerade zum Jahresende hin so viele Baustellen in den Städten und Gemeinden, weil man den Geldtopf leeren muss. Gelten für unsere Uschi andere Regeln? Ich persönlich glaube dass momentan mal wieder eine Kampagne zur Beeinflussung der deutschen Meinung läuft, und das Volk einer späteren Steigerung der Rüstungsausgaben der Bundesregierung gnädig gestimmt werden soll. Schließlich kann es doch nicht sein, dass sich das Hochtechnologieland Deutschland im Ausland blamiert, weil ihre Ausrüstung so alt und verschlissen ist!

Eine gute Nachricht zum Schluss. Das Landgericht Hamburg hebt die einstweilige Verfügung gegen die ZDF Sendung „Die Anstalt“ und den darin aufgezeigten journalistischen Interessenkonflikten weitestgehend auf. In der Sendung wurde auf einer Schautafel dargestellt, wie führende Journalisten großer deutscher Zeitungen mit bestimmten atlantischen (Lobby) Organisationen verbändelt sind. Der ZEIT Herausgeber Josef Joffe und einer seiner Autoren Jochen Bittner erwirkten eine einstweilige Verfügung, weil sie ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sahen. Komisch, als es um die Opfer und Hinterbliebenen der MH 17 Flugkatastrophe ging und deren Bilder, Namen und Lebensgeschichten in den deutschen Medien hoffiert wurden, kümmerte sich niemand um deren Persönlichkeitsrechte. Warum gibt es eigentlich keinen Aufschrei der Hinterbliebenen darüber, dass es noch immer keine verlässlichen Resultate aus der Flugschreiber Auswertung gibt oder dass der aufgezeichnete Funkverkehr zwischen Tower und Pilot noch immer nicht veröffentlicht wurde? Aber ich schweife schon wieder ab….

Quellen:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/917783.der-krieg-beginnt-in-kalkar-hier-muss-er-gestoppt-werden.html

http://www.heise.de/tp/news/Josef-Joffe-und-Jochen-Bittner-scheitern-gegen-Die-Anstalt-ZDF-2412331.html

Die ARD wird gerügt…

…doch so richtig öffentlich geschieht dies leider nicht.

Bereits im Juni dieses Jahres hat der Programmbeirat der ARD die Berichterstattung des öffentlich rechtlichen Senders im Hinblick auf den Ukraine Konflikt stark kritisiert.

„Der Programmbeirat der ARD soll die Interessen der Zuschauer gegenüber den Programmverantwortlichen vertreten und dafür sorgen, dass der Programmauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks umgesetzt wird. Das Ziel von Deutschlands größter Medienanstalt ist es, allen Zuschauern “hochwertige Information” anzubieten.“ (Anmerkung: da muss ich erstmal lauthals loslachen)

Ausgangspunkt war die vermehrt geäußerte Kritik aus breiten Reihen des Publikums, die mit der Berichterstattung der ARD alles andere als zufrieden waren und diese als zu einseitig zulasten Russlands empfanden, als lückenhaft und unzureichend.

In folgenden Punkten hat der Programmbeirat eine unzureichende Arbeit der ARD festgestellt: (1)

  1. Differenzierende Berichte über die Verhandlungen der EU über das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine hätten gefehlt
  2. die politischen und strategischen Absichten der NATO bei der Osterweiterung seien kaum thematisiert worden
  3. Die Legitimation des sogenannten Maidanrats und die Rolle der radikal nationalistischen Kräfte, insbesondere der Swoboda hätten ebenso wenig eine Rolle gespielt wie deren Aktivitäten beim Scheitern der Vereinbarung zur Beilegung der Krise in der Ukraine vom 21. Februar
  4. die Verfassungs- und Demokratiekonformität der Absetzung Janukowitschs sowie die Rolle rechtsradikaler Kräfte bei dessen Sturz seien nicht hinreichend Gegenstand der ARD Berichterstattung gewesen
  5. eine kritische Analyse von Politikern wie Julia Timoschenko und Vitali Klitschko wäre hilfreich gewesen
  6. gerade in jüngster Zeit fehlten belastbare Belege für die Infiltration durch russische Armeeangehörige
  7. der Beirat vermisst einen längeren Beitrag, um die tieferen Ursachen der Krise verständlich zu machen
  8. die Auswahl von auftretenden Experten in Sondersendungen und Dokumentationen wird kritisiert
  9. Bei den Talkshows der ARD hätten schon die Titel häufig antirussische Tendenzen erkennen lassen

Nochmal zur Erinnerung, dieser Bericht stammt vom Juni 2014. Inzwischen hat die ARD ihre Propaganda und Kriegshetze meiner Meinung nach noch mal verschärft!

Der Bericht verwendet recht häufig Wörter wie „fragmentarisch“, „tendenziös“, „mangelhaft“ und „einseitig“ und empfiehlt der ARD gründlichere Recherchen. Leider hat der Programmbeirat der ARD nur eine beratende Funktion und ist daher nicht in der Lage, die Programmverantwortlichen zum Umdenken zu bewegen. So hat der ARD-Chefredakteur und stellvertretende Programmdirektor Thomas Baumann die Kritik zwar zur Kenntnis genommen (er war bei der Sitzung anwesend), diese aber alsbald wieder mit der Begründung abgewiesen, dass sich die ARD in Sachen Berichterstattung nichts vorzuwerfen habe und durch zahlreiche Beiträge, Sendungen und Sondersendungen ein differenziertes Bild der Lage abgeben würde.

Man kann unter gewissen Umständen natürlich von Differenziertheit sprechen, wenn in der Tagesschau gelogen wird bis sich die Balken biegen und diese Aussagen dann in Sondersendungen kurz vor Mitternacht relativiert werden. Der Schaden ist trotzdem angerichtet und genau das ist ja auch der Plan. Machen wir uns nichts vor, das Weglassen wichtiger Informationen, das Schüren von Angst und die einseitige Sichtweise auf bestimmte Dinge sind nun mal die wichtigsten Elemente von Propaganda und das ist genau das, was hier geschieht!

Sahra Wagenknecht von den Linken hat dazu sehr passend gesagt:

„Der Bericht des Programmbeirats zur Ukraine-Berichterstattung der ARD ist vernichtend und bestätigt, was seit Monaten überdeutlich ist: Die ARD berichtet unausgewogen und tendenziös und positioniert sich in ihren Sendungen über den Ukraine-Konflikt einseitig gegen Russland. Die größte Sendeanstalt der Bundesrepublik missbraucht damit eklatant ihren Informationsauftrag und macht sich zum willfährigen Handlanger politischer Interessen. Dies ist nicht hinnehmbar.“ Außerdem betont sie, dass ARD und ZDF zwingend der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit verpflichtet seien. „Nur so sind die Zwangsgebühren, die von der gesamten Bevölkerung erhoben werden, zu rechtfertigen.“ Die ARD sei eine Anstalt öffentlichen Rechts und keine politische Redaktion der Bundesregierung oder gar der US-Administration“.

Zahlreiche Beschwerden gab es auch hinsichtlich der Berichterstattung zum Absturz von MH17 und der Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Verstorbenen, die hetzerisch auf Titelseiten abgebildet wurden, um Stimmung gegen Putin zu machen. So missbilligt der Presserat das Spiegelcover vom 27.07.2014 mit dem Titel „Stoppt Putin jetzt!“ wobei die Opferfotos für eine politische Aussage instrumentalisiert wurden und somit ihr Opferschutz verletzt wurde.

Dazu ein kurzer Auszug aus der Richtlinie 8.2 für den Opferschutz

„Die Identität von Opfern ist besonders zu schützen. Für das Verständnis eines Unfallgeschehens, Unglücks- bzw. Tathergangs ist das Wissen um die Identität des Opfers in der Regel unerheblich. Name und Foto eines Opfers können veröffentlicht werden, wenn das Opfer bzw. Angehörige oder sonstige befugte Personen  zugestimmt haben, oder wenn es sich bei dem Opfer um eine Person des öffentlichen Lebens handelt.“

Meiner Meinung nach geht der Presserat hierbei nicht hart genug gegen diese Schmierfinken vor. Bei Verstößen gegen publizistische Grundsätze hat der Presserat nach Prüfung der Beschwerde die Möglichkeit, die folgenden drei Maßnahmen zu ergreifen:

  1. Hinweis: ergeht an die betreffende Redaktion bei geringeren Verstößen gegen den Kodex; nicht öffentlich
  2. Missbilligung: ergeht für schwere Verstöße gegen den Kodex; nicht öffentlich. Nach §15 Beschwerdeordnung besteht keine Pflicht, Missbilligungen in den betroffenen Publikationsorganen abzudrucken. Als Ausdruck fairer Berichterstattung empfiehlt der Beschwerdeausschuss jedoch eine solche redaktionelle Entscheidung.
  3. Rüge: härtestes Sanktionsmittel: Öffentliche Rügen muss das Medium abdrucken. Nicht-öffentliche Rügen werden ausgesprochen bei schwerwiegenden Verstößen, wenn sich eine weitere Veröffentlichung aus Gründen des Opferschutzes verbietet. (3)

Wenn ich als Spiegel Verleger oder Chefredakteur lediglich eine Missbilligung für solch eine Propaganda Ausgabe zu erwarten habe, die lediglich nicht öffentlich ausgesprochen wird und in einigen wenigen online Ausgaben von Blogs und alternativen Zeitungen besprochen werden, dann habe ich doch alles richtig gemacht. Meine Leserschaft wird nie davon erfahren und somit davon ausgehen, dass alles richtig gemacht wurde. So werden Nachrichten und Meinungen heute gemacht. Wenn sich keiner aufregt, umso besser!

 

Quellen:

(1) http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/1.html

(2) http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ruege-des-programmbeirats-berichtet-die-ard-zu-russlandkritisch/10722250.html

(3) http://www.mmnews.de/index.php/politik/19812-presserat-ruegt-spiegel-wegen-mh17-putin-cover

 

 

Neue Rubrik: Nur kurz

Ab heute führe ich eine neue Rubrik ein, genannt „Nur kurz“, in der ich auf meiner Meinung nach wichtige Entwicklungen hinweisen möchte, ohne einen langen Artikel darüber zu schreiben. Das schließt nicht aus, dass ich darüber zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher schreiben werde.

Journalisten verschwinden in der Ukraine

Die OSZE- Beauftragte für Pressefreiheit Dunja Mijatovic´ hat vor ein paar Tagen auf das Verschwinden des russischen Fotojournalisten Andrey Stenin in der Ostukraine aufmerksam gemacht. Außerdem sind auch andere Journalisten spurlos verschwunden.

Während einer dieser Journalisten nach seinem Verschwinden wieder aufgefunden wurde und darauf hinwies, vom ukrainischen Militär festgehalten worden zu sein, bleibt der Aufenthaltsort der anderen ungeklärt.
Mijatovic´ hat die Verantwortlichen aufgefordert, die Entführungen und Verschleppungen sofort zu unterbinden und es Journalisten zu ermöglichen, ihre Arbeit ohne Einschüchterung oder Androhung von Gewalt ausüben zu können.

Quellen:
http://www.osce.org/fom/122534
http://www.osce.org/fom/121824
http://www.osce.org/fom/122396

Demonstrationsrecht in Osteuropa ist Thema bei deutschen Politikern und Journalisten – in Südeuropa nicht (von Wirtschaft und Gesellschaft)

Heute mal wieder ein Artikel aus fremder Feder, diesmal gefunden auf www.wirtschaftundgesellschaft.de. Es geht um die vielgepriesene Pressefreiheit und darum, was man in Deutschland daraus macht. Dass die deutsche Bevölkerung nichts davon erfährt, wenn die Leute in Griechenland oder Spanien wegen der unmenschlichen Kürzungen im sozialen Bereich auf die Straße gehen und ihrem Unmut freien Lauf lassen. Wer hat schon von unseren Medien erfahren, dass die Zuschüsse für die griechischen Hochschulen in den letzten Jahren um 46% gesunken sind?! Soziale Unruhen in diesem ach so tollen Europa darf es einfach nicht geben, deswegen wird nicht über sie berichtet, aus Angst, dass sich Leute in anderen Ländern dazu anstecken lassen und ebenfalls auf die Straße gehen.
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Fast im Vorbeigehen erfuhren es diejenigen, die sich am 7. Juni an sich nur über das Bildungswesen in Griechenland informieren wollten oder, wie wahrscheinlich die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer, die die Sendung Pisaplus im Deutschlandfunk gerade durch Zufall eingeschaltet hatten (Quelle: hier): “Erst die Androhung der Regierung, das Kriegsrecht über die Hochschulen zu verhängen, schüchterte Studierende und Uni-Angehörige derart ein, dass sie von ihren Protesten abließen.” Googelt man “Kriegsrecht Griechenland Universität” findet man kein einziges bekanntes deutsches Medium, das darüber im vergangenen Jahr berichtet hätte. Was für ein Kontrast gegenüber der deutschen Berichterstattung über und den Bekundungen deutscher Politiker gegenüber der Entwicklung in der Ukraine, in Russland und in anderen Ländern Osteuropas.

Dieselbe Sendung informierte darüber, dass “nach einer Erhebung der European University Association der griechische Staat die Zuschüsse an den Hochschulen im Land im Zeitraum von 2009 bis 2013 um 46 Prozent (kürzte)…Nicht zuletzt die Jugendarbeitslosigkeit, die auch bei Jung-Akademikern bei nahezu unvorstellbaren 60 Prozent und darüber liegt, führte erst zu heftigen Protesten, dann auch zu einem vier Monate anhaltenden Streik an acht griechischen Unis, darunter auch die Universität von Athen.”

Vier Monate Streik, heftige Proteste, Androhung des Kriegsrechts, alles kein Anlass für den Deutschlandfunk und für die anderen öffentlich-rechtlichen Medien zum Zeitpunkt des Geschehens darüber zu berichten? Immer aber war dafür in den deutschen Medien Raum, die vermeintlich notwendigen, alternativlosen, beschönigend “Reformen” genannten, in den betroffenen Ländern eine soziale und ökonomische Wüste hinterlassenden staatlichen Ausgabenkürzungen, Lohnsenkungen und den Abbau von Arbeitnehmerrechten zu vermitteln. Wenn das kein Medien-Skandal ist, was dann? Wenn das kein politischer Skandal ist, was dann?

Und das gilt nicht allein für die Ereignisse in Griechenland. Wir haben am Ende des vergangenen Jahres über eine ähnliche Entwicklung in Spanien berichtet, auf die wir nicht durch die Berichterstattung in den deutschen Medien aufmerksam geworden sind, sondern durch ein zufälliges Gespräch mit Spaniern in Berlin (Alltag im Regierungsviertel/Eurokrise: Vier Spanier erzählen). Auch in Spanien wurde das Demonstrationsrecht massiv eingeschränkt.

Wie kann es sein, dass wir nichts oder wenn, nur durch Zufall darüber erfahren, obwohl wir doch alle den öffentlich-rechtlichen Medien kostspielige AuslandskorrespondentInnen finanzieren, obwohl doch alle vermeintlich seriösen Journalisten und Herausgeber das hohe Lied von der Pressefreiheit singen, so oft und so laut es irgendmöglich geht? Diese aber berichten nicht selten nicht nur auffallend einseitig, wie über die Entwicklung in Osteuropa (siehe zum Beispiel hier); sie berichten anscheinend überhaupt nicht, wie über die Aushebelung des Demonstrationsrechts in Südeuropa, wenn es nicht ins herrschende Bild passt, das Politik und Medien in Deutschland so erfolgreich wie zerstörerisch verbreiten.

Fehlende Pressefreiheit ist ein Verbrechen, ein Vergehen gegen die Demokratie. Sie nicht zu nutzen, wenn es sie gibt, wie in Deutschland, sei es aus beruflichem und politischem Opportunismus oder aus ideologischer Überzeugung, ist noch viel verwerflicher.

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