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Arbeitsplätze (von Volker Pispers)

Ich lese gerade von Volker Pispers “RadioAktiv“, eine Zusammenstellung seiner Hörfunkglossen aus 13 Jahren Vormittagsprogramm von WDR2 und stosse dabei auf erfrischende Texte, die eines ganz deutlich machen. Es lohnt sich durchaus, in den aktuellen Krisen zurück zu schauen und sich mit den Krisen (hausgemacht oder von aussen auf uns hereingebrochen) der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Man wird feststellen, dass wir immer wieder den gleichen Brei durchkauen und wir die wahren Probleme nur vor uns herschieben, ohne eine wirkliche Lösung herbeizuführen. Dazu bräuchte es Politiker mit Durchblick und dem Willen, wirklich etwas verändern zu wollen. Liest man dieses Buch, erkennt man schnell (falls man dies nicht schon längst hat), dass es diesen Willen bei der Spezies Politiker nicht mehr gibt. Die sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und der Frage, wo sie sich nach ihrer Politikerkarriere verdingen, um dort ihren Lebensunterhalt zu beschreiten.

Ihr ein kleiner Auszug: Arbeitsplätze vom 22.07.2008

“Auf der Liste der bedrohten Arten stehen die Arbeitsplätze ja wohl ganz, ganz oben. Speziell die Arbeitsplätze in Deutschland sind von derart vielen und verschiedenartigen natürlichen Feinden bedroht, dass man glatt den Überblick verliert.

Wenn die Krankenkassenbeiträge steigen, bedrohen die unbezahlbaren Lohnnebenkosten die Arbeitsplätze. Wenn die Krankenkassenbeiträge sinken, sind auch Arbeitsplätze in Gefahr, weil dann im Gesundheitswesen Geld fehlt und Leute entlassen werden müssen.

Ähnliches ist beim Euro zu beobachten. Wenn der Euro, wie derzeit, stark ist, jammern die Wirtschaftsexperten rum, dass die Arbeitsplätze bedroht sind, weil unsere Exporte für das Ausland kaum noch zu bezahlen sind. Wenn der Euro schwach ist, jammern die Wirtschaftsexperten auch rum, denn dann sind die Arbeitsplätze bedroht, weil die Importe unbezahlbar werden.

Man kann es den Arbeitsplätzen aber auch wirklich nur schwer recht machen. Und woher soll der Euro eigentlich wissen, ob er gerade zu stark oder zu schwach ist? Vielleicht sollte er mal die Wirtschaftsexperten fragen, denn die verfügen über Arbeitsplätze, die grundsätzlich nie bedroht sind. Ob Aufschwung oder Rezession, ob Infla- oder Stagflation – den Wirtschaftsexperten geht es immer gut. Allzeit bereit, sitzen diese durchweg männlichen Mentalblondinen in den Talkshows und sondern mit sorgenzerfurchter Stirn die für die jeweilige Krise verfügbaren Plattitüden ab.

Im Zweifelsfall sind übrigens grundsätzlich die Löhne zu hoch. Nein, nicht die Löhne der Experten, die Löhne der arbeitenden Bevölkerung. Vermutlich hoffen die Experten, durch eine Senkung der Löhne die stagnierende Binnennachfrage anzukurbeln.

Vorallem die Lohnnebenkosten müssen runter. Dass die Menschen Lohn brauchen, weil sie ohne Essen und Trinken nicht zur Arbeit kommen können, das sehen viele Arbeitgeber ja noch widerwillig ein, aber Lohnnebenkosten? Gut, über Zuschüsse zur Krankenkasse könnte man ja noch reden. Mit kranken Arbeitnehmern kann keine Firma Geld verdienen. Aber warum soll der Arbeitgeber sich an der Renten- und Arbeitslosenversicherung beteiligen? Also runter mit den Lohnnebenkosten. Nebensachen wie die Rente sollen die Arbeitnehmer gefälligst selber finanzieren durch eine kapitalgedeckte Altersvorsorge. Wovon? Natürlich von den gekürzten Löhnen. Fragen Sie nur die Experten. Wirtschaftsexperten – etwas Blöderes finden Sie in keinem Tierpark. “

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Nur kurz: Wo wird das noch enden?

Seit heute gibt es an einigen Grenzen Europas wieder Kontrollen. Warum habe ich nicht ganz verstanden. Um den Ansturm an Flüchtlingen aufzuhalten, den unsere Regierungen erst durch ihre Einladungen entfacht haben? Oder um die Schleuser und Schlepperbanden zu erwischen, deren Geschäftsmodel gerade super erfolgreich ist? Oder um vielleicht die vielen angeblichen IS Kämpfer zu schnappen, die sich zusammen mit den Flüchtlingen Richtung Europa aufgemacht haben, um hier ein bißchen Stimmung zu machen?

Fakt ist, dass gerade das passiert, was einige schlaue Köpfe teilweise schon vor Jahrzehnten  vorhergesagt haben, damals aber noch belächelt wurden. Etwas, was bereits in den USA wunderbar funktioniert hat. Man schafft ein Problem und bietet auch gleich die Lösung dafür. Die Menschen werden sie begrüßen da sie an einer Beseitigung der Mißstände interessiert sind, ohne dabei zu merken, dass ihre eigenen Freiheiten dabei eingeschränkt werden. Ganz konkret soll das heißen, dass es kein Zufall ist, dass all diese Leute jetzt zu uns nach Europa und speziell nach Deutschland möchten. Dort wird auch massiv “Werbung” für uns gemacht und Menschen mit falschen Versprechungen gelockt. Man hat die Grenzen geöffnet und Menschen ohne Kontrollen bzw ohne Registrierung reingelassen weil dies im Angesicht der Massen sicherlich auch im praktischen Sinne viel einfacher zu bewerkstelligen war. Nun möchte man dem ganzen einen Riegel vorschieben, cancelt den Zugverkehr und führt wieder Grenzkontrollen ein. Man hört die Kommentare der Europäer, die dies begrüßen, weil der unkontrollierte Zustrom an Flüchtlingen gestoppt werden muss und wir wissen müssen, wer denn eigentlich ins Land kommt.

Ein Europa ohne Grenzen und ohne Kontrollen, das war unsere Vision. Wir lassen sie uns gerade madig machen, weil die Politik einmal hüh und einmal hott sagt und sich im Vorfeld nicht wirklich überlegt, welche Konsequenzen das haben wird. Und ich möchte auch nochmal darauf aufmerksam machen, wie das ganze Problem in Syrien eigentlich zustande gekommen ist. Der Westen führt Krieg gegen IS(IS), die nachweislich (laut CIA Dokumenten) von den USA mitgegründet und unterstützt werden!

Was meine ich, wenn ich davon spreche, dass dieses System auch in den USA bereits sehr erfolgreich eingesetzt wurde? Vor ein paar Tagen erst gedachten wir wieder der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001. Selbst wer sich nur ein bißchen mit der Problematik beschäftigt, dürfte inzwischen festgestellt haben, dass der Commission Report, der die Untersuchungsergebnisse der Anschläge zusammenfasst, ein Lügenkonstrukt ist, bei dem Fakten einfach ignoriert und andere Hirngespinste geschaffen werden. Was man uns seit Jahren über den 11. September erzählt, ist schlicht weg falsch und erlogen. Man nutzte die Ohnmacht und die Wut der amerikanischen Bevölkerung, um Hass gegen Muslime zu schüren und den Patriot Act durchzusetzen, der grundlegende Rechte der amerikanischen Verfassung kürzt oder abschafft und der Regierung im Gegenzug das Recht einräumt, die Freiheitsrechte jedes Amerikaners rigoros einzuschränken und mit den Füssen zu treten. Widerstand gab es damals kaum weil man sich nun mal gegen die Muslime und die terroristische Gefahr schützen musste.

Was hier momentan in Europa passiert, entspricht meiner Meinung nach dem gleichen Schema. Und es wird noch weitergehen. Sehr bald wird es eine Einschränkung des Demonstrationsverbotes in Deutschland geben, um die angebliche Gefahr der Nazis einzuschränken. Heute hat man sich angeblich mit Vertretern von Facebook getroffen, um rassistische Äußerungen auf der Plattform zu unterbinden. Die Meinungsfreiheit ist also auch ade. Ich habe nichts dagegen, wenn Facebook & Co. beleidigende Äußerungen löschen aber für solche Fälle sind doch bereits bestimmte Vorgehensweisen vorhanden, dass man sich darüber beschweren kann etc. Wieso muss man wieder noch einen Schritt weitergehen? Und wo zieht man die Grenze? Und warum muss man sich bei bestimmten Äußerungen und Meinungen beleidigen und beschimpfen lassen (ich erwähne nur die Antisemitismuskeule, die vielen Systemkritikern gerne auf den Kopf gehauen wird) und keiner tut etwas dagegen? Wir bewegen uns hier auf einem sehr feinen Grad und es wird zunehmend schwerer, die vielen Stolpersteine sicheren Schrittes zu umgehen.

Video: KenFM im Gespräch mit: Hermann Ploppa (Die Macher hinter den Kulissen)

Wer sich noch immer nicht von der Illusion lösen kann in einer Demokratie zu leben in der wir durch Wahlen Einfluß auf die Politik und damit auf die Entwicklungen in unserer Gesellschaft, Wirtschaft etc nehmen können, dem sei dieses Video wärmstens empfohlen. Ken Jebsen interviewt den Journalisten und Buchautoren Hermann Ploppa über sein neuestes Buch “Die Macher hinter den Kulissen” und beleuchtet dabei das System der Einflussnahme von Eliten auf unsere Politik. Spätestens nach diesem Video sollte jedem klar sein warum es in Deutschland keinen Sinn mehr macht, alle 4 Jahre zur Wahl zu gehen und seine Stimme “abzugeben” denn die Marschrichtung wird den Parteien, die sowieso alle am Einheitsbrei zu ersticken drohen, von ganz woanders vorgegeben. Dies geschieht in Stiftungen und Gesellschaften wie der Atlantikbrücke, dem German Marshall Fund und vielen anderen, teilweise finanziert mit deutschen Steuergeldern. Wir lassen uns also von unseren Journalisten mit unseren eigenen Steuergeldern belügen und für dumm verkaufen! Dies geschieht nicht erst seit ein paar Jahren, gab es doch einige diese Gesellschaften bereits vor den Weltkriegen.

Ganz spannend wird es um Minute 40, wenn Herr Ploppa kurz anreist, wie die damalige DDR wirtschaftlich in die Knie gezwungen und von den Banken regelrecht ausgeraubt wurde- mit freundlicher Unterstützung der Politik, die mit dem Schuldentilgungsfonds noch einen drauf setzten. Wer glaubt, dass dies alles Geschichte sei und man darüber nicht mehr reden muss dem seien die sogenannten Freihandelsabkommen ans Herz gelegt, die die gleiche Entwicklung für Deutschland bereit halten. Wir werden wieder wie die Weihnachtsgänse ausgenommen werden und die Finanzmafia und Großkonzerne werden dem letzten kläglichen Rest Demokratie in Europa den Todesstoß versetzen.

Was bleibt, ist die marktkonforme Demokratie, die wenigen Privilegierten die Mittel und Möglichkeiten gibt, unsere Ressourcen weiter auszubeuten, sei es die Natur oder die Arbeitskräfte und dabei unerhört hohe Gewinne erwirtschaften kann. Risiken und Schulden werden weiterhin auf die Allgemeinheit übertragen und durch Steuern und Abgaben vom Fußvolk beglichen, damit das 1% der Mächtigen mit den privatisierten Gewinnen noch mehr Schindluder an den Finanzmärkten treiben kann. Vorsicht ist schon lange nicht mehr geboten, denn inzwischen sind sie längst alle als systemrelevant eingestuft und können sich der Hilfe der Nationalstaaten und deren Steuerzahler sicher sein. Der klagt zwar und meckert im kleinen Kreis, steckt aber viel zu sehr im Hamsterrad, um die Zusammenhänge zu verstehen oder den Mut aufzubringen, sich gegen all diesen Dreck aufzulehnen. Er tritt lieber in die Richtung, die ihm am einfachsten erscheint, weil von dort kein Widerstand  zu erwarten ist und das ist nach unten. Der Mittelstand hat enorm hohe Verlustängste aber anstatt sich gegen diejenigen aufzulehnen, die diesen Zustand herbeigeführt haben, schimpft er gegen Hartz IV Bezieher und seit neustem wieder gegen Flüchtlinge und Asylbewerber. Das ist einfach und benötigt auch keine Courage, denn diese Leute sind sowieso schon verängstigt, eingeschüchtert und größtenteils beraubt von Kampfgeist und Selbstbewußtsein. Ist dies das Land, in dem wir leben möchten?

Kann die „Kanzlerakte“ ignoriert werden? – Ja, sie kann und sie muss!

Ein sehr gelungener Beitrag zur oft angezweifelten Souveränität Deutschlands.

Video: Die Geschichte der Leitwährung

Wirtschaftspolitik gepaart mit leichtem Geschichtsunterricht. Ken Jebsen diskutiert mit dem Buchautor Georg Zoche die Geschichte der Leitwährung und dabei erfährt man erstaunliches. Die Idee einer Leitwährung wurde zuerst von den Nazis entwickelt, die natürlich die Reichsmark als Währungsstandard einführen wollten. Allerdings zielten sie auf ausgeglichende Güter- und somit Währungsströme zwischen den teilnehmenden Nationen ab. Die Briten und allen voran John Maynard Keynes wollten sich diese Idee zu Eigen machen, da die Reichsmark als Leitwährung undenkbar war. Angedacht war eine neue Währung, die keinem Land gehören würde (Unitas war ein Vorschlag). Amerika hingegen fand diese Idee auch gut, allerdings nur unter der Prämise, den US Dollar als Leitwährung einzusetzen und keine ausgeglichenen Güter- und Währungsströme zu erzeugen, da man davon nicht profitieren konnte. Um dies mit großer internationaler Beteilung zu erreichen, wurde Großritannien und der Rest der Welt beim Bretton Woods Abkommen über den Tisch gezogen.

Sehr interessant auch die Betrachtungen zum Thema Wirtschaftspolitik und wie man damit Kriege finanzieren kann. Schon mal darüber nachgedacht, dass es nie zu kriegerischen Auseinandersetzungen zweier Länder gekommen ist, die die gleiche Währung haben? Das liegt daran, dass man Kriege nur durch Schulden finanzieren kann. Würden nun zwei europäische Staaten Krieg gegeneinander führen wollen, müssten sie sich beide bei der Europäischen Zentralbank Geld leihen, um diese Auseinandersetzungen zu finanzieren.

Die ersten 10 Minuten sprechen die beiden über Motoren, weil Herr Zoche eigentlich Ingenieur ist. Wen das nicht interessiert, kann das gern überspringen, der Rest des Interviews ist mehr als unterhaltsam.

Stoppt diesen Weihnachtswahnsinn!

Alle Jahre wieder…. steht Weihnachten irgendwie viel zu früh vor der Tür und hat es versäumt, sich mit der zu spät eintreffenden Weihnachtsstimmung abzustimmen. Und so stehen die Lebkuchen schon im September im Laden, wenn die meisten noch sehnsüchtig an ihren Sommerurlaub zurückdenken. Im September können wir uns dem Weihnachtswahn aber noch irgendwie entziehen in dem wir Lebkuchen und Pfeffernüsse tapfer ignorieren und die alltäglichen Einkäufe ohne jegliches Jahrezeitgefühl erledigen. Wochen später holt uns die Realität wieder ein, wenn der ein oder andere im Bekannenkreis nach Wünschen für Weihnachten fragt oder die Kinder viel zu lange und unrealistische Wunschzettel für den Weihnachtsmann verfassen. Dann ist sie wieder da, die Panik und der Schweißausbruch, weil man keine Ahnung hat, was man schenken soll. Eigentlich haben sie ja schon alles und eigentlich wollte man doch mal ein bißchen Geld beiseite legen. Da hilft es kaum, wenn man Statistiken hört, dass jeder Deutsche im Durchschnitt über 400 Euro für Geschenke ausgibt und der Druck auf sich selbst und den eigenen Geldbeutel wächst. Sind wir schlechte Eltern, wenn wir weniger für die Kinder ausgeben? Sind wir schlechte Söhne oder Töchter, wenn wir unseren Eltern etwas schenken, was unter dem Durchschnitt liegt?

Spätestens nach dem ersten Advent sind die Dämme der Werbewirtschaft gebrochen und man unterbreitet uns ungefragt und ohne Unterbrechung Geschenkevorschläge. Wie wäre es mit teurem Schmuck für die Liebste (natürlich im Sonderangebot). Oder einem neuen Handy für den Schatz? Ein neuer Laptop könnte auch mal wieder her und Klamotten kann man sowieso immer gebrauchen. Für den Papa mal wieder das neueste Werkzeug, das später unbenutzt im Keller steht und für die Mama vielleicht eine neue Küchenmaschine, die später nur kostenbaren Platz in der Küche stiehlt und Staub fängt. Für die Kinder muss es wenigstens ebenso ein neues Handy sein, eine Playstation oder die neueste Lego Edition, am besten gekoppelt mit anderen großen Marken wie der Hobbit, Star Wars oder Comic Helden. Wem wirklich nichts einfällt und sich durch diese netten Vorschläge nicht weiterhelfen lässt, greift zum allseits funktionierenden Notgeschenk; Aftershave, Duschbad (gern auch im Pflegeset), Parfüm, Krawatten, Socken und ein 10er Pack Boxershorts in 5 verschiedenen Farben. Oder ein Gutschein von IKEA, Amazon und Co.. Da muss man sich keine großen Gedanken über die Vorlieben des Beschenkten machen, kann aber trotzdem mit einem Geschenk glänzen und hoffen, dass man auch im nächsten Jahr wieder im Gegenzug ebenso mit einem (meist weniger sorgfältig ausgewählten) Geschenk beehrt wird. Das Gewissen ist beruhigt und der Handel lacht sich dumm und dämlich.

Schaut man sich zu dieser Jahreszeit die Großstädte und ihre Einkaufspassagen an, könnte man vor Scham im Boden versinken. Da irren Tausende von Menschen ziellos von einem Kaufhaus zum anderen, treten sich im Entengang in jedem kleinen Shop die Füße wund und besaufen sich auf den Weihnachtsmärkten literweise mit Glühwein, um den ganzen Stress zu überstehen und vergessen dabei, worum es wirklich geht. Wenn ich dann noch das Klagen der Leute über all den Geschenke-Auswahl-und-Kaufen- Stress höre und wie ihnen irgendwie die Besinnlichkeit abhanden gekommen ist, könnte ich kotzen. Besinnlichkeit findet man in keinem Kaufhaus, wo man von frühs bis spät dauerbeschallt wird mit Last Christmas und allem möglichen anderen Weihnachtsgedudel.

Was läuft falsch? So ziemlich alles! Ist Weihnachten nicht das Fest der Liebe, der Besinnlichkeit, der Zweisamkeit mit der Familie, die Zeit des sich Besinnens auf das Wesentliche im Leben, die Zeit sich auch für andere einzusetzen, die es nicht so glücklich getroffen haben wie wir? Von diesen Menschen sieht man sehr viele in den Einkaufspassagen sitzen, wenn man nur genügend Aufmerksamkeit an den Tag legt und hinschaut. Man sieht ihnen an wie schlecht es ihnen geht, sie haben Hunger und frieren und oftmals haben sie nicht mal ein Dach über dem Kopf. Wie verkehrt muss ihnen die Welt vorkommen, wenn Menschen mit Einkaufstaschen vollbeladen an ihnen vorbeikommen, aber nicht mal ein paar Euro übrig haben?

In den letzten Wochen habe ich mir oft Gedanken darüber gemacht, wie wir dieses Weihnachten etwas anders machen können. Erstens um uns Weihnachten und seine Bedeutung wieder näher zu bringen und zweitens um dem Konsumwahn und dem damit einhergehenden Profitwahn einiger Akteure ein Schnippchen zu schlagen. Damit tun wir nicht nur was für uns und unser direktes Umfeld, sondern können durch bewusste Kaufentscheidungen Verantwortung gegenüber der Umwelt, der Tierwelt und anderen Menschen übernehmen und ein Zeichen setzen gegen die Ausbeutung von Arbeitskräften, natürlichen Ressourcen und Tieren.

  1. Daunenjacken und –betten
    Das hat nicht unbedingt etwas mit Weihnachten zu tun, gehört aber gerade auch in diese Jahreszeit, wo Daunenjacken und –westen sehr beliebt sind, weil sie wunderbar warm halten. Den wenigsten dürfte dabei bekannt sein, dass trotz Verbots auch in der EU Gänse gequält und bei lebendigem Leib bis zu 5 Mal gerupft werden, vor allem in vielen osteuropäischen Ländern, von denen verstärkt auch nach Deutschland geliefert wird. Vielen Tieren werden beim Rupfen tiefe Risse zugefügt, die anschließend ohne Betäubung vernäht werden. Das Problem ist bekannt, gemacht wird nichts, weil starke wirtschaftliche Interessen dahinter stehen. Eine Lücke im Gesetz erlaubt es, Gänse während der Mauser zu rupfen, weil dies den natürlichen Prozess fördere. Wer sich Videos von diesen Gräueltaten ansieht kann nichts Natürliches an diesem Vorgang feststellen. Irgendwann darf die Gans dann sterben und landet zu Weihnachten auf unseren Tellern. (1)

    Solange wir Gewalt gegen Tiere und deren Misshandlung zulassen, können wir keine friedliche Gesellschaft sein, in der uns das Wohlbefinden aller Lebewesen am Herzen liegt. Solange wir Gewalt gegen andere dulden (Mensch oder Tier) brauchen wir uns über Auswüchse wie Folter nicht zu wundern, weil wir uns immer auf eine Stufe höher stellen als das Lebewesen, welches wir misshandeln. Und in dieser Situation ist kein Frieden möglich. Nicht mit uns selbst und nicht mit anderen.

  2. Verweigert den Konsum!
    Weihnachten kommt es nicht auf die Geschenke an oder darauf, wie teuer sie waren. Es geht um den Akt des Schenkens und die Reaktion, die das Geschenk bei dem Gegenüber hervorruft. Und ich möchte behaupten, dass diese Reaktion bei selbst erschaffenen Geschenken weitaus positiver und dankbarer ausfällt als bei hastig zusammen gekauften Geschenken, die in keinster Weise eine Verbindung mit dem Beschenkten haben.Zeit ist ein Geschenk, welches höchstwahrscheinlich auf große Zustimmung stößt, beklagen wir uns doch alle, viel zu wenig davon zu besitzen.

    Wie wäre es also mit einem Wellness Gutschein für die Mama, das Angebot zum Babysitten für das junge Paar, das Versprechen beim nächsten Wintereinbruch den Schnee zu räumen oder der anvisierte Kochkurs beim Asiaten um die Ecke. Wir sollten wieder dazu übergehen Dinge von (persönlichem oder zeitlichen) Wert und von Dauer zu schenken, die nicht nach ein paar Wochen oder Monaten im Müll oder ungenutzt in der Ecke landen. Früher gab es doch auch nur Nüsse und Orangen zu Weihnachten und die Menschen waren zufrieden. Vielleicht sollten wir wieder lernen, mit weniger zufrieden zu sein und nicht immer mehr von den anderen zu verlangen. Dieses Mehr kann uns nicht geben, wonach wir suchen, schafft keine Zweisamkeit oder glückliche Momente sondern meistens leider nur innere Leere.

  3. Bei uns ist es zur Tradition geworden, an Weihnachten mal wieder die alten Fotoalben raus zu kramen und in Erinnerungen zu schwelgen. Über Erlebtes zu lachen, sich gemeinsam zu erinnern und Revue passieren zu lassen über das Geschehene, Erreichte und das nicht-Erreichte. Dieser Austausch ist meiner Meinung nach wichtiger als alle Geschenke dieser Welt!
  4. Weihnachtsbäume
    Beim Thema Weihnachtsbaum gibt es zwei hartgesottene Lager. Die einen stellen sich einen künstlichen Baum ins Haus, weil er erstens nicht nadelt, zweitens nicht riecht und man sich drittens nicht jedes Jahr ins Getümmel um einen neuen Baum stürzen muss. Den anderen kommt so ein künstliches Ding nicht in die Bude und so werden jährlich Millionen Tannen für ein kurzes Vergnügen abgeholzt und landen später auf dem Müll. So gehen wir mit Mutter Natur und ihren knappen Ressourcen um.

    Ja diese Bäume werden doch speziell für Weihnachten gezüchtet, sagen die Befürworter des echten Baumes. Wohl war, aber wer gibt uns das Recht, über die Natur in diesem Ausmaß zu entscheiden?Wir tun ja gerade so, als wenn es unsere Natur wäre, zu unserer freien Verfügung für unser eigenes Vergnügen. Wann begreifen wir endlich, dass Mutter Natur nur dann ausreichend für uns sorgen kann, wenn wir im Gegenzug auf sie Acht geben und Raubbau egal welcher Ressourcen beenden? Wir führen uns auf wie der Schöpfer der wir gar nicht sind!

  5. Silvesterknallerei
    Ja das Feuerwerk sieht gut aus und leitet das neue Jahr ein, während wir uns in den Armen liegen und vom alten verabschieden. Das haben wir schon immer so gemacht und warum sollten wir dies ändern? Ich sag Euch warum. Weil das Geld an vielen anderen Ecken und Enden gebraucht wird und Vater Staat seiner sozialen Fürsorgepflicht leider nur noch unzureichend nachkommt und wir als Gesellschaft immer häufiger aushelfen müssen.

    Dabei bedarf es oft nur kleiner Gesten. Zum Beispiel könnten wir all das Geld, das wir gewöhnlich fürs Ballern und Knallereien ausgeben einem guten Zweck spenden. Das klingt langweilig und nach viel zu wenig Spass und was machen wir denn beim Anstoßen, wenn wir das neue Jahr nicht mit einem Feuerwerk begrüßen können? Ich glaube, wir können ganz gut ohne das Feuerwerk leben und werden, auch mit dieser kleinen Einschränkung, einen tollen Jahreswechsel feiern können. Der Unterschied ist, dass sich tausende Hilfsbedürftige auf mehr Unterstützung freuen können und das sollte uns ein Silvester ohne Feuerwerk Wert sein!

  6. Und da komme ich zu meinem letzen Punkt. Besinnt Euch auf Eure Familie und das wirklich wichtige in Eurem Leben und helft denjenigen, die es weniger gut getroffen haben. Dafür muss man nicht ins Ausland gehen, Hilfe wird auch hier in Deutschland benötigt. Denkt an die vielen Flüchtlinge, die aus warmen Ländern zu uns gekommen sind und vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben einen kalten Winter erleb en müssen. Flüchtlinge, die in einigen Flüchtlingsheimen in Bayern in ihren ersten Tagen ohne Decken auf dem Boden übernachten mussten, weil die Behörden nur unzureichend vorbereitet waren. Diese Leute haben ihr Land nicht für einen Urlaub oder ein Abenteuer verlassen, sie mussten vor Krieg, Vertreibung und Verfolgung flüchten.Sie brauchen Kleidung, Nahrung, Zuwendung, Dolmetscher, Sprachunterricht, Kinderbetreuung, medizinische und psychologische Betreuung und nach hoffentlich erfolgreichem Asylverfahren Hilfe bei der Eingliederung in den deutschen Arbeitsmarkt.

    Für all diese Dinge wird Geld gebraucht, aber auch ehrenamtliche Helfer, die ihre Freizeit und ihre Wochenenden opfern, um für andere da zu sein. Wem dies zu viel ist, kann auch spenden und wer sich dabei von den großen Hilfsorganisationen und den bekannt gewordenen Skandalen um den Missbrauch von Spendengeldern berechtigterweise abgeschreckt fühlt, sollte sich mal in seiner Stadt oder Gemeinde umhören, ob nicht dort gemeinnützige Projekte laufen, die Unterstützung benötigen. Oft wird man erstaunt darüber sein, was im unmittelbaren Umfeld existiert, ohne dass man davon wusste. In den letzten Wochen bin ich auf zwei Aktionen gestoßen, die ich kurz vorstellen möchte und die sicherlich ein guter Anlaufpunkt für denjenigen sind, der sich gern (finanziell, materiell oder in Person) engagieren möchte.

    Dies ist zum einen der Sternstunden e.V. (2) für den der Radiosender Bayern 1 letzte Woche über 6 Millionen Euro Spenden gesammelt hat und lokalen gemeinnützigen Projekten zur Verfügung stellt. Zum anderen die dm Initiative HelferHerzen (3), die jährlich ehrenamtliches Engagement auszeichnet. Über gezielte Recherche kann man bei diesen gut aufgestellten Initiativen sicher das ein oder andere Projekt finden, in dem man sich selbst auch engagieren kann.

    Hilfe wird auch an anderer Stelle benötigt. Auf der Nordhalbkugel steht uns der Winter bevor und nicht überall ist er so mild wie bei uns. Die Opfer von IS(IS) im Irak werden bei all den militärischen Einsätzen vollkommen im Stich gelassen und bereiten sich gerade auf einen harten Winter im Gebirge vor. Sie haben keine Decken, keine medizinische Versorgung und kaum Lebensmittel. Anderswo in der Ostukraine gibt es in vielen Städten kein Gas mehr und so können die Leute auch dort nicht mehr heizen und blicken in eine ungewisse Zukunft. Es gibt Organisationen und private Initiativen, die auf eigene Faust warme Decken, Kleidung, Mäntel, Schuhe usw in die Ostukraine gefahren haben um den Menschen dort zu helfen, weil sie von ihrer eigenen Regierung in Kiew keine Hilfe zu erwarten haben. Vielleicht sollten wir uns all diese frierenden Menschen in allen möglichen Teilen dieser Welt vorstellen, wenn wir mal wieder in einem vollgestopften Kaufhaus stehen und uns fragen, was wir hier eigentlich tun.

    ————————————–
    Ich wünsche all meinen Lesern eine besinnliche und ruhige Vorweihnachtszeit ohne verlorene Lebenszeit in einem überfüllten Kaufhaus, dafür viel Zeit für die Familie und die Rückbesinnung auf die Dinge, die Euch wichtig sind. In jeder Familie gibt es gewisse Weihnachtstraditionen und ich wünsche Euch für diese viel Freude und Glücksmomente. Wenn wir uns beim Treffen nach den Feiertagen nicht sofort nach den Geschenken erkundigen sondern eher danach, wie man die Tage im Kreis der Familie verbracht hat, sind wir auf dem richtigen Weg!

    Quellen:
    (1) http://www.taz.de/!29920/(2) http://www.sternstunden.de/aktionen/sternstunden-tag/im-hoerfunk/bayern-1/
    (3) http://www.dm.de/de_homepage/helferherzen/

Videoempfehlungen

Heute möchte ich mal wieder ein paar Videoempfehlungen aussprechen.

Beginnen wir mit Ken Jebsen, dessen Videos ich bereits sehr häufig verlinkt habe, weil ich seine journalistische Arbeit sehr schätze und  ihn dafür bewundere, wie offen und kritisch er seine Meinung äußert. Diesmal sitzt er im Interview mit Albrecht Müller, dem Herausgeber der Nachdenkseiten, die eine sehr wichtige Quelle für meine Recherchen und Meinungsbildung geworden sind.

Im Interview werden sehr wichtige Themen angesprochen, nur einige möchte ich hier benennen:

– die Rolle des Bundesgaucklers in der Politik; er ist ein Medienprodukt und wurde ganz gezielt als Kanditat für das Präsidentenamt auch aufgrund seiner Geschichte und seines Russlandhasses ausgewählt

– bei Frau Merkel kann man keine eigenständige Politik feststellen, muss also davon ausgehen, dass sie ferngesteuert ist und nicht mehr in unserem Interesse handelt

– die einseitige Medienlandschaft in Deutschland gefährdet unsere Demokratie; ausserdem leben wir inzwischen in einer Wirtschaftsdiktatur, wo die Politik und die Presse durch die Wirtschaft und die Finanzindustrie beeinflusst werden; daraus muss man leider schlussfolgern, dass das deutsche Volk nicht mehr der Souverän im Land ist

– das größte Sicherheitsproblem auf der Welt stellt heute leider Amerika dar, dessen Innenpolitik das Land extrem instabil gemacht hat und die nun versuchen, zumindest aussenpolitisch Stärke zu zeigen; dabei aber machen was sie wollen und sogar von der UNO und dem Westen unterstützt werden, ohne wirklich Fragen zu stellen

– die Rolle der Bundeswehr, die Lüge von der desolaten Ausstattung und unsere Rolle in der NATO

– zur Frage um den NSA Untersuchungsausschuss und die Vernehmung des Whistleblower in Berlin erhalten wir die ehrliche Einschätzung, Deutschland sei nicht souverän genug, um Edward Snowden zu schützen

Diese Einschätzung kommt von keinem Spinner oder Verschwörungstheoretiker, sondern von einem Mann, der viele Jahre in der Politik tätig war und diese hautnah erlebt hat – der weiss, wie es hinter den Kulissen läuft und wie Entscheidungen gefällt werden. Das Interview kommt in zwei Teilen und ist ein sehr interessanter Zustandsbericht über Deutschland.

Weiter geht es mit einem Video über Europa und allem, was falsch gelaufen ist beziehungsweise falsch läuft. Wir sehen, wie korrupt das komplette System Europäische Union ist, wie wir alle verarscht wurden, unsere nationalstaatlichen Rechte mit Füssen getreten werden und wir uns auf dem Weg zu einer neuen Weltordnung befinden. Wer Angst vor TTIP, CETA etc hat, weil diese Abkommen die Demokratie in Europa gefährden und unsere Rechte einschränken hat nicht verstanden, dass die Akteure längst dabei sind, die Demokratie abzuschaffen indem die parlamentarischen Rechte in den Mitgliedsstaaten eingeschränkt wurden. Und das Europäische Parlament nickt auch nur ab, was von oben beschlossen wurde. Von einer Gruppe (Elite) von wenigen Leuten, die keiner demokratisch wählt, die keiner Kontrolle unterliegen, sich aber herausnehmen dürfen, was sie wollen (übrigens auch unser Geld).

Abschließend zwei Videos zum Thema Antisemitismus, aber aus verschiedenen Blickwinkeln. Zum einen geht es um zwei Dokumentarfilmer, die ein sehr interessantes Projekt gestartet haben, indem sie gemeinsam mit deutschen Jugendlichen nach Israel und Palästina geflogen sind, um dort gemeinsam über Geschichte zu sprechen. Sie hatten nämlich beobachtet, dass jeder nur seine eigene Geschichte kennt und die des anderen nur in verzerrter Weise. Mit dieser Aktion wollten sie Verständnis für den jeweils anderen erzeugen und verhindern, den anderen immer nur als den bösen Feind anzusehen, was aber im normalen Leben der Menschen dort leider ganz alltäglich ist. Ihnen wurde dann in Nürnberg untersagt, den Lehrfilm in Schulen zu zeigen, weil er angeblich antisemitisch sei. Die Begründung des Gerichts ist mehr als fragwürdig und wird vom anwesenden Anwalt erklärt….

Das zweite Video dazu beschäftigt sich mit der Entstehung von Antisemitismus und wie perfide und heuchlerisch gerade auch Israelis mit diesem Begriff umgehen. Desweiteren macht ein Israeli und Jude die amerikanischen Juden für das ganze Unheil verantwortlich, da sich diese nur durch die Bekämpfung von Antisemitismus als Juden definieren und dieser Kampf Ausmasse angenommen hat, der mit der Bekämpfung der Meinungsfreiheit gleichzusetzen wäre. Ein Rabbi in Kiew erklärt ausserdem, dass komischerweise nicht die religiösen Juden das Problem sind da es bei ihnen nur um die Ausübung ihrer Religion ging. Die anderen aber, die die Religion kaum oder gar nicht mehr ausüben, müßten sich anderweitig als Jude profilieren und dies geschieht dann wieder über die Obsession mit dem Antisemitismus. Ausserdem begleitet der Filmemacher eine Gruppe junger Israelis nach Auschwitz und zeigt, wie sie schon Wochen vorher auf die Reise eingestimmt werden, wie ihnen eingetrichtert wird, man würde sie noch immer überall hassen und sie seien nirgends auf der Welt sicher. Einen peinlichen Höhepunkt findet diese übersteigerte Selbsteinschätzung in einer Situation, wo sich zwei Mädchen mit drei älteren Herren unterhalten und es aufgrund der Sprache Verständigungsschwierigkeiten gibt. Die Mädchen fühlen sich und Israel sofort angegriffen und meinen später, dass diese Situation leicht hätte ausarten können. Was überhaupt nicht der Fall war. Der Quintessenz des Films, dass man anstatt sich immer nur in der Vergangenheit aufzuhalten, endlich mal in die Zukunft blicken sollte, kann ich nur uneingeschränkt zustimmen. Sehr sehenswert!

Viel Spass beim Anschauen!

Volker Pispers…. bis neulich 2014

Gestern habe ich durch Zufall diesen Beitrag auf 3sat gefunden und sehr genossen. Volker Pispers leistet hervorragende Arbeit bei der Analyse unserer Gesellschaft und weist darauf hin, was in Deutschland im argen liegt. Er spricht darüber, dass es heutzutage keinen Unterschied macht, welche Partei man wählt, weil sie sowieso alle das selbe vertreten, spricht über prekäre Beschäftigung und den Mindestlohn und viele andere Dinge. Wem das Lesen geschriebener Bestandsaufnahmen unserer Gesellschaft zu müheseelig und zeitintensiv ist, sollte sich dieses Video anschauen!

ausführliches Interview mit Edward Snowden im Guardian

Ein 7 stündiges Interview mit Edward Snowden. Er erzählt von seiner Zeit bei der NSA, wie dort mit den Daten umgegangen wird. Wie man mit z.B. Nacktbildern umgeht, wenn diese von den meist sehr jungen Mitarbeitern gefunden werden. Wie Arbeitskollegen und Vorgesetzte reagiert haben, als er sie auf die illegalen Aktivitäten der NSA aufmerksam machte. Über den britischen Geheimdienst GCHQ, der sich an weniger Gesetzte halten muss als die NSA und deshalb als viel schlimmer einzustufen ist. Er spricht auch darüber, wie Parlamente ausgeschaltet werden und bestimmte Entscheidungen in Sachen Datenschutz nur noch von Regierungen und Geheimdiensten getroffen werden. Im Geheimen. Er spricht über Privatsphäre und wie das Sammeln privater Informationen durch Regierungen deren Macht uns gegenüber erhöht. Warum die Kontrolle der Geheimdienste gescheitert ist. Warum die Explosion beim Boston Marathon trotz der massenhaften Überwachung aller Kommunikation und trotz Warnungen russischer Geheimdienste nicht verhindert wurden. Über sein Leben in Russland und die Zukunft.

Ein sehr interessantes und nachdenklich stimmendes Interview. Man sollte wirklich mal inne halten und über sein eigenes Kommunikationsverhalten nachdenken.

auf Deutsch: http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/140904_20140718-transscript_interview_snowden_guardian.pdf

Original: http://www.theguardian.com/world/2014/jul/18/-sp-edward-snowden-nsa-whistleblower-interview-transcript

 

war MH17 doch MH370?

Ich bin gerade über dieses hoch interessante Video einer russischen Journalistin gestossen, die nur 20 Minuten nach dem Absturz von MH17 an Ort war und Fotos von den Trümmern und den Leichen gemacht hat. Sie hat bemerkt, dass es kaum Blut dort gab, und das obwohl viele Leichen übelst verstümmelt waren. Ausserdem sagt sie, die Leichen war aufgebläht und sahen aus wie Schaufensterpuppen. Ausserdem stank es fürchterlich nach Chemikalien. Die Leichen waren ausserdem alle asiatisch.
Da stellt sich die Frage, ob es sich hierbei nicht um die Leichen von MH370 handelt, dessen Trümmerteile und Leichen man ja angeblich nie gefunden hat. Gestützt wird diese Theorie von anderen Ungereimtheiten von denen bereits im Netz berichtet wurde. (Ein Beispiel hier)

Die viel interessantere Frage jedoch ist, wo sind die Passagiere von MH17? Wird es bald einen neuen Absturz/Abschuss geben, wo wir vermehrt holländische konservierte Leichen finden werden?